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Den hatte nicht mal Sauron Ein Ring, um die Rechnung zu begleichen

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Um zu beweisen, dass er kratzfest ist, musste sich der Pago-Ring im Test unter anderem mit der Rückseite einer Marmorplatte und einem Pflasterstein anlegen.

(Foto: kwe)

Der Pago sieht aus wie ein ganz normaler Ring. Doch mit dem Schmuckstück kann man wie mit Karte, Smartphone oder Smartwatch per NFC an der Kasse bezahlen. Das ist einfach, sicher und ziemlich unterhaltsam, stellt ntv.de im Alltagstest fest.

Spätestens mit der Corona-Pandemie ist das kontaktlose Bezahlen völlig normal geworden. Niemand interessiert sich mehr dafür, ob man an der Kasse eine Karte, ein Smartphone oder eine Smartwatch zückt. Ein NFC-Ring ist dagegen etwas ganz anderes. Hält man den Pago des deutschen Herstellers Pagopace an den Scanner, fällt man auf und der Einkauf ist so unterhaltsam wie schon lange nicht mehr.

Unterhaltsam deshalb, weil man erstaunten Kunden oder Kassenpersonal immer wieder erklären muss, was man da gerade gemacht hat. Denn auf den ersten Blick sieht es so aus, als habe man mit der hohlen Hand bezahlt. Zeigt man dann den schmucken Keramik-Ring, darf man als Nächstes Fragen nach Funktion und Sicherheit beantworten. Zum Glück blamiert man sich dabei nicht mit einem überflüssigem Lifestyle-Gadget, denn der 89 Euro teure Pago ist praktisch, einfach und sicher.

Fast unkaputtbar

Den Ring gibt es derzeit in Schwarz oder Weiß, weitere Farben sollen folgen. Dass es sich dabei um ein Gadget mit integriertem Nah-Feld-Chip (NFC) handelt, sieht man dem Pago nicht an. Er besteht aus Keramik und ist hochwertig gearbeitet. Der Test-Ring hat eine schicke raue Außenfläche, im Angebot sind aktuell nur die komplett auf Hochglanz polierten Modelle.

Im Test hat sich der Pago wie vom Hersteller versprochen als absolut alltagstauglich und robust erwiesen. Er ist nicht nur extrem kratzfest, sondern auch wasserdicht. Salzwasser, Seifenlauge oder Essig können ihm ebenfalls nichts anhaben.

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Der Pago-Ring hält in Süß- und Salzwasser dicht.

(Foto: Pagopace)

Den Pago gibt es in vielen verschiedenen Größen. Wer nicht weiß, welche die passende ist, kann gegen 2 Euro Pfand eine Schablone anfordern, um das herauszufinden. Das hat im Test wunderbar funktioniert, der Ring passt perfekt.

Wenn das Konto aufgefüllt ist, geht's blitzschnell

Die Einrichtung ist ebenfalls relativ simpel, auch wenn sie zusätzlich ein Konto bei VIMpay voraussetzt. Um eine virtuelle Prepaid-Mastercard zu erhalten, genügt die kostenlose Lite-Variante des Dienstes. Das Konto füllt man per Überweisung auf und kann dann über das von Pagopace integrierte Fidesmo Pay über die VIMpay-App den Ring mit dem gewünschten Betrag aufladen.

Die Übertragung einer Summe von der App auf den Ring erfolgt blitzschnell mit einem Wischer. Genauso schnell kann man das Geld wieder zurückholen, was wichtig ist, falls der Ring verloren geht oder gestohlen wird. Das Smartphone muss dafür nicht in der Nähe sein, der Pago funktioniert in jeder Hinsicht autonom.

Das Smartphone kann zu Hause bleiben

Das heißt, auch zum Bezahlen benötigt der Ring keinen Funk-Kontakt zum Handy. So ist er besonders praktisch für Sportler, am Strand oder wenn man auf Veranstaltungen möglichst diebstahlsicher unterwegs sein möchte. Vorstellbar ist auch, den Pago für Taschengeld zu nutzen, da man mehrere Ringe mit einem Konto verbinden kann.

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Der Ring muss mit seiner Öffnung Richtung Scanner zeigen.

(Foto: Pagopace)

Bezahlen kann man mit dem Pago an jeder Scanner-Kasse, die Mastercard akzeptiert. Der Ring ist entsprechend zertifiziert und erfüllt demnach auch alle erforderlichen Sicherheitsstandards. Dabei gilt wie beim Zahlen mit der Karte, dass man bei Beträgen unter 50 Euro keine PIN benötigt. Darüber muss man die Zahlenkombination eingeben, die man in der VIMpay-App findet.

Souveräne Vorstellung an der Kasse

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Das Bezahlen selbst hat sich im Test weit unkomplizierter herausgestellt als zunächst befürchtet. Im Gegenteil: Der Ring muss zwar mit der Öffnung Richtung Scanner geführt werden, zeigt dabei aber große Toleranz. Hat man bezahlt, erhält man wie Apple oder Google Pay fast umgehend eine Benachrichtigung aufs Smartphone.

Alles in allem hat der Pago-Ring fast auf ganzer Linie überzeugt. Er ist praktisch, sicher und sehr robust, auch der Preis ist fair. Lediglich der Zwang, VIMpay zu nutzen, ist ein kleines Manko. Das könnte sich laut Pagopace aber noch ändern. Außerdem ist es möglich, dass der Ring noch weitere Funktionen erhält und beispielsweise Autotüren öffnet.

Quelle: ntv.de

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