Technik

Großer TV-Auftritt Windows-10-Info stört Wetterbericht

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Lustige Pop-up-Panne: Upgrade-Hinweis auf Windows 10 statt Regenradar.

(Foto: KCCI)

TV-Zuschauer eines US-Nachrichtensenders staunen nicht schlecht, als sie statt der Regenvorhersage ein riesiges Pop-up-Fenster auf dem Bildschirm sehen. Es ist der Hinweis, der weltweit viele Windows-Nutzer extrem nervt.

Windows 10 hat laut Netmarketshare nach neun Monaten einen weltweiten Marktanteil von 14,5 Prozent erobert. Das ist durchaus beachtlich und Projektleiter Gabe Aul verkündete in einem Blogpost kürzlich, Windows 10 sei mit inzwischen mehr als 270 Millionen Nutzern das am rasantesten wachsende Windows aller Zeiten. Aber Microsoft geht es offenbar noch nicht schnell genug, vor allem was die Upgrades von Windows 7 betrifft. Denn immer noch läuft auf mehr als der Hälfte aller PCs das bald sieben Jahre alte Betriebssystem. Damit sich das ändert, empfiehlt Microsoft Nutzern unter anderem mit nervigen Pop-up-Infos, das Upgrade durchzuführen.

Wann die Hinweise aus der Taskleiste nach oben schießen, ist nicht vorhersehbar. Das musste jetzt auch ein Nachrichtensender im US-Bundesstaat Iowa feststellen: Als die Moderatorin der Wettervorhersage die Regen-Karte für die kommenden zwölf Stunden präsentierte, zeigte ihre Hand plötzlich nicht mehr auf Wolkenfelder, sondern auf ein riesiges Fenster mit Microsofts Upgrade-Aufforderung.

Hinweise unterbinden

Die Wetterfee reagierte sehr charmant und überspielte die Panne souverän. Damit sie dies nicht erneut tun muss, sollten ihre Techniker der Pop-up-Drängelei ein Ende bereiten. Am einfachsten wäre es, den Rat zu befolgen und Windows 10 zu installieren. Von Datenschutz-Bedenken bis zu nicht kompatibler Soft- und Hardware gibt es aber manchmal gute Gründe, dies nicht zu tun.

Zunächst sollten dann in den Einstellungen automatische Updates deaktiviert werden, Microsoft stellt dazu selbst eine ausführliche Anleitung zur Verfügung. Zusätzlich kann man das kleine Programm entfernen, das verantwortlich für das weiße Upgrade-Icon in der Taskleiste und für Pop-up-Meldungen ist. Dazu gibt es im Netz zahlreiche mehr oder weniger komplizierte Anleitungen. Man kann aber auch dem kostenlosen Tool GWX Control Panel die Arbeit überlassen. Eine Garantie, dass Microsoft nicht andere Wege für die Hinweise findet, gibt es allerdings nicht.

Quelle: ntv.de, kwe