Technik
Das Zenfone 5z hat wie das iPhone X eine "Scharte" für Sensoren und Frontkamera im Display.
Das Zenfone 5z hat wie das iPhone X eine "Scharte" für Sensoren und Frontkamera im Display.(Foto: kwe)
Dienstag, 27. Februar 2018

Asus schnürt dickes Paket: Zenfone 5z bietet viel zum kleinen Preis

Von Klaus Wedekind, Barcelona

Dass Asus tolle Notebooks bauen kann, ist bekannt, weniger, dass es auch sehr gute Smartphones verkauft. Mit dem neuen Zenfone 5 und vor allem dem 5z soll sich das ändern. Die Geräte bieten starke Hardware zu sehr fairen Preisen.

Als einer der letzten Hersteller hat Asus beim Mobile World Congress seine neuen Smartphones vorgestellt. Aber das Zenfone 5 und das Zenfone 5z sind trotzdem zwei Android-8-Highlights der Handy-Messe in Barcelona.

Scharte und Doppelkamera

Die Hardware ist gut bis sehr gut: Beide Geräte haben einen 6,2 Zoll großen Bildschirm (LCD) mit 2246 x 1080 Pixeln (Full HD+). Die Displays machen einen guten Eindruck, können hell leuchten und bieten schöne Farben und Kontraste. Wie bei den meisten neuen Smartphones haben die Bildschirme das Format 18:9 und füllen nahezu die gesamte Vorderseite aus. Da Sensoren und Frontkamera in einer Aussparung untergebracht sind, erinnern die Geräte optisch an das iPhone X, sie können allerdings keine 3D-Scans von Gesichtern machen.

Die zweite Kamera hat ein Superweitwinkel-Objektiv.
Die zweite Kamera hat ein Superweitwinkel-Objektiv.(Foto: kwe)

Auf der gläsernen Rückseite befinden sich der Fingerabdrucksensor und eine Doppel-Kamera. Sie besteht aus einer 12-Megapixel-Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung, die durch eine Superweitwinkel-Kamera (120 Grad) ergänzt wird, die Bilder mit 8 Megapixeln macht. Auf der Vorderseite sitzt eine 8-Megapixel-Kamera. Wie gut die Qualität der Fotos tatsächlich ist, wird erst ein ausführlicher Test ergeben, aber der erste Eindruck ist durchaus positiv.

"Künstliche Intelligenz" unterstützt

Interessant an der Doppelkamera ist auch, dass Asus die KI-Fähigkeiten der Qualcomm-Prozessoren nutzt, um Motive zu erkennen und die Einstellungen automatisch anzupassen. Die Kamera soll dabei sogar die Vorlieben des Nutzers analysieren können. Auch hier muss man abwarten, wie wirksam dieses Feature ist.

"Künstliche Intelligenz" wird laut Asus auch für weitere unterstützende Funktionen genutzt. So erkennt das Smartphone Nutzer-Prioritäten und verteilt entsprechend die Ressourcen. Das Display bleibt aktiv, so lange es betrachtet wird und das Zenfone passt neben der Helligkeit auch selbstständig die Farbbalance an. Die Lautstärke von Klingeltönen wird automatisch erhöht oder reduziert, die Ladeleistung situationsbedingt angepasst und Fotos automatisch gruppiert. Inwieweit das alles echte KI-Funktionen sind, sei dahingestellt, nützlich sind sie jedenfalls.

Deutliche Unterschiede gibt es zwischen den Modellen bei Hardware-Ausstattung und Preis. Das Zenfone 5z hat für eine unverbindliche Preisempfehlung von 600 Euro Qualcomms stärksten Chip Snapdragon 845, satte 128 Gigabyte internen Speicher (ROM) und 8 Gigabyte Arbeitsspeicher (RAM) an Bord. Das einfachere Gerät bietet für 400 Euro immerhin noch den guten Mittelklasse-Prozessor Snapdragon 636, 64 Gigabyte ROM und 4 Gigabyte RAM. Bei beiden Geräten können microSD-Karten eingesteckt werden und der Akku hat eine mehr als ordentliche Kapazität von 3300 Milliamperestunden.

Quelle: n-tv.de