Technik
FritzOS 7 kommt im Juli, Labor-Versionen bieten einen Vorgeschmack.
FritzOS 7 kommt im Juli, Labor-Versionen bieten einen Vorgeschmack.(Foto: AVM)
Donnerstag, 14. Juni 2018

Labor-Versionen stehen bereit: Großes Fritzbox-Update vorab probieren

Ab Juli will AVM FritzOS 7 an Fritzboxen verteilen. Nutzer eines aktuellen Geräts können aber schon jetzt eine Vorab-Version des Betriebssystems installieren und die neuen Funktionen ausprobieren.

Nachdem AVM FritzOS 7 vor rund einer Woche angekündigt hat, gibt's jetzt die ersten inoffiziellen Vorab-Versionen für experimentierfreudige Nutzer. Um die neuen Funktionen auszuprobieren, benötigt man lediglich eine Fritzbox 4040, 7362 SL7430, 7490, 7560, 7580, 7590 oder die 6590 Cable. Für diese Geräte stellt AVM sogenannte Labor-Versionen zum Download zur Verfügung. Der Beschreibung nach enthalten sie bereits die meisten Neuerungen von FritzOS 7.

Schneller und einfacher

- Man kann jetzt noch leichter einstellen, ob man den WLAN-Gastzugang ohne Passwortschutz als offenen Hotspot oder verschlüsselt als privaten Hotspot bereitstellen möchte.

- FritzOS 7 unterstützt "Idle Steering" ("Band Steering"). Dadurch wechseln beispielsweise Smartphones schneller das Frequenzband – auch bei bestehender Verbindung. Außerdem verringert die neue Funktion "Zero Wait DFS" die Wartezeit im 5-Gigahertz-Band, wenn auch Kanäle genutzt werden, in denen Radaranlagen (zum Beispiel von Flugsicherung, Militär, Wetterdiensten) Vorrang haben.

Auch die Fritzbox 6590 Cable erhält mit der neuen Labor-Version endlich die Mesh-Funktion.
Auch die Fritzbox 6590 Cable erhält mit der neuen Labor-Version endlich die Mesh-Funktion.(Foto: AVM)

- Nach dem Update können mehrere Fritzboxen als Mesh-Repeater eingesetzt werden - ganz einfach per Knopfdruck. Damit werden auch Telefonie- und Smart-Home-Funktionen mesh-fähig. Ganz neu im AVM-Mesh-Netzwerk sind die Fritzbox-Modelle 7430, 7362 SL, 4040 und 6590 Cable. Alle Telefoniefunktionen der zentralen Fritzbox stehen für jede als Mesh Repeater integrierte Fritzbox und die an ihr angemeldeten DECT-Telefone zur Verfügung.

Mehr Mesh-Geräte

- In der Mesh-Benutzeroberfläche werden bei allen eingebundenen AVM-Geräten verfügbare Updates angezeigt. Sind automatische Aktualisierungen für die Fritzbox eingestellt, erhalten auch Repeater und Powerline-Geräte automatische Updates.

- Mit dem Dateisystem NTFS formatierte USB-Sticks oder -Festplatten übertragen unter FritzOS 7 Daten deutlich schneller.

Vorlagen im Smart Home

- Smart Home hat eine neue Oberfläche, in der man jetzt sogenannte Vorlagen einrichten kann. Sie erlauben eine flexible Konfiguration und Steuerung mehrerer Geräte und können als Schablonen für unterschiedliche Anwendungen verwendet werden. Nutzer, die beispielsweise im Früh- und Spätdienst arbeiten, können sich jeweils eine Smart-Home-Vorlage erstellen und diese mit einem Klick wechseln. Diese Funktion findet sich in den Labor-Versionen bisher noch nicht.

Die neue Mesh-Übersicht in den Heimnetz-Einstellungen unter FritzOS 7.
Die neue Mesh-Übersicht in den Heimnetz-Einstellungen unter FritzOS 7.(Foto: AVM)

- Nutzt man ein Fritzfon, sieht man nach dem Update auf dem Display Orts- und Ländername und man kann bis zu fünf eigene Klingeltöne hinzufügen. Außerdem kann man ein Fritzfon nutzen, um eine Fritzbox zu aktualisieren oder den Gastzugang zu verwalten.

- Schließlich öffnet sich die Fritzbox mit dem neuen Betriebssystem für Smart-Home-Geräte anderer Hersteller, wenn deren Geräte das HAN-FUN-Protokoll unterstützen. Andere, gängigere Standards wie Zigbee oder Z-Wave unterstützt die Fritzbox aber noch nicht.

Schnell installiert

Die Laborversion ist schnell installiert. Wenn man auf der Labor-Übersichtsseite seine Fritzbox gefunden hat, klickt man unter dem entsprechenden Eintrag auf Zum Labor. Dort findet man nach den Beschreibungen der Neuerungen ganz unten die Downloads der Firmware. Man bestätigt, die Informationen gelesen zu haben, lädt die Zip-Datei auf seinen Rechner herunter und entpackt sie. Dabei merkt man sich, wo die Datei mit der Endung .image  gespeichert wurde.

Als nächstes wechselt man in die Benutzeroberfläche des Routers, indem man im Adressfeld des Browsers fritz.box eingibt. Nachdem man den Zugang durch sein Passwort bestätigt hat, klickt man im Menü links auf System und dann auf Update.

Backup nicht vergessen

Dort wählt man dann den Reiter Fritz!OS-Datei aus. Hier erstellt man zur Sicherheit ein Backup, damit man notfalls problemlos den alten Zustand der Fritzbox wiederherstellen kann. Dazu muss man lediglich ein Passwort eingeben (Aufschreiben!) und dann auf Einstellungen sichern klicken. Um das Backup zu starten, muss man noch einen Code am Fritzfon eingeben oder eine Taste an der Fritzbox drücken.

Ist das erledigt, klickt man bei Punkt 2 auf Durchsuchen und wählt die vorher heruntergeladene und entpackte Image-Datei aus und klickt dann auf Update. Das war's.

Quelle: n-tv.de