Technik

Da fehlt doch was HTC 10 Evo macht auf iPhone 7

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Das HTC 10 Evo ist ein sehr hochwertiges Smartphone.

(Foto: kwe)

Mit dem 10 Evo bringt HTC ein neues Edel-Smartphone heraus, das eine etwas günstigere, leicht abgespeckte Groß-Version des Top-Handys HTC 10 ist. Eine Evolution ist das Gerät aber nur in einer Hinsicht - soweit man Weglassen als Fortschritt durchgehen lässt.

Das HTC 10 Evo ist ein sehr eigenwilliger Ableger des hervorragenden HTC 10. Es ist weder ein " Mini", noch ein "Lite", sondern irgendwie schon ein Oberklasse-Smartphone. So gut wie das HTC 10 ist es nicht, hat aber durchaus seine Vorzüge und Besonderheiten.

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Das Display ist klasse.

(Foto: kwe)

Das Gehäuse ist wie beim Flaggschiff-Vorbild aus einem Stück Aluminium gefräst und weist auch die charakteristischen breiten geschliffenen Kanten auf. Die Verarbeitung ist hervorragend und das Gerät fühlt sich wie ein Oberklasse-Smartphone an. Im Gegensatz zum HTC 10 ist das Evo auch staub- und wassergeschützt, nach IP57 hält es ein kurzes Untertauchen aus. Das hat HTC allerdings unter anderem mit dem Verzicht auf die Klinkenbuchse erzielt. Wie das iPhone 7 hat auch das Evo nur noch einen einzigen Anschluss zum Laden, für die Datenübertragung und die Kopfhörer.

Individueller Sound

Das beigelegte Headset hat dafür einen USB-C-Stecker und nutzt laut HTC die Vorteile aus, die dieser Anschluss gegenüber der Klinke bietet. Die Kopfhörer scannen unter anderem die Gehörgänge des Nutzers und passen so die Klangeigenschaften individuell für jedes Ohr an. Ob's klappt, wird erst der Test zeigen.

Die wichtigsten technischen Daten
  • System: Android 7
  • Display: LCD, 5,5 Zoll, 2560 x 1440 Pixel, 534 ppi
  • Prozessor: Snapdragon 810, 8 Kerne, 2,0 GHz
  • Arbeitsspeicher: 3 GB
  • Interner Speicher: 32 GB + microSD
  • Kamera: 12 Megapixel, f/1.8, OIS
  • Frontkamera: 8 Megapixel, f/1.8, OIS
  • LTE Cat. 6, WLAN ac (2,4 & 5 GHz), Bluetooth 4.1, NFC, AirPlay
  • USB-C
  • Akku: 3200 mAh
  • Maße: 153,6 x 77,3 x 3,7 - 8 mm
  • Gewicht: 174 g

  Einen starken ersten Eindruck macht das Display. Es bietet wie das Flaggschiff eine hohe QHD-Auflösung und ist mit 534 ppi sehr scharf. Der Bildschirm sollte auch einiges aushalten, denn er wird bereits vom neuen Gorilla Glass 5 geschützt.

Die Kamera des Evo bietet mit 16 Megapixeln eine höhere Auflösung als die Knipse des HTC 10, die auf 12 Megapixel kommt. Allerdings sind die Pixel beim Flaggschiff größer. Beim Autofokus setzt das Evo auf Phasenerkennung, anstatt das Ziel per Laser anzuvisieren.

Ob die Kamera gute Resultate liefert, muss sich noch zeigen. Mehr und kleinere Pixel auf einem unverändert großen Sensor führen bei schwächerem Licht oft schneller zu verrauschten Aufnahmen. Außerdem hat die Evo-Kamera eine kleinere Blende. Auch das HTC 10 Evo verfügt aber über eine optische Bildstabilisierung.

Preis zu hoch

Bei der Prozessor-Ausstattung hat HTC in die Recyclingkiste gegriffen - offenbar um die Kosten zu drücken. Denn im Evo arbeitet nicht der Snapdragon 820, sondern der Vorgänger aus dem vergangenen Jahr. Ein Schwächling ist der 810er aber nicht. Für Normalnutzer dürfte auch kaum eine Rolle spielen, dass der Prozessor nur auf 3 statt 4 Gigabyte Arbeitsspeicher zugreifen kann.

Trotz der Sparmaßnahmen könnte allerdings der Preis des Evo ein Problem sein. Denn die unverbindliche Preisempfehlung für den Verkauf bei Media Markt und Saturn ist 579 Euro. Das besser ausgestattete HTC 10 ist aber bereits für 530 Euro zu haben.

Quelle: ntv.de, kwe

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