Technik

Radio One weckt und unterhält Starkes Teufelchen für den Nachttisch

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Mit seinem schlichten, aber schicken Design passt das Teufel Radio One auf jeden Nachttisch.

(Foto: kwe)

Mit dem Radio One hat der Berliner Hersteller Teufel jetzt auch einen kleinen Radiowecker im Angebot. Im Alltagstest erweist er sich als sehr praktisch und erstaunlich klangstark.

Nicht jeder möchte einen smarten WLAN-Lautsprecher auf dem Nachttisch haben, sondern einfach einen guten Radiowecker, der Einschlafen, Aufstehen und Liegenbleiben so angenehm wie möglich macht. Für solche Nutzer hat Teufel das Radio One auf den Markt gebracht. ntv.de hat es ausprobiert.

Der erste Eindruck nach dem Auspacken ist schon mal sehr gut. Das Gerät sieht mit seiner stoffbespannten Front gut aus, das recht zeitlose Design sollte zu nahezu jeder Einrichtung passen. Auch wenn das Gehäuse nicht aus Aluminium besteht, sondern aus Kunststoff, ist die Verarbeitung hochwertig. Nichts klappert, knarzt oder quietscht, Tasten und Lautstärke-/Navigationsrad haben angenehme Druckpunkte.

Komplette Ausstattung

Für einen kompakten Radiowecker hat das Radio One recht viele Funktionen. Radio gibt es digital als DAB+ und im analogen UKW-Empfang. Dazu kann man Smartphones oder andere Geräte per Bluetooth 5.1 verbinden und das Gerät hat einen AUX-In-Eingang für den Kabelanschluss. Auf der Rückseite besitzt das Radio One auch einen USB-Eingang. An ihm kann man aber keine Zuspieler anstöpseln, die Buchse ist ein Ladeanschluss fürs Smartphone.

Die Bedienung des Radio One ist erfreulich unkompliziert. Das Prinzip, durch ein Menü per Navigationsrad zu manövrieren, kennt man, und im Gegensatz zu Erfahrungen mit so manchem Hotel-Radio kommt man bei diesem Gerät auch weitgehend ohne Handbuch klar.

Einfache Bedienung

Um Radiosender zu speichern, stehen auf der Oberseite drei Stationstasten zur Verfügung. Auf der abgeschrägten Front gibt's zwei Tasten, um Weckzeiten festzulegen, eine weitere, um den Schlaf-Timer einzustellen. Außerdem findet man hier die Tasten zu Bluetooth-Koppelung und zur Auswahl von UKW- oder DAB-Radio.

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Die Rückseite mit großer, passiver Bassmembran.

(Foto: kwe)

Ein netter Einfall des Berliner Herstellers ist einer der integrierten Wecktöne, der das Glockenspiel der Gedächtniskirche zum Vorbild hat, die einen Steinwurf vom Headquarter im Bikini-Haus steht. Weckzeit und Weckton/-quelle kann man programmieren, nachdem man eine der beiden Tasten länger drückt. Kennt man, versteht man.

Das Display mit Uhrzeit und Infos ist gut ablesbar, aber nicht aufdringlich. Die Leuchtstärke kann man automatisch regeln lassen oder individuell einstellen.

Starker Klang

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Das Innenleben des Radio One.

(Foto: Teufel)

Das ist alles schön und gut, aber noch nichts Besonderes. Teufel will sich von der Konkurrenz durch den Klang absetzen. Der Hersteller bewirbt das Gerät daher als Hifi-Radio, was für dessen Größe von gerade mal 24 x 9 x 8 Zentimeter recht mutig ist.

Doch Teufel liefert. Der Klang ist für einen kompakten Radiowecker ausgezeichnet. Der Sound ist klar, detailreich und überrascht mit einem relativ kräftigen Bass, der nicht nur Musik die nötige Tiefe gibt, sondern auch den Stimmen von Radiosprecherinnen und -sprechern eine angenehme Wärme verleiht.

Dazu hat das Gerät neben zwei 55-Millimeter-Breitbandlautsprechern auf der Rückseite eine große passive Bassmembran, deren Arbeit man deutlich spüren kann. Und Teufel setzt auch bei seinem kleinsten Radio seine Dynamore-Technik ein, die den eng beieinander sitzenden Lautsprechern eine deutlich breitere Stereobühne verleihen.

Der feine Ton macht den Unterschied

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Die Lautstärke kann kräftig aufgedreht werden, wenn man in der Laune dazu ist. Das Radio One scheppert auch dann nicht, sondern behält seinen klaren Klang. Allerdings ist der Bass so kräftig, dass das Gerät trotz Gummifüßen über glatte Oberflächen wandern kann. Als sehr guter Antrieb hat sich hier beispielsweise "Bug Powder Dust" von Bomb The Bass herausgestellt.

Funktionell ist das Radio One bestens ausgestattet, aber das alleine würde nicht seinen doch ziemlich hohen Preis von knapp 170 Euro rechtfertigen. Der ausgezeichnete Klang macht den Unterschied, und der ist sehr wichtig, wenn man jeden Morgen dazu aufwacht oder nachts in den Schlaf gespielt werden möchte.

Quelle: ntv.de

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