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Lightning hat ausgedient iPhones sollen doch USB-C-Buchsen erhalten

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Wird man im kommenden Jahr iPhones mit einem Android-Ladekabel auftanken können?

(Foto: kwe)

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Der bekannteste Apple-Analyst sagt voraus, dass die iPhones im kommenden Jahr mit USB-C-Anschlüssen kommen werden. Der Hersteller beugt sich damit nicht unbedingt dem Willen der EU, sondern akzeptiert wahrscheinlich einfach, dass die veraltete Lightning-Buchse nicht mehr mithalten kann.

2009 einigte sich die EU mit 13 führenden Smartphone-Herstellern auf den gemeinsamen Stecker-Standard Mikro-USB, unter anderem, um Elektromüll zu reduzieren. Außer Apple machten alle mit. Dann kam USB-C, was inzwischen bei allen Android-Geräten Standard ist.

Nur die iPhones haben nach wie vor einen Lightning-Anschluss, und daran soll sich auch in diesem Jahr nichts ändern. Doch schrieb jetzt Ming-Chi Kuo gleich zweimal innerhalb weniger Tage, er erwarte, dass Apple im kommenden Jahr auch seine Smartphones mit USB-C ausstatten wird.

Der treffsichere Analyst mit exzellenter Kenntnis von Lieferketten twitterte vergangene Woche, Apple könne so die Übertragungs- und Ladegeschwindigkeiten der Geräte verbessern. Am Sonntag ergänzte Kuo, ein iPhone ganz ohne Anschluss, wie er es seit 2019 angekündigt hatte, könnte mehr Probleme verursachen. Die drahtlose Technologie habe noch zu große Einschränkungen und Apples MagSafe-Ökosystem sei noch unausgereift. Außerdem twitterte der Analyst, andere Lightning-Geräte wie AirPods, Magic Keyboard, Trackpad oder Magic Mouse würden in naher Zukunft ebenfalls auf USB-C umgerüstet werden.

Ein weiterer Grund für Apples Umdenken könnte auch die immer konkreter werdende EU-Richtlinie zu einem einheitlichen USB-Ladegerät sein. Allerdings könnte eine Pflicht zur Umsetzung noch einige Jahre entfernt sein. Beobachter rechnen damit nicht vor 2024, einige sogar nicht vor 2026.

Zu langsam für die Zukunft

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Die proprietäre Schnittstelle löste bereits vor fast zehn Jahren mit dem iPhone 5 den zuvor verwendeten breiten 30-poligen Anschluss ab. Das war damals revolutionär, doch heute ist der Anschluss veraltet und auf USB-2-Niveau stehengeblieben, das Datenübertragungen von bis zu 480 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zulässt.

An USB-C-Buchsen sind dagegen schon bis zu 40 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) möglich, wobei die schnellste Schnittstelle Thunderbolt sogar von Apple mitentwickelt wurde. Gerüchten zufolge könnten die Ingenieure beim kommenden iPhone 14 noch etwas mehr aus Lightning herauskitzeln, aber besonders für hochauflösende Videoaufnahmen wird das auf Dauer nicht reichen.

Quelle: ntv.de

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