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Honor 6A im Test Lohnt sich so ein Einsteiger-Smartphone?

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Auch günstige Handys können gut aussehen, wie das Honor 6A beweist.

(Foto: kwe)

Das Honor 6A kostet nur 170 Euro und soll das ideale Smartphone für junge Einsteiger sein. Was man für so wenig Geld tatsächlich bekommt und ob sich ein Kauf lohnt, hat n-tv.de getestet.

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit waren Smartphones für deutlich weniger als 200 Euro wirklich nur zu ertragen, wenn man das Gerät lediglich für einfache Aufgaben ab und zu aus der Tasche holte. Heute leisten Mittelklasse-Handys aber schon so viel wie manche Top-Smartphones vor zwei Jahren und auch in der U-200-Liga hat sich die Qualität deutlich gesteigert. Das neue Honor 6A kostet gerade mal 170 Euro, soll aber so gut sein, dass es die doch hohen Ansprüche junger Einsteiger befriedigen kann. Ob's stimmt, hat n-tv.de getestet.

Display geht so, Leistung ausreichend

Optisch macht das günstige Smartphone durchaus was her. Es hat zwar kein Unibody-Gehäuse aus Metall, aber immerhin einen Aluminium-Deckel auf der Rückseite. Außerdem ist die Verarbeitung sehr gut und das Gerät liegt angenehm und sicher in der Hand. Einen Fingerabdrucksensor gibt's für diesen Preis aber noch nicht und Käufer des Honor 6A müssen Abstriche beim Display machen. Zwar genügt HD-Auflösung beim 5 Zoll großen Bildschirm noch für eine ausreichend scharfe Pixeldichte von 294 ppi und die Helligkeit ist okay. Doch Kontraste und Farben sind nicht allzu kräftig und seitlich betrachtet trübt das Display recht schnell ein. Außerdem fehlt eine fettabweisende Schicht, wodurch zusätzlich Schlieren den Eindruck trüben.

Technische Daten

  • System: Android 7.0, EMUI 5.1
  • Display: 5 Zoll, LCD, HD (1280x720p), 294 ppi
  • Prozessor: Qualcom Snapdragon 430, 1,4 GHz
  • Arbeitsspeicher: 2 GB
  • Interner Speicher: 16 GB
  • Kamera: 13 MP
  • Frontkamera: 5 MP
  • LTE, WLAN n, Bluetooth 4.1
  • Maße: 143,7 x 70,95 x 8,2 mm
  • Gewicht: 142 g

Was die weitere Ausstattung betrifft, gibt's beim Honor 6A aber weniger zu meckern. Qualcomms Prozessor Snapdragon 430 und 2 Gigabyte Arbeitsspeicher sind ausreichend, um im Alltag eine weitgehend flüssige Bedienung zu ermöglichen. Auch für beliebte Spiele wie "Subway Surfers" ist das Honor 6A stark genug. Etwas knausrig waren die Chinesen allerdings beim internen Speicher. Von 16 Gigabyte lassen Android 7 und Huaweis Benutzeroberfläche EMUI 5.1 gerade mal noch 7,5 Gigabyte übrig. Das reicht für eine vernünftige App-Versorgung aber noch aus und Fotos und Videos kann man auf microSD-Karten speichern.

Gute Ausdauer, vernünftige Kameras

Wichtig für Smartphones, die sich bei jüngeren Nutzern fast im Dauerbetrieb befinden, ist eine lange Laufzeit. Und das Honor 6A enttäuscht die Erwartungen nicht: Der 3020 Milliamperestunden fassende Akku hält durch die genügsame Ausstattung des Geräts und die Unterstützung durch Huaweis gelungenen Telefonmanager locker einen normalen Teenager-Tag durch - und das will schon was heißen.

Für die Preisklasse ist auch die 13-Megapixel-Kamera auf der Rückseite okay. Sie ist zwar nicht die Allerschnellste, aber so lange sie ausreichend Licht hat, macht sie hübsche Fotos. Dunklere Bereiche wirken aber etwas matschig und nach Sonnenuntergang sollte man das Knipsen besser einstellen. Ähnliches gilt für die 5-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite. Hier ist es außerdem ratsam, Selfies nicht bei Gegenlicht zu machen.

Kann man, muss man aber nicht

Alles in allem ist das Honor 6A durchaus ein gutes Einsteiger-Smartphone, bei dem vor allem die Ausdauer und das Äußere gefallen. Die Kameras sind okay und die Leistung ausreichend. Die Frage bleibt aber, ob es sich lohnt, so ein Gerät zu kaufen. Die Antwort: eher nicht. Denn für etwas mehr Geld gibt es deutlich bessere Smartphones. Beispielsweise ist das viel stärker bestückte Honor 6X nur rund 60 Euro teurer.

Einen Fingerabdrucksensor, bessere Kameras, pures Android und hochwertigere Gehäuse bieten auch schon das  Moto G5 und das Nokia 5 für knapp 180 beziehungsweise 200 Euro. Wenn man wirklich so wenig wie möglich ausgeben möchte, wartet man einfach ein bisschen - das Honor 6A dürfte bald schon für 150 Euro zu haben sein.

Quelle: ntv.de