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WLAN-Box mit Google-Assi JBL Link 500 lehrt HomePod das Fürchten

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Der JBL Link 500 ist ein gutes Stückchen größer als der Link 300 - und das hört man auch.

(Foto: kwe)

Der JBL Link 500 ist ein WLAN-Lausprecher mit Google Assistant, der mächtig viel Bass bietet und hervorragend klingt. Ob Apples HomePod da mithalten kann, muss sich noch zeigen. Auch der kleinere Link 300 ist gut, hat's in seiner Preisklasse aber schwerer.

Apple hat es immer noch nicht geschafft den HomePod nach Deutschland zu bringen. Die Konkurrenten nutzen die Zeit, um ihre eigenen assistierten WLAN-Lautsprecher der Oberklasse zu positionieren. Zu ihnen gehört JBL, das bereits kleinere Speaker mit Google Assistant vorgestellt hat, die im Test eine gute Figur machten. Der Link 500 ist der größte Lautsprecher der Serie und zeigt schon durch eine auffällige Metallic-Membran auf der Rückseite, was man von ihm auf jeden Fall erwarten darf: richtig fette Bässe. n-tv.de hat ausprobiert, was der Link 500 sonst noch zu bieten hat.

Größer, schwerer, besser

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Schade, dass man die Rückseite meistens nicht sehen kann.

(Foto: kwe)

Mit 37 x 20 x 15,7 Zentimeter und 3,5 Kiloist der JBL-Speaker größer und schwerer als ein Sonos One oder Apples HomePod, aber trotzdem noch kompakt genug fürs Wohnzimmer-Regal. Man sollte aber aufpassen, was dort sonst noch steht, damit's nicht scheppert. Denn der Lautsprecher kann über seine beiden 89-Millimeter-Tieftöner mächtig viel Bass entwickeln. Wie druckvoll er ist, kann man an der Metallic-Membrane auf der Rückseite sehen, die zum Ausgleich deutlich pumpt. Schade, dass man das nicht immer vor Augen hat, aber normalerweise steht der Link 500 mit dem Rücken zur Wand, da er kein 360-Grad-Lautsprecher ist, sondern nach vorne abstrahlt. Doch auch von dieser Seite kann sich das Gerät sehen lassen.

Ganz tief runter kommen die Bässe nicht - dafür bräuchte der Speaker noch einen zusätzlichen Subwoofer. Aber man kann sie im Bauch spüren. Übertreiben tut der Link 500 jedoch nicht. Die Bässe sind nicht zu dominant, sondern legen sich wunderbar tragend unter die breiten Mitten und klaren Höhen der beiden 20-Millimeter-Hochtöner. Der Klang ist insgesamt schön abgestimmt und rund, Musik macht laut und leise Spaß. Und wenn man richtig positioniert ist, kann man einen mehr als akzeptablen Stereo-Klang genießen.

Vielseitig und einfach

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Wenn's laut ist, bedient man den Lautsprecher am besten über die Tasten auf der Oberseite.

(Foto: kwe)

Klanglich übertrumpft der rund 400 Euro teure Link 500 insgesamt knapp den fast nur halb so teuren Sonos One, muss sich aber bei den Mitten der kleineren und günstigeren Konkurrenz mit Alexa-Assistenz geschlagen geben. Den Home oder andere Lautsprecher mit Google Assistant haut der JBL-Champion locker weg. Ein Vergleich mit dem Apple HomePod steht noch aus, es könnte eine knappe Entscheidung werden. Allerdings nur beim Sound. Denn der JBL-Lautsprecher ist vielseitiger und der Google Assistent talentierter als Siri.

Die Sprachbedienung klappt gut. Obwohl es nur zwei Mikrofone gibt, versteht der Google Assistant Befehle bei Zimmerlautstärke auch noch auf einige Entfernung. Wird's lauter, ist es schlauer, die Google-Taste auf der Oberseite zu bedienen, um den Lautsprecher vorübergehend leiser zu machen. Oder man nutzt gleich die anderen Tasten, um die Lautstärke zu regeln oder einen Song zu pausieren. Außerdem kann man auf der Oberseite die Mikros stumm schalten oder Bluetooth deaktivieren.

Überhaupt erscheint es sinnvoller, die Musik über ein Smartphone zu starten und zu steuern und den Google Assistant nur zu nutzen, wenn der Lautsprecher still ist. Dann funktioniert alles wie auf dem Android-Smartphone, auch passende Smart-Home-Geräte kann man mit dem Link 500 steuern. Und natürlich kann man den Link 500 ober die Google-Home-App in ein Multiroom-System einbinden. Das klappt ebenso einfach wie die Einrichtung. Schade: Einen Ausschalter sucht man vergeblich. Möchte man den Stromverbrauch auf null reduzieren, muss man den Stecker ziehen.

Link 300 gut, aber etwas zu teuer

Wer für größere Räume einen richtig guten WLAN-Lautsprecher mit Google Assistant sucht, ist mit dem Link 500 bestens bedient. Allerdings ist der Speaker mit 400 Euro kein Schnäppchen. Für kleinere Zimmer wie die Küche ist es da vielleicht sparsamer, den kleineren Bruder Link 300 anzuschaffen. Mit jeweils nur einem Hoch- und Tief-Töner kann er auch noch einen kräftigen Bass pumpen und auch sonst klanglich gefallen. Den Google Home kassiert auch der kleinere JBL mit Links. Allerdings ist in dieser Preisklasse der Sonos One dann doch die deutlich bessere Wahl, wenn man beim Assistenten nicht wählerisch ist. Der Alexa-Lautsprecher liefert einen besseren Sound und kostet nur 230 Euro.

Quelle: n-tv.de

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