Technik

Laptop-Ersatz für 99 Dollar Superbook macht das Handy zum PC

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Mit dem Superbook wird das Smartphone zum Android-Laptop.

(Foto: Andromium)

Je mehr Smartphones leisten können, desto überflüssiger werden Computer. Das Superbook verbindet beides: Es sieht aus wie ein Laptop, nutzt die Rechenpower des Handys und ist viel günstiger.

Aktuelle Smartphones sind kraftvolle kleine Rechenmaschinen, die oft mehr drauf haben als ein einige Jahre alter Desktop-PC und dabei trotzdem locker in die Hosentasche passen. Ein zusätzlicher Rechner zu Hause lohnt sich da für manche Nutzer kaum noch - es sei denn, sie legen Wert auf den Komfort eines großen Bildschirms und einer physischen Tastatur. Das Superbook von Andromium wählt den Mittelweg. Die Idee dahinter: Die Rechenkraft eines Smartphones wird mit einem Laptop-Gehäuse inklusive Akku kombiniert - heraus kommt ein vollwertiger Computer mit Android-System.

Ganz neu ist die Idee nicht, mit der die Macher des Superbooks aktuell bei der Crowdfunding-Plattform Kickstarter um Unterstützer werben. Populärstes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist wohl Microsofts Continuum, das einen nahtlosen Übergang vom Smartphone zum Desktop-PC ermöglichen soll. Und mit dem HP Elite x3 gibt es bereits ein leistungsstarkes Business-Smartphone, das mit passender Notebook-Erweiterung angeboten wird. Doch das Superbook hat einen entscheidenden Vorteil: Es ist nicht an ein bestimmtes Smartphone gebunden und kostet mit 99 Dollar Startpreis wesentlich weniger als HPs Profi-Duo.

Einen Nerv getroffen

Die Idee ist simpel und bestechend: Das Smartphone stellt seine Prozessor- und Grafikleistung, interne Dateien und Apps sowie WLAN, Bluetooth oder mobiles Netz zur Verfügung, das Superbook steuert als Notebook-Gehäuse Display, Tastatur, Trackpad und Akku bei. Verbunden werden beide Geräte mit einem handelsüblichen USB-Kabel. Erforderlich sind mindestens Android 5.0, 1,5 Gigabyte Arbeitsspeicher und USB-OTG-Unterstützung.

Um die Android-Oberfläche des Smartphones auf dem Desktop ansprechend darstellen zu können, haben die Macher eine passende App programmiert. Der integrierte Akku soll 8 bis 10 Stunden durchhalten können und dabei gleichzeitig das Smartphone laden.

Damit scheinen die Macher von Andromium einen Nerv getroffen zu haben. Das Finanzierungsziel von 50.000 Dollar erreichte das Projekt in Windeseile, 25 Tage vor Ende der Kampagne sind schon über 800.000 Dollar zusammengekommen. Je mehr Geld im Topf landet, desto mehr Upgrades sind geplant: Aktuell verspricht Andromium einen dickeren Akku für 10 Stunden Laufzeit. Wenn ein Million Dollar erreicht werden, soll es für 30 Dollar Aufpreis eine Variante mit Full-HD-Display geben.

Quelle: n-tv.de, jwa

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