Technik

Kurioses Kamera-Smartphone Kodak Ektra ist ein schicker Foto-Profi

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Das Kodak Ektra gleicht von vorne mehr einer Kamera als einem Smartphone.

(Foto: Kodak/Bullitt Group)

Kodak stellt sein erstes Smartphone vor. Das Ektra richtet sich vor allem an Foto-Enthusiasten, das zeigt schon sein ungewöhnliches Äußeres. Doch auch im Innern hält das Ektra ein paar Extras bereit, die Handy-Knipser schätzen werden.

Der Name Kodak steht für eine große Tradition in der Fotografie, mit Smartphones bringt den Konzern bisher aber kaum jemand in Verbindung. Bisher - denn jetzt wurde das Kodak Ektra vorgestellt, ein Smartphone, das vor allem Handy-Fotografen glücklich machen soll. Macher des Kodak-Handys ist die britische Bullitt-Group, die auch für die robusten Caterpillar-Smartphones verantwortlich zeichnet.

Besonderes Design

Punkten will das Kodak Ektra vor allem mit zwei leistungsstarken Kameras, einem intuitiven Bedienerlebnis und einem außergewöhnlichen Gehäuse, das Design-Elemente von Kompaktkameras mit dem Formfaktor eines Smartphones verbindet - ähnlich wie bei den Kamera-Smartphones von Samsung oder Nokia. Zusammen mit seiner Schutzhülle aus Leder sieht das Ektra dann tatsächlich mehr aus wie eine Kamera als wie ein Handy.

Das Herzstück ist die 21-Megapixel-Kamera auf der Rückseite, die mit Blende f/2.0 und einem optischen Bildstabilisator (OIS) auch bei schlechtem Licht scharfe und schöne Fotos machen soll. Die Frontkamera schießt Fotos mit 13-Megapixel-Auflösung und Phasenerkennungs-Autofokus.

Damit liegt das Kodak Ektra ungefähr auf Augenhöhe mit dem Sony Xperia XZ, das mit 23-Megapixel-Hauptkamera und 13-Megapixel-Frontlinse ähnlich ausgestattet ist. Nettes Extra für Fotografen: Das Ektra hat einen zweistufigen Auslöseknopf, und die Kamera-App wird über ein Wählrad für verschiedene Szenen mit haptischem Feedback gesteuert.

Software-Extras

Die Anpassungen werden laut Kodak in Echtzeit übernommen, ob für HDR, verschiedene Motivprogramme wie Makro, Sport und Panorama oder beim für Porträts gut geeigneten Bokeh-Modus für schöne Unschärfe im Hintergrund. Außerdem gibt es einen manuellen Modus, ebenfalls mit Echtzeit-Anzeige, und einen Automatik-Modus, in dem die Kamera selbst die Einstellungen vornimmt.

Weitere Pluspunkte des Ektra sind laut Kodak die Night-Shot-Technologie, die bei schlechten Lichtverhältnissen mehr Licht auf den Sensor bringt, dunkle Stellen hervorhebt und Verwacklungsunschärfe reduziert, sowie ein dynamischer Fokus mit Objektverfolgung. Software-Extras wie die Bildbearbeitungs-App Snapseed sind ab Werk installiert – die Anwendung kann aber auch für andere Smartphones kostenlos aus dem Play Store heruntergeladen werden.

Technisch ist das Kodak Ektra ein durchschnittliches Smartphone mit guten Spezifikationen, ragt aber in keiner Kategorie heraus. Als Betriebssystem ist Android 6.0 Marshmallow installiert. Das 5-Zoll-LCD löst mit 1920 x 1080 Pixeln auf (Full HD), der 10-Kern-Prozessor Helio X20 taktet mit 2,3 Gigahertz, 3 Gigabyte Arbeitsspeicher stehen zur Verfügung. Der Akku hat eine Kapazität von 3000 Milliamperestunden und lässt sich über den USB-C-Anschluss schnell laden. Zur Displaytechnologie und -auflösung macht Kodak keine Angaben. In den Handel kommt das Ektra laut Kodak "Ende des Jahres" für 499 Euro.

Quelle: n-tv.de, jwa

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