Technik

Mesh für komplizierte Wohnungen TP-Link Deco P7 bringt WLAN in jede Ecke

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Ein TP-Link Deco P7 ist etwa so groß wie ein Rauchmelder.

(Foto: kwe)

Das TP-Link Deco P7 ist ein Mesh-System für Wohnungen, in denen eine reine Funk-Übertragung an zu vielen Mauern oder langen Strecken scheitert. Denn seine Stationen können WLAN und Powerline gleichzeitig nutzen.

Sogenannte Mesh-Netzwerke werden zunehmend auch in den eigenen vier Wänden zum Standard. Die Vorteile der Technik liegen auf der Hand: Über mehrere Empfangsstationen bleibt der WLAN-Name (SSID) gleich und ein Gerät wird automatisch immer mit dem stärksten Zugangspunkt verbunden, wenn man sich durch die Wohnung bewegt. Ein interessantes Mesh-System ist das TP-Link Deco P7, da seine Stationen eine Internet-Verbindung sowohl über WLAN als auch über Stromleitungen (Powerline) herstellen können. n-tv.de hat es ausprobiert.

Kinderleichte Einrichtung

Die mitgelieferte Schnellanleitung ist äußerst knapp gehalten. Im Prinzip wird darin nur auf die App verwiesen, mit der man das System einrichten kann. Tatsächlich benötigt man auch nicht mehr, die Anwendung führt den Nutzer einfach, verständlich und in kurzer Zeit ans Ziel. Man verbindet die erste Station per LAN-Kabel mit dem Router und fügt dann die weiteren hinzu. Insgesamt kann man bis zu zehn P7-Geräte einbinden.

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Man kann Geräte auch mit einem LAN-Kabel anschließen.

(Foto: kwe)

Die größte Schwierigkeit dürfte hier sein, einen Platz mit Steckdose zu finden, da eine Wandaufhängung für die Stationen fehlt. Außerdem sollte man darauf achten, dass das TP-Link-Gerät einen Anschluss ganz für sich alleine hat. Denn der Clou am Deco-P7-System ist, dass die Satelliten eine Internetverbindung zur Basis-Station am Router nicht nur per WLAN herstellen, sondern zusätzlich via Powerline, also über die Stromkabel.

Powerline vergrößert Distanz

Das kann in der Praxis einen wichtigen Unterschied ausmachen. So waren in der Redaktion von n-tv.de drei Räume von der Basisstation entfernt über knapp 18 Meter noch Download-Geschwindigkeiten von rund 200 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich. Eine WLAN-Verbindung alleine hätte diese Distanz durch drei Rigipswände hindurch kaum überbrücken können. In einer Umgebung mit weniger Störquellen dürfte sich ein noch besserer Wert erzielen lassen.

Laut TP-Link sollen Geschwindigkeiten bis zu 867 Mbit/s bei einer 5-Gigahertz-Verbindung zur Basisstation möglich sein. In der Redaktions-Realität erreichte das TP-Link Deco P7 unter den besten Bedingungen einen durchschnittlichen Datendurchsatz von etwa 350 Mbit/s. Das kann sich sehen lassen. Die Übergabe zwischen den Stationen klappte dabei gut und ohne größere Verzögerung.

Virenschutz an Bord

Erfreulich ist auch, was Nutzer in der App sonst noch finden. So kann man hier eine Kindersicherung einrichten, Geräten oder Anwendungen Vorrang bei der Datennutzung einräumen und WPS-Verbindungen starten. Außerdem gibt es einen integrierten Virenschutz von Trend Micro, für den im Kaufpreis eine 3-Jahres-Lizenz enthalten ist. Das ist vor allem im sogenannten Internet der Dinge interessant, wo Geräte oft völlig ungeschützt online gehen.

Die App ist dabei sehr übersichtlich gestaltet und auch Nutzer ohne Erfahrung sollten ihr Netzwerk damit gut im Griff haben. Einziger Kritikpunkt: Tippt der Nutzer die Hilfe an, wird er mit einer schrägen Mischung aus Deutsch und Englisch konfrontiert.

Gut und preiswert

Insgesamt ist das TP-Link Deco P7 eine sehr interessante Lösung, um ein Mesh-WLAN-Netz in der eigenen Wohnung zu spannen. Es ist schnell eingerichtet, einfach zu bedienen und die Datenraten sind gut. Auch der Preis ist in Ordnung: Das Dreier-Set bekommt man online für rund 200 Euro, das Doppel-Pack für kleinere Wohnungen für etwa 150 Euro.

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Quelle: n-tv.de

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