Technik

Voller Klang für Fernseher Teufel Cinebar Lux ist eine starke Soundbar

Teufel Cinebar Lux Test.jpg

Die Teufel Cinebar Lux ist eine kleine Hochleistungs-Soundbar.

(Foto: kwe)

Die Cinebar Lux von Teufel ist eine schlanke, Multiroom-fähige Soundbar, die auch ohne Subwoofer großen Klang am Fernseher liefern soll. Sogar 3D-Sound verspricht der Berliner Hersteller. Ob er nur große Töne spukt oder tatsächlich abliefert, hat n-tv.de ausprobiert.

Die Teufel Cinebar Lux ist ziemlich zierlich dafür, was alles in ihr steckt. Insgesamt hat der Berliner Hersteller im 114 x 13,5 x 7,5 Zentimeter hohem Gehäuse zehn Breitband-Lautsprecher, zwei Hochtöner und vier passive Bassmembranen inklusive neun Endstufen untergebracht. Damit soll die schlanke Soundbar nicht nur gleich gut oder sogar besser als größere Geräte klingen, sondern auch noch einen Subwoofer überflüssig machen, 3D-Klang erzeugen und als Multiroom-fähiger Musik-Unterhalter überzeugen. n-tv.de hat ausprobiert, ob Teufel da nicht etwas zu viel verspricht.

Gelungenes Design

Das Design der Cinebar Lux ist gut gelungen, ihr Äußeres macht in der Kombination aus robustem Kunststoff, Gewebe und gebürstetem Aluminium einiges her. Und die leicht schräg verlaufenden Seiten bieten nicht nur akustische Vorteile, sie sehen auch gut aus. Weil die Cinebar Lux nur 7,5 Zentimeter hoch ist, passt sie normalerweise vor jeden Fernseher, außerdem kann man sie an die Wand schrauben. Hingucker ist ein LED-Display an der Vorderseite, das unter anderem die Sound-Quelle anzeigt. Wenn sie stört, kann man sie dimmen oder ganz ausschalten. Zur Not kann man auch die wichtigsten Einstellungen über Tasten auf der Oberseite der Soundbar vornehmen.

CinebarLUX_Explosion_018.png

Da steckt ganz schön viel drin.

(Foto: Teufel)

Die Einrichtung der Cinebar Lux ist mit der zugehörigen Teufel-Raumfeld-App schnell erledigt. Idealerweise verbindet man die Soundbar per HDMI mit dem Fernseher, notfalls steht aber auch ein optischer Eingang zur Verfügung. Im Test kam die Cinebar Lux an einem Samsung QE55Q7F zum Einsatz, der wie viele andere modernere Geräte einen HDMI-ARC-Eingang hat.

Nutzt man für die Soundbar diese Verbindung, benötigt man deren schicke Aluminium-Fernbedienung eigentlich nur noch, um den Klang einzustellen. Den Rest übernimmt die TV-Fernbedienung. Die Cinebar Lux schaltet sich automatisch mit dem Fernseher aus und ein und geht nach einer Weile ohne Beschäftigung selbstständig in den Ruhezustand.

Erstaunlich guter Raumklang

Um den Klang zu testen, hat n-tv.de ferngesehen, über angeschlossene Konsolen gezockt sowie Filme, Serien und Musik gestreamt. Dabei hat man die Wahl zwischen den drei Modi Neutral, Sprache und Nachtmodus. Meistens kam in Test die zusätzliche 3D-Einstellung zum Einsatz, die Teufel "Dynamore" getauft hat. Dabei verarbeiten Algorithmen ein 5.1-Signal um einen Raumklang zu erzeugen, der normalerweise nur mit Satelliten-Lautsprechern möglich wäre.

Teufel Cinebar Lux Test-4.jpg

Die Soundbar passt gut zu 55-Zoll-Fernsehern.

(Foto: kwe)

Das gelingt der Teufel-Soundbar ziemlich gut, vor allem, wenn das Zusammenspiel mit den Wänden perfekt klappt, da zwei der Breitband-Töner in den schräg nach vorne gerichteten Seiten sitzen und zwei nach oben strahlen. Den Rest erledigen an der Front je zwei Breitband-Wandler pro Front-Kanal (Links, Mitte, Rechts) und die beiden Hochtöner. Sogar aus einfachen Stereosignalen holt die Dynamore-Technik einen annehmbaren Raumklang heraus. Dolby Atmos unterstützt die Cinebar Lux allerdings nicht.

Starke Bässe, deutliche Stimmen

Beachtlich ist, wie transparent der Klang dabei bleibt und sich die vielen Wandler auf kleinem Raum nicht in die Quere kommen. Die Höhen sind klar und liefern viele Details, die Mitten wohl dosiert und klar definiert. Dazu liefert die Cinebar Lux wie versprochen durch die vier Bassmembranen sehr ordentliche Tiefen, die in den meisten Fällen einen zusätzlichen Subwoofer nicht vermissen lassen. Immerhin kommt die Teufel-Soundbar auch alleine schon bis auf 45 Hertz runter. Vor allem in Mehrfamilienhäuser, wo man einen Sub ohnehin nicht richtig ausreiten kann, ohne Ärger mit den Nachbarn zu bekommen, findet die Cinebar Lux ein passendes Zuhause.

Um den guten Klang zu hören, muss man die Lautstärke nicht erhöhen, die Teufel-Soundbar beherrscht die leisen Töne. Das gilt auch für Stimmen, die deutlich zu verstehen sind, was vor allem angenehm ist, wenn man Filme oder Serien im Original schaut. Das liegt vor allem an den beiden mittigen Breitband-Lautsprechern, trotzdem sind Dialoge auch gut verständlich, wenn man nicht zentral vor dem Fernseher sitzt. Den Stimmen-Modus muss man dafür eigentlich nicht aktivieren, manchmal ist er aber hilfreich.

cinebar-lux-white-back.jpg

Für die Wandmontage benötigt man keine spezielle Halterung.

(Foto: Teufel)

Schließlich gefällt die Teufel-Soundbar auch als Musik-Lautsprecher, wobei man den neutralen Modus wählen sollte. Dabei kann man sie als WLAN-Speaker alleine oder im Multiroom-Verbund einsetzen und Musik streamen. Geräte lassen sich aber auch über Bluetooth oder die Klinkenbuchse verbinden.

Nicht günstig, aber ihr Geld wert

Mit einem Preis von 800 Euro ist die Cinebar Lux kein Schnäppchen, aber durch ihren tollen Klang und die Vielseitigkeit bietet sie trotzdem ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Und wenn sie alleine doch nicht ausreicht, weil man vielleicht in eine größere Wohnung oder ein Haus ohne direkte Nachbarn umgezogen ist, kann man an die Soundbar auch zusätzlich Satelliten-Lautsprecher und einen Subwoofer anschließen. Teufel bietet passende Bassboxen ab rund 300 Euro an, zwei Satelliten gibt's für 400 Euro.

ANZEIGE
Teufel Cinebar Lux Weiß Soundbar Dynamore 3D Musikstreaming Bluetooth
EUR 799,99
*Datenschutz

 

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema