Technik

Da sollen Nutzer durchblicken? USB 3.2 macht die Verwirrung komplett

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(Foto: imago/ZUMA Press)

Als wäre die Verwirrung um die Bezeichnungen der verschiedenen USB-Generationen nicht schon groß genug, werden die Schnittstellen jetzt erneut umbenannt. Ab sofort ist irgendwie alles USB 3.2 oder SuperSpeed und Kunden verstehen endgültig nur noch Bahnhof.

Das USB Implementers Forum hat beim Mobile World Congress (MWC) in Barcelona bekannt gegeben, dass mit der Einführung von USB 3.2 alle vorangegangenen USB-Generationen umbenannt werden. Die Logik scheint dabei völlig auf der Strecke geblieben zu sein, zumindest wenn man als Ziel gehabt haben sollte, Nutzer schnell und einfach zu informieren.

Schon jetzt ist es für Käufer eines Computers kaum erkenntlich, welchen USB-Standard die Eingänge des Geräts unterstützen. Die Bauart der Buchse selbst sagt wenig darüber aus. Auch ein moderner USB-C-Anschluss bedeutet noch lange nicht, dass sich dahinter eine Schnittstelle der jüngsten Generation befindet. Was früher USB 3.0 hieß, wurde mit der Einführung von USB 3.1 in USB 3.1 Gen 1 (1. Generation) umbenannt.

Der Nutzer kann nur erkennen, was ihm verkauft wird, wenn neben der Buchse ein "SS" für "SuperSpeed" oder ein "SS" mit dem Zusatz 10 für "SuperSpeed Plus" steht. Der Unterschied ist erheblich, mit einer maximalen Übertragungsrate von 5 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) ist das umbenannte USB 3.0 nur halb so schnell wie das neue USB 3.1 mit 10 Gbit/s.

Von USB 3.0 zu USB 3.2

Mit der Einführung von USB 3.2 wird es noch verwirrender. Denn jetzt wird USB 3.1 Gen 1, das vorher USB 3.0 hieß zu USB 3.2 Gen 1. Das doppelt so schnelle USB 3.1 der zweiten Generation heißt ab sofort USB 3.2 Gen 2. Das wirklich neue USB 3.2, das theoretisch eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Gbit/s erreicht, erhält den Zusatz Gen 2x2. Zumindest dies ergibt Sinn, denn bei der Schnittstelle werden Daten über zwei Leitungen übertragen. Für USB 3.2 Gen 2x2 ist ein USB-C-Anschluss zwingend erforderlich, USB-A unterstützt nur die vorangegangenen Generationen.

Im Marketing sollen laut "Computerbase" alle 3er-Generationen nur noch als SuperSpeed USB bezeichnet werden. Zur Unterscheidung gibt es bei den beiden jüngeren Schnittstellen die Zusätze 10 Gpbs (Gbit/s) und 20 Gbps. Theoretisch könnte man so die USB-Eingänge eindeutig kennzeichnen, doch voraussichtlich wird künftig auf Verpackungen nur groß USB 3.2 stehen, wie es bereits nach der Einführung von USB 3.1 der Fall war. Kunden müssen also wahrscheinlich sehr genau hinsehen, um im Kleingedruckten die Generation oder die Übertragungsgeschwindigkeit zu finden.

Quelle: n-tv.de, kwe

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