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Nur die Gauner gewinnen Lidl-Gutschein bei WhatsApp? Vorsicht!

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Lidl hat via Twitter klargestellt, dass es mit den WhatsApp-Nachrichten nichts zu tun hat und es kein Gewinnspiel gibt.

(Foto: Mimikama)

Schon wieder kursiert auf WhatsApp ein gefährlicher Kettenbrief. Diesmal gibt's angeblich einen Lidl-Gutschein zu ergattern, weil der Discounter Jahrestag feiert. Feiern tun aber ganz andere, wenn der Nutzer klickt.

Kaum hat sich die Aufregung um alarmierende Kettenbriefe gelegt, warnen die Internet-Wächter von "Mimikama" diesmal vor wirklich gefährlichen Nachrichten, die viele WhatsApp-Nutzer derzeit erhalten. Darin wird behauptet, Lidl verschenke anlässlich seines Jahrestages Gutscheine im Wert von 100, 250 oder mehr Euro. "Ich glaube, es ist ein beschränktes Angebot, Ich habe es mir schon geholt", drängelt der Verfasser den Angeschriebenen, möglichst schnell auf den eingefügten Link zu tippen.

Das ist allerdings keine gute Idee. Denn wenn der WhatsApp-Nutzer dem Link folgt, erhält er nicht den ersehnten Gutschein, sondern landet auf einer Webseite, wo er aufgefordert wird, an einer kurzen Umfrage teilzunehmen. Er soll sich beeilen, denn "wir haben nur noch 163 Geschenke." Außerdem soll er die Gutschein-Nachricht teilen und an acht Freunde schicken.

Ab jetzt wird's richtig gefährlich. Denn die letzte Etappe auf dem Weg zum Einkaufsglück ist ein Gewinnspiel. Füllt der Angeschriebene das Formular aus und schickt es ab, macht er sich zum Spam-Opfer. Denn im Kleingedruckten steht, dass er sich einverstanden erklärt, von einer "Auswahl der in der Sponsorenliste aufgeführten Firmen Werbung zu erhalten, postalisch, telefonisch, per E-Mail oder SMS. "Mimikama" weist darauf hin, dass in den meisten Fällen solche Nutzerdaten auch weiterverkauft werden. "So ein Datensatz kann dem Verkäufer schon ein paar Euro bringen."

Die Gutschein-Masche ist auf WhatsApp nicht neu. Mit dieser Methode sammelten unter anderem die Firmen Proleagion, adpublisher, red lemon media GmbH, Lead Spot Media und Planet49 Daten. Nutzer, die eine Lock-Nachricht erhalten, dürfen auf keinen Fall auf einen Link tippen, sondern löschen die Nachricht am besten. Außerdem sollten sie den Absender informieren und eventuell einen Screenshot als Beweissicherung machen, bevor sie den Eintrag entfernen.

Quelle: ntv.de, kwe