Technik

Nervig und irreführend Werbe-Pop-ups im Smartphone loswerden

Werbe-Pop-up

Von wegen gewonnen: Diese Werbe-Pop-ups nerven einfach nur.

(Foto: jwa)

Falsche Gewinnmitteilungen, Sicherheitswarnungen, Angebote, Gutscheine: Unerwünschte Smartphone-Werbung nervt. Das gilt besonders, wenn Banner das ganze Display blockieren. Mit ein paar Schritten wird man sie aber oft wieder los.

Werbung im Netz ist so eine Sache - bei kostenlosen Angeboten dient sie zur Finanzierung, denn irgendwie müssen die Website-Betreiber ja Geld verdienen. Was aber gar nicht geht, sind aggressive Werbe-Pop-ups, die in Begleitung eines Vibrationsalarms das ganze Smartphone-Display blockieren und oft kein Zurück mehr auf die vorige Seite erlauben. Wer plötzlich so ein einnehmendes Werbebanner vor sich hat, sollte richtig reagieren: Nicht in Panik verfallen und besonnen handeln, vor allem aber nichts antippen und keinerlei persönliche Daten in irgendwelche Eingabefelder eintragen, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Oft lauern Adressensammler hinter solchen Pop-ups, die etwa frei erfundene Gewinn-Nachrichten enthalten. Sie haben es auf die Kontaktdaten der Nutzer abgesehen und geben diese dann an Werbenetzwerke weiter. Oder es sind halbseidene Firmen, die fortan per Mobilfunkrechnung ungewollte Abos abrechnen. Um dieser Gefahr vorzubeugen, sollten Nutzer vorsorglich die sogenannte Drittanbietersperre beim Provider aktivieren lassen, die solche Abrechnungen verhindert. Ist man erstmal in die Falle getappt, ist es oft nervig und zeitaufwändig, das Abzocker-Abo zu kündigen und sein Geld zurückzufordern.

Cookies und notfalls Daten löschen

Aber auch ohne Abo-Falle nervt die penetrante Werbung, die es offenbar auf Nutzer abgesehen hat, die einen Link bei Facebook oder Twitter angeklickt haben, wie "heise.de" în einem ausführlichen und lesenswerten Stück über dieses "Lehrstück der Nutzermanipulation" berichtet. Die Website gibt auch gleich Entwarnung: "Bei unseren Stichproben konnten wir keine unmittelbare Schadwirkung der Pop-Ups feststellen: Sie nerven – mehr passiert allerdings nicht." Noch nicht.

Die gute Nachricht: Meist lassen sich die Pop-ups vorübergehend durch Löschen des Cache-Speichers des genutzten Browsers entfernen. Das funktioniert bei Android-Geräten etwa, indem man in den Einstellungen unter Apps den jeweiligen Browser aufruft, auf "Cache leeren" tippt und anschließend direkt in den Browser-Einstellungen die Cookies löscht. Bei dieser Gelegenheit sollte man falls möglich auch gleich einstellen, dass keine Cookies von Drittanbietern akzeptiert und alle Cookies beim Beenden des Browsers gelöscht werden.

Ist die Werbung danach immer noch da, sollte man dort, wo man zuvor "Cache leeren" angetippt hat, nun auch "Daten löschen" auswählen. Achtung: Die Browser-App wird dadurch quasi auf den Werkszustand zurückgesetzt. Offene Tabs, gespeicherte Log-Ins werden entfernt und müssen neu eingegeben werden. Die Website "Mimikama" rät laut heise dazu, den internen Browser von Diensten wie Facebook und Twitter zu deaktivieren, da die Nerv-Pop-ups vor allem dann auftreten, wenn Nutzer Websites über eingebundene Links anschauen wollen.

Quelle: n-tv.de, jwa/dpa

Mehr zum Thema