Düstere Zukunft der Kernenergie"Atomkraft ist eine aussterbende Spezies"Der französische Präsident Macron verspricht seiner Nation eine "Renaissance der Atomkraft". Dabei scheinen weder alte noch neue Kernkraft-Technologien zuverlässig verfügbar. Die Ursache? Unter anderem ein System aus Korruption und Kriminalität, sagt Atomkraftexperte Mycle Schneider im Gespräch mit ntv.05.05.2022
56 unzuverlässige ReaktorenFrankreich - Atomnation mit StromproblemNur wenige Länder sind so gut auf eine Energieversorgungskrise vorbereitet wie Frankreich. 18 Kernkraftwerke erzeugen zuverlässig und unabhängig Strom - in der Theorie. Tatsächlich fällt ein Großteil der Kapazität regelmäßig aus. Vor allem das Alter der Meiler verursacht Probleme.04.05.2022Von Christian Herrmann
Viele Fragen zu AKW-BetriebRussland schickt Spezialisten nach SaporischschjaSeit dem 4. März ist Saporischschja, Europas größtes Atomkraftwerk, in russischer Hand. Immer noch arbeiten dort ukrainische Angestellte, inzwischen unter Aufsicht russischer Spezialisten. Die Internationale Atomenergiebehörde berichtet von "unglaublichem Druck", unter dem die Mitarbeiter stehen. 30.04.2022
Verlängerung der AKW-Laufzeiten?"Kernbrennstoff kann man nicht bei Aldi kaufen"Muss Deutschland die Laufzeiten seiner verbliebenen Atomkraftwerke verlängern, um seine Energieversorgung zu sichern? Eine Scheindebatte, erklärt Atomkraftexperte Mycle Schneider bei ntv. Es gebe nirgendwo eine sogenannte "Renaissance der Atomkraft" - im Gegenteil.28.04.2022
Person der WocheMacron führt einen Atom-Wahlkampf Macron muss um seine Wiederwahl mehr kämpfen als gedacht. Um junge und grüne Wähler zu mobilisieren, verspricht er das "nicht-fossile Frankreich" und propagiert die Atomenergie. In den Umfragen liegt er nun knapp vorne. Doch die Mehrheit der Franzosen wählt inzwischen extrem - ein gefährlicher Befund. 19.04.2022Von Wolfram Weimer
Au revoir RüstungsprojekteLe Pen attackiert Deutschland scharfVor der Stichwahl um das französische Präsidentenamt stellt Marine Le Pen ihre außenpolitische Agenda vor. Die brächte ein Ende deutsch-französischer Rüstungsprojekte und keinen ständigen Sitz Deutschlands im UN-Sicherheitsrat. Die Haltung zur NATO würde sich auch verändern. 13.04.2022
IAEA plant Tschernobyl-MissionKiew: Russische Soldaten wurden verstrahltDie Internationale Atomenergiebehörde will in Kürze Experten nach Tschernobyl schicken. Die russischen Truppen sollen das frühere AKW verlassen haben. Von ukrainischer Seite heißt es zudem, Soldaten der Besatzer hätten bei der Einnahme der Atomruine eine hohe Strahlendosis abbekommen.01.04.2022
Abhängigkeit von RusslandSchlachtet die Heilige Kuh Atomausstieg!Deutschland füllt Tag für Tag Putins Kriegskasse, kauft bei arabischen Diktatoren und winkt eine Aufstockung der Braunkohle durch. Auch die dreckigste und klimaschädlichste Lösung erscheint akzeptabel, nur um nicht über Atomkraft nachdenken zu müssen. Ein Umdenken ist nötig.31.03.2022Ein Gastkommentar von Anna Veronika Wendland
Person der Woche: Recep ErdoganKeine Sanktionen: Erdogan baut mit Putin lieber ein AKWDer türkische Präsident schwingt sich zum Friedensstifter zwischen Russland und der Ukraine auf. Dabei verfolgt er knallhart eigene Interessen. Die Türkei macht als einziges NATO-Land bei den Sanktionen nicht mit. Erdogan sichert sich vielmehr neue Pipeline-Geschäfte, lockt Oligarchen und baut mit Russland ein riesiges Atomkraftwerk.29.03.2022Von Wolfram Weimer
Reaktor-Arbeiter entsetztRussen bewegten sich offenbar ungeschützt in TschernobylAls russische Soldaten Ende Februar die Kontrolle der AKW-Ruine von Tschernobyl übernehmen, agieren sie offenbar sehr fahrlässig. Zwei ukrainische Kraftwerksmitarbeiter berichten, dass diese sich ungeschützt durch besonders stark verseuchtes Gebiet bewegen. Sie scheinen nichts von der Gefahr zu wissen.29.03.2022