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Stark wie Macbook und Surface Lenovo zeigt in Vegas neue Top-Modelle

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Das Thinkpad X1 Carbon ist Lenovos neues Notebook-Flaggschiff.

(Foto: Lenovo)

Lenovo tritt auf der CES selbstbewusst auf: Das Thinkpad X1 Carbon dient sich als Macbook-Pro-Alternative an, das Miix 720 ist ein scharfer Surface-Konkurrent. Was haben die Chinesen noch zu bieten?

Zum Jahresbeginn schaut die gesamte Technikbranche nach Las Vegas, dort findet jedes Jahr im Januar die Technikmesse CES (Consumer Electronics Show) statt. Als einer der ersten großen Hersteller präsentiert Lenovo seine Neuheiten auf der Messe. Darunter sind zwei neue Gaming-Laptops, ein Smart-Home-Lautsprecher mit Amazons Alexa und Updates für die Thinkpad-X1-Reihe und das Convertible Miix 700.

Thinkpad X1 Carbon: Starkes Profi-Notebook

Der Star der neuen Thinkpad-Familie ist das X1 Carbon, ein 14-Zoll-Notebook mit wahlweise Full-HD- oder 1440p-Auflösung, bis zu 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, Intel-Core-Prozessoren der 7. Generation und 1 Terabyte SSD-Speicher. Das neue Carbon hat zwei Thunderbolt-3-Ports (USB-C-kompatibel), zwei USB-3.0-Anschlüsse, einen HDMI-Ausgang, einen SD-Kartenleser und einen Steckplatz für eine Micro-SIM-Karte, mit der Nutzer sich ins Mobilfunknetz einwählen können. Der Akku soll 12 Stunden halten. Außerdem an Bord: Fingerabdruck-Scanner und Infrarot-Kamera, die den Rechner in Verbindung mit Windows Hello sichern.

Zum Upgrade der inneren Werte gibt’s ab sofort eine neue Gehäusefarbe: Das X1 Carbon ist nun auch in Silber erhältlich. Außerdem ist es kompakter (das 14-Zoll-Display steckt in einem 13-Zoll-Gehäuse) und mit 1,13 Kilogramm etwas leichter als der Vorgänger. Der Startpreis liegt bei 1350 Euro, ausgeliefert wird ab Februar - das X1 Carbon ist ein echter Konkurrent fürs Macbook Pro, allerdings auch zu einem ähnlichen Preis.

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Das Thinkpad X1 Yoga kann sein Displaykomplett umklappen.

(Foto: Lenovo)

Ebenfalls neu in der Thinkpad-X1-Reihe ist das Umklapp-Notebook Yoga, das sich dank drehbarem Display schnell in ein Tablet verwandelt - die Tastatur wird dann ins Gehäuse versenkt. Displayauflösung, Prozessor, Arbeitsspeicher- und SSD-Speicherausstattung teilt es sich mit dem Carbon, das höher auflösende Display mit 1440p wird zusätzlich als OLED-Variante angeboten. Im Vergleich zum Carbon gibt's einen USB-3.0-Steckplatz mehr, ein Stylus für den Touchscreen ist im Lieferumfang enthalten. Der Startpreis für das ebenfalls ab Februar erhältliche Gerät liegt bei 1500 Euro.

Komplettiert wird die Familie vom Thinkpad-X1-Tablet, das die gleiche Hardware-Ausstattung, aber nur einen Thunderbolt-3- und einen USB-3.0-Anschluss hat. Das 12-Zoll-Display löst mit scharfen 1440p auf, ein Stylus liegt dem Tablet bei. Als Zubehör gibt's ein Keyboard und ein Beamer-Modul. Das Tablet wird 1400 Euro aufwärts kosten, der Marktstart steht noch nicht fest.

Miix 720: Scharfer Surface-Pro-Konkurrent

Ähnlich wie das X1-Tablet kommt auch das Miix 720 mit einem 12-Zoll-Display. Der Clou bei dem Gerät: Wie Microsofts Surface Pro 4 ist es ein 2-in-1-Gerät, das im Handumdrehen vom Notebook zum Tablet wird. Die Displayeinheit beherbergt den 12-Zoll-QHD-Bildschirm (2880 x 1920 Pixel) und Intels Core-i7- oder i5-Prozessor sowie einen Thunderbolt-3-Port. Maximal 16 Gigabyte RAM sind an Bord, die SSD-Festplatte fasst 128, 256 oder 512 Gigabyte. Ein flexibel verstellbarer Ständer an der Rückseite sorgt für guten Stand. Der digitale Eingabestift Active Pen 2 hilft dabei, Notizen zu machen - er ist für 60 Euro erhältlich.

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Der Lenovo Smart Assistant sieht aus wie Amazons Echo.

(Foto: Lenovo)

Als Anschlüsse sind ein Thunderbolt-3-(USB-C)-, ein USB-3.0- sowie ein USB-2.0-Steckplatz verbaut, dazu ein microSD-Kartenleser, ein Audio-Anschluss sowie ein WLAN-ac-Modul. Zusammen mit dem Tastaturcover bringt das Miix 720 1100 Gramm auf die Waage, ohne wiegt es circa 780 Gramm. Mit der Tastenabdeckung misst es 14,6 Millimeter, ohne ist das Miix 720 9 Millimeter flach. Der Akku soll bis zu acht Stunden halten. Verkaufsstart ist im April 2017, Startpreis ist rund 1300 Euro.

Smart Assistant: Lenovos Echo 

Gaming-Fans dürften sich eher für die Power-Laptop-Reihe Legion interessieren. Unter dieser Marke bringen die Chinesen in Zukunft Geräte heraus, die den hohen Anforderungen von Gamern gerecht werden. Das Legion Y720 und Y520 haben i7- und i5-Prozessoren der 7. Generation an Bord, das Y720 unterstützt mit einer kräftigen Nvidia-Grafikeinheit VR-Erlebnisse.  

Mit dem zylindrischen Lautsprecher Smart Assistant bringt Lenovo schließlich einen direkten Konkurrenten zu Amazons Alexa-Röhre Echo, der nicht nur fast genauso aussieht, sondern ebenfalls die freundliche Computerhelferin an Bord hat. Größter Unterschied zu Amazons Echo soll der bessere Sound des Smart Assistant sein.

Wie beim Echo ist an der Unterseite der Lautsprecher verbaut, ein Textilbezug deckt die Öffnungen dezent ab - erhältlich sind die Farbvarianten Grau, Orange und Grün. An der Oberseite sind Kontrolltasten und Mikrofone untergebracht. Laut "Android Police" wird der Smart Assistant 130 US-Dollar kosten, eine Harman-Kardon-Variante mit besserem Klang soll 180 Dollar kosten. Offizielle Preise für den deutschen Markt gibt es noch nicht.

Quelle: n-tv.de, jwa

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