Technik

Erfassen, verstehen, verbessern Diese Apps helfen beim Energiesparen

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Wirtschaftsminister Habeck hat recht: "Jede Kilowattstunde hilft in dieser Situation."

(Foto: IMAGO/Westlight)

Je teurer und knapper Energie ist, desto mehr lohnt es sich, den Verbrauch zu senken. Smartphone-Apps können dabei helfen, Stromfresser zu finden, effizienter zu heizen und nachhaltiger zu leben. ntv.de stellt fünf empfehlenswerte Anwendungen vor.

Die Energiekosten steigen und steigen, im Winter drohen sogar Versorgungsengpässe, nachdem Russland erneut weniger Gas liefert. Angesichts der hohen Preise und der Abhängigkeit von Moskau lohnt es sich, den Verbrauch so weit wie möglich zu senken, auch wenn es nur ein bisschen ist. Gleichzeitig investiert man damit in die Zukunft und leistet einen Beitrag, um den Klimawandel aufzuhalten.

Energiesparen ist oft gar nicht so schwer oder kompliziert, meistens genügt es, sich einen Überblick zu verschaffen, Möglichkeiten zu erkennen oder Gewohnheiten zu verändern. Eine praktische Hilfe können dabei Apps sein. ntv.de hat das Angebot gesichtet und fünf empfehlenswerte Smartphone-Anwendungen zum Energiesparen herausgesucht.

Energiecheck/Energy Tracker

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So sieht beispielsweise der Strom-Check in Energiecheck aus.

(Foto: kwe)

Die Klimaschutz-Initiative CO2-online bietet seit 2011 den kostenlosen Energiecheck für Android und iOS an. Die App dient hauptsächlich dazu, den Überblick über den Verbrauch von Strom, Heizung und Wasser zu erhalten, indem man mit ihr Zählerstände erfassen und laufend auswerten lassen kann.

Diagramme zeigen, wie sich der Verbrauch über Wochen, Monate und Jahre entwickelt. Man kann auch Änderungen, beispielsweise an der Heizungsanlage, eintragen. Man sieht dann am Verlauf, wie sie sich auf den Verbrauch auswirken. Zusätzlich bietet CO2-online an, die Daten in einem ebenfalls kostenloses Energiesparkonto zu sammeln, was eine noch detailliertere Analyse ermöglicht.

Mit den gesammelten Daten ist es außerdem möglich, Energiespar-Checks von der Kühlung bis hin zur Modernisierung zu machen. So erfährt man beispielsweise, wo man mit seinem Stromverbrauch und Kosten im Vergleich zu Durchschnittshaushalten liegt. Im Anschluss gibt's Tipps zur Verbesserung.

Vor allem die iOS-Version des Energiecheck ist optisch kein Leckerbissen. Für iPhone-Nutzer ist der Energy Tracker eine gute Alternative, die ähnlich funktional, aber hübscher ist. Zusätzlich können sie Abos mit nützlichen Extras abschließen. Im Play Store heißt die entsprechende deutsche App EHW+.

Energiekosten-Rechner/Stromkosten Rechner

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Mehr braucht man nicht, um den Verbrauch eines Elektrogeräts zu berechnen.

(Foto: kwe)

Wen man wissen möchte, was der uralte Kühlschrank im Jahr kostet und wie viel man mit einem neuen Gerät einsparen könnte, kann sich den Energiekosten-Rechner (iOS) beziehungsweise den Stromkosten Rechner (Android) installieren. Beide Anwendungen sind kostenlos.

Dabei handelt es sich um keine Raketentechnik, sondern um eine einfache Hilfe für Mathe-Normalos. Man gibt den Verbrauch in Watt ein, gibt die Nutzungsdauer und den Strompreis ein und kennt am Ende die Stromkosten sowie den Energieverbrauch.

Der Stromkosten Rechner hat schon einige Jährchen auf dem Buckel, aber weil er sehr einfach aufgebaut ist, funktioniert er auch noch problemlos unter Android 12.

Energielabel

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Die Energielabel-App gibt unter anderem Tipps zu verschiedenen Geräte-Kategorien.

(Foto: kwe)

Soll ein neues Gerät her, gilt es eines mit einem möglichst geringem Stromverbrauch zu kaufen. Das erkennt man am sogenannten Energielabel anhand der Buchstaben A bis G und einem Farbverlauf von Grün nach Rot. Mit der gleichnamigen Gratis-App der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (iOS/Android) behält man dabei den Überblick.

Vor Ort im Laden kann man mit der Anwendung den QR-Code eines Produkts scannen und erhält weitere technische Informationen. Der Label-Lotse gibt in einzelnen Geräte-Kategorien Energiespar-Tipps und weitere Ratschläge. Checklisten helfen schon vor dem Kauf, das passende Produkt zu finden. Dazu können Nutzer Merklisten anlegen und sich mit einem Energie-Quiz informativ die Zeit vertreiben.

Earnest

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Earnest gibt auch zahlreiche Tipps zum Wassersparen.

(Foto: kwe)

Wer nicht nur Geld sparen, sondern allgemein ein nachhaltigeres Leben führen möchte, ist mit Earnest gut bedient. Die App ist gratis im Google Play Store und Apple App Store zu haben. Die Entwickler legen Wert darauf, nicht mit erhobenem Zeigefinger zu arbeiten, sondern informativ und unterhaltsam Lust auf einen kleineren ökologischen Fußabdruck zu machen.

Es gibt jede Menge Tipps zu zahlreichen Kategorien von Konsumverhalten und Resteverwertung bis hin zu Reisen oder Mobilität. Unter dem Stichwort "Kochen" erfährt man beispielsweise, wie man mit Gas oder verschiedenen Elektroherden möglichst energieeffizient Essen zubereitet. Besonders wichtig in Dürrezeiten wie diesen: Earnest liefert auch zahlreiche Tipps und Anleitungen zum Wassersparen.

Man kann sich Aufgaben stellen lassen, Prämien und Trophäen gewinnen, einen Quiz machen oder sich mit einem ebenfalls kostenlosen Konto coachen lassen, um gesteckte Ziele zu erreichen. Dazu gibt es Anleitungen, Analysen und vieles mehr.

Energy Buddy

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Im Energy Buddy kann man den Verbrauch einzelner Geräte anhand des Herstellernamens und der Modellnummer ermitteln oder die Werte manuell eingeben.

(Foto: kwe)

Der Energy Buddy (Android/iOS) vereinigt einige Funktionen der bisher genannten Apps. Mit einem sehr schönen Design kann man Zählerstände oder Elektrogeräte erfassen, seinen Energieverbrauch analysieren und berechnen und durch einen Fragenkatalog den persönlichen CO₂-Abdruck bestimmen. Danach kann man beispielsweise einen wöchentlichen oder jährlichen Klimaplan erstellen, um seine CO₂-Bilanz zu verbessern. Dazu bietet der Energy Buddy Spiele, Neuigkeiten und andere Informationen

Quelle: ntv.de

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