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Streamingplattform Stadia Google steigt ins Gaming-Geschäft ein

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Mit Stadia will Google das Videospielen einfacher machen.

(Foto: REUTERS)

Seit mehr als 15 Jahren dominieren Sony, Nintendo und Microsoft den Markt für Spielekonsolen. Das könnte sich mit Googles neustem Projekt ändern. Mit einer vollkommen neuen Videospielplattform will das Unternehmen alle Hardware-Barrieren einreißen und neue Maßstäbe fürs Gaming setzen.

Google will mit einem Streaming-Dienst für Videospiele ins Gaming-Geschäft einsteigen. Die Plattform mit dem Namen Stadia soll noch dieses Jahr an den Start gehen, wie der Internet-Konzern ankündigte. Das Unternehmen setzt dabei auf eine enge Verknüpfung von Games-Streaming und der Übertragung dieser Inhalte, damit andere wie schon bei Twitch zuschauen können.

Die Idee dahinter ist, dass die Spiele auf Googles Servern im Netz laufen - und auf die Geräte der Nutzer über eine schnelle Internet-Verbindung übertragen werden. So können Spiele auf YouTube betrachtet und direkt nach paar Sekunden gestartet werden. Langwierige Downloads sollen der Vergangenheit angehören.

Zudem sollen die Inhalte plattformübergreifend nutzbar sein: Gespielt werden kann auf dem Tablet, TV, Computer, Laptop oder Smartphone – ohne Qualitätsverlust. Wird ein Spiel auf einer Plattform gestoppt, kann es auf einer anderen einfach weitergespielt werden. Auch Multiplayer-Duelle zwischen Nutzern verschiedener Geräte sollen so möglich sein.

Knopf aktiviert Übertragung auf YouTube

Fürs Steuern der gestreamten Spiele hat Google ein eigenes, kabelloses Gamepad namens Stadia Controller entwickelt, das per Wlan direkt mit Googles Rechenzentrum verbunden wird. Zu seinen besonderen Funktionen zählt ein Knopf, der eine Übertragung des Spiels auf YouTube aktiviert, sowie ein Knopf, mit dem sich der Google Assistant starten lässt. Ihn soll man zum Beispiel um Hilfe bitten können, wenn man in einer bestimmte Spielpassage nicht weiter weiß.

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So sieht Googles neuer Controller aus.

(Foto: REUTERS)

Grafisch soll eine 4K-HDR-Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde möglich sein. Dementsprechend braucht es eine schnelle Internetverbindung. Auf Googles Website zu Stadia heißt es dazu bislang nur knapp: "Highspeed-Internetverbindung erforderlich" und "Die Wiedergabe mit 4K HDR bei 60 fps ist von der Bandbreite abhängig. Das Spielerlebnis kann je nach Qualität der Internetverbindung variieren".

Mit Stadia bekommen nicht nur Sony, Microsoft und Nintendo, die seit über 15 Jahren den Markt für Spielkonsolen dominieren, starke Konkurrenz. Google wird zudem mit seiner neuen Streamingplattform in direkten Wettbewerb mit spezialisierten Videodiensten wie Twitch aus dem Hause Amazon stehen.

Quelle: n-tv.de, hny/dpa

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