Technik
So sieht der neue Instagram-Messenger Direct aus.
So sieht der neue Instagram-Messenger Direct aus.(Foto: The Verge)
Donnerstag, 07. Dezember 2017

Neue Messenger-App im Test: Instagram greift Snapchat "Direct" an

Nachdem Instagram bereits viele Funktionen von Snapchat übernommen hat, greift der Facebook-Dienst jetzt offenbar den angeschlagenen Konkurrenten mit einem eigenständigen Messenger an. "Direct" wird bereits getestet.

Klar, Snapchat hat die Stories quasi erfunden, aber davon kann sich der Dienst wahrlich nichts kaufen. Zwar konnte Snapchat seine Nutzerzahlen laut Statista kontinuierlich auf fast 180 Millionen steigern. Doch Konkurrent Instagram, der im Sommer 2016 das Feature eingeführt hat, stiehlt dem Original immer mehr die Show. Inzwischen hat der Facebook-Dienst nach eigenen Angaben weltweit mehr als 800 Millionen monatliche Nutzer, von denen rund 300 Millionen bereits täglich die Stories-Funktion nutzen - Tendenz steigend. Und jetzt plant laut "The Verge" Instagram offenbar Snapchat im wahrsten Sinne des Wortes direkt anzugreifen. Denn es testet einen alleinstehenden Messenger namens "Direct". Bei ihm geht es nur noch um den Austausch von Nachrichten - und natürlich Stories - zwischen Freunden. Die öffentlichen Postings von Instagram gibt es nicht.

Weltweiter Start 2018

Die App ist zunächst in Chile, Uruguay, Israel, Italien, Portugal und der Türkei für Android und iOS erhältlich. Sie öffnet sich wie Snapchat sofort mit aktivierter Kamera. Um einfach nur eine Nachricht zu schreiben, zieht man die Anzeige nach unten. Wischt man nach rechts kommt man zu den Einstellungen, umgekehrt geht's zur Inbox. Dazu gibt's vier exklusive Filter, die in Instagram-Stories nicht zu finden sind. Wenn Direct installiert wird, verschwindet die Inbox in Instagram und kann nur noch über die Messenger-App erreicht werden.

Nach dem Messenger und Whatsapp ist Direct schon Facebooks dritte Messenger App und die Marktmacht des Unternehmens würde bei einem Erfolg des Instagram-Abkömmlings noch weiter steigern. Weltweit soll Direct erst im Laufe des kommenden Jahres zur Verfügung stehen. Instagram wolle erst alle Fehler beseitigen und das Feedback der Nutzer umsetzen, schreibt "The Verge".

Quelle: n-tv.de

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