Technik

International abgestimmte AktionMächtige Schadprogramme für Computer lahmgelegt

20.03.2026, 11:53 Uhr
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Über Aisuru und Kimwolf wurden weltweit Hunderttausende DDoS-Angriffe auf Computer und Server ausgeführt. (Foto: IMAGO/Westend61)

Die sogenannten Botnetze Aisuru und Kimwolf stellen laut deutschen Behörden "eine erhebliche Bedrohung für IT-Infrastrukturen" dar. Internationalen Ermittlern gelingt nun ein großer Coup.

Die USA haben gemeinsam mit Deutschland und Kanada die Infrastruktur von vier großen Botnetzen zerschlagen. Weltweit seien mehr als drei Millionen Geräte infiziert gewesen, darunter Hunderttausende in den USA, teilte das US-Justizministerium mit. Die Schadnetzwerke mit den Namen Aisuru, KimWolf, JackSkid und Mossad seien für sogenannte DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) genutzt worden, bei denen Webseiten durch eine Flut von Anfragen lahmgelegt werden.

Aisuru und Kimwolf stellten "eine erhebliche Bedrohung für IT-Infrastrukturen" dar, teilten das Bundeskriminalamt in Wiesbaden und die Generalstaatsanwaltschaft Köln mit. Die meisten infizierten Geräte waren demnach mit dem Internet verbundene Geräte wie Webcams, digitale Videorekorder oder WLAN-Router. Die Betreiber der Botnetze hätten weltweit Hunderttausende DDoS-Angriffe auf Computer und Server ausgeführt, hieß es weiter. Zu den Zielen gehörten auch Webseiten des US-Verteidigungsministeriums. In einigen Fällen hätten die Täter von ihren Opfern Zahlungen verlangt. Die Betreiber nutzten ein "Cybercrime-as-a-Service"-Modell, um anderen Cyberkriminellen Zugriff auf die infizierten Geräte zu verkaufen.

Die Strafverfolger identifizierten zudem zwei mutmaßliche Administratoren. Auf die Beschuldigten kämen nun rechtliche Konsequenzen zu. Deren Wohnorte in Deutschland und in Kanada wurden demnach durchsucht. Umfassende Beweismittel seien beschlagnahmt worden, darunter Datenträger und Kryptowährungen im fünfstelligen Bereich.

"Die heutige Zerschlagung von vier mächtigen Botnetzen unterstreicht unser Engagement, neue Cyber-Bedrohungen für das Verteidigungsministerium und seine Soldaten zu beseitigen", sagte ein Sonderermittler des Ministeriums. An der Operation waren auch Technologiekonzerne wie Amazon Web Services, Google und Nokia sowie die EU-Polizeibehörde Europol beteiligt.

Quelle: ntv.de, mba/rts/AFP

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