Technik
(Foto: kwe)
Dienstag, 31. Juli 2018

Wavemaster Cube Mini Neo: Kleine Stereo-Boxen können groß klingen

Von Klaus Wedekind

Mit den Cube Mini Neo bietet Wavemaster eine Neuauflage seiner kleinsten Stereo-Boxen an. n-tv.de hat ausprobiert, was das günstige 2.0-System zu bieten hat, und große Ohren gemacht.

Die Wavemaster Cube Mini haben bewiesen, dass auch kleine, günstige Stereo-Lautsprecher richtig gut klingen können. Jetzt hat der Hersteller die neue Generation auf den Markt gebracht, die noch ein bisschen besser sein soll. n-tv.de hat sich die Cube Mini Neo angeschaut und angehört.

Schlicht, aber gelungen

Das schlichte, ansprechende Design hat Wavemaster beibehalten. Hinter zwei schwarzen Metallgittern sitzen ein Tief-Mittel-Töner mit 10 Zentimeter großer Cellulose-Konusmembran und ein Hochtöner mit 2,5 Zentimeter-Seidenkalotte in einem MDF-Gehäuse mit abgerundeten Ecken.

Die Anlage bietet für ihren Preis viele Anschlussmöglichkeiten.
Die Anlage bietet für ihren Preis viele Anschlussmöglichkeiten.(Foto: kwe)

n-tv.de hat von Wavemaster das weiße Modell bekommen, das wie die schwarze Ausführung matt lackiert ist. Das sieht viel besser als Klavierlack aus, der Fettflecken magisch anzieht und auf dem man jedes Staubkörnchen sieht. Sehr schick sind die Boxen auch im Bambus-Look. Bei der Master-Box kommen rechts und links unter dem Tieftöner noch ein Multifunktions-Knopf und ein Infrarot-Empfänger. Die Verarbeitung ist einwandfrei und man sieht dem 2.0-System nicht an, dass es im Internet schon für 130 Euro (UVP 170 Euro) angeboten wird.

Gute Ausstattung

Auf der Rückseite der Master-Box findet man unterhalb der Bass-Reflex-Öffnung einen Aux-Eingang, zwei Cinch-Buchsen und einen optischen Eingang. Außerdem findet man hier Klemmbuchsen für das Verbindungskabel zur linken Box und einen Eingang für einen Subwoofer. Und natürlich kann man das System auch per Bluetooth mit Smartphones und anderen Geräten koppeln. Mit dieser Vielfalt kann man die Cube Mini Neo nicht nur klassisch im Regal, sondern auch am PC oder Fernseher einsetzen.

Wavemaster verkauft das 2.0-System mit einer Fernbedienung, die einiges zu bieten hat. Man kann mit ihr die Quelle wählen, die Lautstärke regeln oder Bässe und Tiefe einstellen. Außerdem gibt's eine Taste, um eigene Klangeinstellungen ein- und auszuschalten sowie eine Loudness-Taste. Mit dem Multifunktions-Knopf der Master-Box kann man lediglich die Quelle wählen und die Lautstärke ändern.

Erstaunlicher Klang

Die Ausstattung ist für diesen Preis völlig in Ordnung. Das Wichtigste ist aber der Klang. Die 150 x 209 x 180 Millimeter großen Boxen mit einer Leistung von zusammen 36 Watt (RMS) können diesbezüglich durchaus überzeugen. Die Winzlinge haben Volumen, liefern klare Höhen und ausgeglichene Mitten. Natürlich kann man den Sound nicht mit größeren Systemen wie beispielsweise den Wavemaster Two Pro vergleichen, aber man muss bedenken, in welcher niedrigen Preisklasse hier die Musik spielt. So produzieren die kleinen Boxen zwar einen beachtlichen Bass, wer aber die richtig tiefen Töne mag, sollte sich den passenden Subwoofer zulegen, der laut Hersteller demnächst erhältlich sein soll.

Am besten gefallen die Boxen bei elektronischer Musik. Hier ist das Klangbild schon mit den Grundeinstellungen sehr ansprechend. Das gilt weitgehend auch bei R&B Jazz oder Klassik, so lange es nicht zu opulent zugeht. Bei Pop- oder Rockmusik lohnt es sich am ehesten, Höhen und Tiefen nach eigenem Gusto einzustellen. Für den guten Klang ist es allerdings wichtig, dass die Boxen auf Ohrenhöhe aufgestellt sind und man selbst möglichst zentral vor den Boxen sitzt. Ein Problem könnte dabei sein, dass Verbindungs- und Stromkabel etwas kurz geraten sind.

Starkes Preis-Leistungs-Verhältnis

Alles in allem bieten das 2.0-System Wavemaster Cube Mini Neo ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Klang ist für die Größe der Boxen sehr gut und Nutzer haben die Möglichkeit, Höhen und Tiefen per Fernsteuerung zu regeln. Und Wumms haben die Dinger auch, die Lautstärke reicht auch aus, um etwas größere Räume zu beschallen.

Quelle: n-tv.de