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Sicherheitszertifikat abgelaufen Panne bei Oculus legt VR-Brillen lahm

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Die VR-Brille Rift zeigt momentan lediglich eine Fehlermeldung.

picture alliance / dpa

Nutzer, die mit dem Headset Oculus Rift in virtuelle Realitäten eintauchen wollen, kämpfen mit massiven Problemen. Ein abgelaufenes Sicherheitszertifikat macht die Verbindung zum Server unmöglich. Eine Lösung hat die Facebook-Firma noch nicht gefunden.

Die Facebook-Firma Oculus hat durch eine peinliche Panne ihre VR-Brille Rift vorläufig unbrauchbar gemacht. Da versäumt wurde, ein Sicherheitszertifikat zu verlängern, können sich die mehrere hundert Euro teuren Brillen zur Anzeige virtueller Realität seit Mittwochabend nicht mit Oculus-Servern verbinden und funktionieren nicht. Der Start der Oculus-Software führt derzeit lediglich zu einer Fehlermeldung.

Wie das Portal GameStar.com berichtet, sehen Nutzer, die in die virtuelle Realität eintauchen und dabei das Headset verwenden wollen, beim Start der Oculus-Software nur ein Fenster mit dem Fehler "Can't Reach Oculus Runtime Service". Der Hinweis darunter rate dazu, einfach etwas zu warten und es nochmal zu versuchen, da eventuell gerade ein Update installiert wird. Das allerdings ist derzeit nicht möglich, denn wie Oulus mitteilte, sei durch das abgelaufene Zertifikat der übliche Weg für Software-Updates versperrt. Die Firma erklärte, man arbeite an einer Lösung. "Wir gehen jetzt die Optionen durch", schrieb Oculus bei Twitter.

Bei playm.de heißt es, dass Nutzer eigenständig eine zumindest temporäre Lösung gefunden hätten. Das Problem könne umgangen werden, indem man die Windows-Option "Automatisch Systemdatum und Zeit festsetzen" ausschalte und das Datum manuell einige Tage zurückstelle. Oculus müsse danach noch einmal neugestartet werden.

Die Rift-Brillen werden größtenteils für Computerspiele genutzt - Oculus und der Konkurrent HTC mit seiner Brille Vive arbeiten aber daran, sie stärker in Unternehmen einzuführen. Dabei geht es zum Beispiel um Autodesign. Firmen haben bei solchen Ausfällen traditionell eine niedrigere Toleranzschwelle als private Nutzer. Facebook hatte Oculus für zwei Milliarden Dollar gekauft - und hofft auf einen Boom virtueller Realität in Bildung, Medizin sowie Reisebüros und Immobilienfirmen. Bisher blieben die High-Tech-Brillen trotz Preissenkungen ein Nischengeschäft.

Quelle: n-tv.de, jgu/dpa

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