Technik
Der Messengerdienst Telegram wurde in Russland von den Behörden blockiert.
Der Messengerdienst Telegram wurde in Russland von den Behörden blockiert.(Foto: REUTERS)
Samstag, 02. Juni 2018

Nutzer erhalten wieder Updates: Telegram und Apple auf Versöhnungskurs

Auf die Forderung Russlands, Telegram-Updates zu blockieren, ist Apple offenbar nicht eingegangen. Nutzer mit Apple-Geräten erhalten nun doch die neueste Version des Messengers. Telegram-Chef Pawel Durow dankt Tim Cook sogar persönlich.

Telegram und der Apple-Konzern haben ihren Streit um ein Update offenbar beigelegt. Telegram-Chef Pawel Durow dankte Apple und dessen Chef Tim Cook bei Twitter dafür, dass Millionen Nutzer "trotz der jüngsten Rückschläge" nun die neueste Version erhalten könnten.

Datenschutz

Der beliebte Messengerdienst Telegram wurde in Russland von den Behörden blockiert, nachdem der Online-Dienst den russischen Geheimdiensten die Entschlüsselung privater Chats verweigert hatte.

Am Donnerstag warf Telegram Apple vor, weltweit Updates für seinen Dienst zu blockieren. Die russischen Behörden hatten Apple am Montag aufgefordert, Push-Mitteilungen für russische Telegram-Nutzer zu unterdrücken; das hätte den Dienst ungleich unattraktiver gemacht. Zudem forderten sie Apple auf, die Telegram-App in Russland aus dem Angebot zu nehmen.

Die Telegram-Sperrung wird in Russland jedoch häufig umgangen - unter anderem durch verschlüsselte VPN-Verbindungen oder sogenannte Proxys. Telegram wird gern von Gegnern des russischen Präsidenten Wladimir Putin für Mitteilungen benutzt oder um Protestaktionen zu koordinieren.

Die Brüder Pawel und Nikolai Durow gründeten Telegram im Jahr 2013. Seitdem wuchs die Zahl der Nutzer weltweit auf mehr als 200 Millionen.

Quelle: n-tv.de