Technik
Linux kann alleine oder parallel zu Windows installiert werden.
Linux kann alleine oder parallel zu Windows installiert werden.(Foto: imago/lewing@isc.tamu.edu Larry Ewing and The GIMP/n-tv.de)
Mittwoch, 09. Mai 2018

PC-Leben ohne Windows: Die drei beliebtesten Linux-Versionen

Wenn man keinen Mac-Rechner will, ist die einzige Alternative zu Windows das Betriebssystem Linux. Seine Distributionen sind meist kostenlos und so genügsam, dass sie auch älteren Computern neues Leben einhauchen können.

Manche Menschen sind überzeugte Linux-Nutzer, weil sie nicht abhängig von Microsoft sein möchten und vielleicht auch Datenschutz-Bedenken gegenüber dem US-amerikanischen IT-Riesen haben. Andere suchen ganz einfach eine Möglichkeit, ihren alten Computer weiterzunutzen, wenn dessen Windows-Version keine Updates mehr bekommt und die Hardware für ein Upgrade zu schwach ist. Man kann Linux aber auch als Zweit-System parallel zu Windows installieren, beispielsweise als Spezialisten für Internet-Anwendungen.

Egal, aus welchem Grund man Linux auf den Rechner bringen möchte, man hat die Auswahl unter sehr vielen sogenannten Distributionen. Das sind im Prinzip Software-Pakete, die eine Grundausstattung bieten. Dabei gibt es Distributionen, die extrem schlank gehalten sind und solche, die beim Nutzer kaum noch Wünsche offen lassen. Einen guten Überblick über die Linux-Vielfalt findet man bei "DistroWatch.com". Die Website ermittelt unter anderem, welche Distributionen bei Nutzern aktuell besonders beliebt sind, was ein guter Anhaltspunkt auf der Suche nach dem passenden System ist. Hier die aktuellen Top 5:

Manjaro

Weil es umfangreich, aber auf Benutzerfreundlichkeit ausgerichtet ist, stellt Manjaro ein ideales Betriebssystem für Linux-Einsteiger dar. Es basiert auf der Arch-Linux-Distribution, die wiederum eher für fortgeschrittene Nutzer geeignet ist, weil sie sehr flexibel und anpassbar ist, aber Windows-Umsteiger schon bei der Einrichtung überfordert. Bei Manjaro wird der Nutzer dagegen Schritt für Schritt durchs Setup geführt und findet danach schon Browser, E-Mail-Client, Office-Paket und andere wichtige Programme auf einer einfachen und aufgeräumten Oberfläche.

Mint

Auch auf dem Desktop von Mint finden sich Windows-Nutzer schnell zurecht. Es ist ein Abkömmling der vielleicht bekanntesten Linux-Distribution Ubuntu. Die Besonderheit von Mint ist, dass bereits Software installiert ist, die bei Linux-Puristen nicht zu finden ist, weil sie nicht frei verfügbar, sondern proprietär ist. Dazu gehören Multimedia-Codecs für Musik und Videos oder auch Browser-Plugins. Für Neulinge, die einfach nur loslegen möchten, ist das ideal.

Ubuntu

Das auf Debian basierende Ubuntu hat den großen Vorteil, dass es für Linux-Verhältnisse sehr weit verbreitet ist und es auch jede Menge deutsche Tutorials, Tipps und Tricks zu dem Betriebssystem zu finden gibt. Die Distribution wird vom Software-Unternehmen Canonical gesponsert und will seit nunmehr fast 14 Jahren ein möglichst einfach zu installierendes und benutzerfreundliches Betriebssystem sein.

Quelle: n-tv.de