Technik

Gefälschter Virenschutz Experten warnen vor Scareware

Experten warnen vor gefälschtem Virenschutz. Scareware tarnt sich dabei als Antivirus-Software und gaukelt einen Angriff auf den Computer vor. Der Benutzer soll daraufhin eine angebliche Schutzsoftware kaufen - für die Betrüger ein Millionengeschäft.

Computerexperten warnen Verbraucher vor gefälschter Antiviren-Software. Bei einer Virenmeldung auf dem Bildschirm könne es sich durchaus um eine Falschmeldung handeln, berichtete die Computer-Zeitschrift "c't" vorab aus einem neuen Sonderheft zum Thema Sicherheit. Betrüger verdienen demnach inzwischen Millionen damit, dass sogenannte Scareware einen angeblichen Virenbefall des Rechners melde und gegen Bargeld eine schnelle Bereinigung verspreche. Professionelle Scareware schalte sogar bereits vorhandene Schutzprogramme aus.

Scareware gaukelt einen Virenalarm vor. Der ist aber genauso falsch wie die Software, die das angebliche Problem beheben soll. (Bild: Warnecke/dpa/tmn)

Scareware löst falschen Alarm aus.

Nach einer schrillen Warnmeldung werde ahnungslosen PC-Nutzern eine vermeintlich schnelle Lösung angeboten, indem sie per Mausklick eine angebliche Schutzsoftware installieren können und dann per Kreditkarte die Vollversion der Software bezahlen sollen. Für die gefälschte Antiviren-Software würden 35 bis 50 Euro berechnet - ein Preis, der dem echter Antiviren-Programme ähnele. Anschließend würden die Warnmeldungen verschwinden und der PC erscheine sicher.

Reguläre Antiviren-Software erkenne die betrügerische Scareware nur schwer, da diese sich nicht wie übliche Schadsoftware verhalte, warnen die Experten von "c't". Scareware versende weder Spam, noch spioniere sie Passwörter aus. Auch die Rechtslage ist laut "c't" schwierig, da Anwender die Software freiwillig installierten und die Geschäftsbedingungen akzeptierten. Zudem enthalte die gefälschte Antiviren-Software oft Elemente eigentlich kostenloser Antiviren-Software, die sogar echte Viren entdecken und entfernen. Deshalb greife auch nicht das Argument völliger Wirkungslosigkeit.

Die "c't"-Experten empfehlen, sich auf keinen Fall auf diese Angebote einzulassen oder dafür Geld auszugeben. Wer bereits gezahlt habe, solle seine Kreditkarte sperren und neu ausstellen lassen, um weitere Abbuchungen zu verhindern.

Quelle: n-tv.de, AFP

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