Wirtschaft

General Motors mit dickem Minus Abkühlung nach Rekordjagd der Wall Street

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Nach der Rekordjagd der Vortage, ging es an der Wall Street ein wenig bergab.

(Foto: REUTERS)

Nach ordentlichen Kursgewinnen am Vortag schließen die US-Börsen ein wenig schwächer. Sorge bereitet nach wie vor die Pandemie, sowohl in den USA als auch in China. Zudem fallen die US-Arbeitsmarkt-Zahlen schwach aus.

Nach einem freundlichen Tag an der Wall Street mit neuen Rekorden hat sich der Mittwoch mit Abgaben gezeigt. Schwache Arbeitsmarktdaten belasteten die US-Börsen. Laut ADP-Bericht wurden in der Privatwirtschaft im Juli gerade mal rund halb so viele Stellen geschaffen wie erwartet. Ein besser als erwartet ausgefallener Einkaufsmanagerindex für den Service-Bereich in China stützte nicht, denn zu groß sind die Sorgen über die Corona-Lage dort. Die Neuinfektionen in China haben die höchsten Stände des Jahres erreicht. Es drohen neue drastische Maßnahmen. Für etwas Beunruhigung sorgten auch nachgebende Impfraten in vielen westlichen Ländern.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,9 Prozent leichter bei 34.793 Punkte, der S&P-500 fiel um 0,5 Prozent. Der Nasdaq-Composite gewann dagegen 0,1 Prozent. Dabei gab es insgesamt 1068 (Dienstag: 1916) Kursgewinner und 2235 (1383) -verlierer. Unverändert schlossen 133 (128) Titel.

Zwar bleibe die Konjunkturerholung in der Spur, doch das Tempo dürfte langsamer ausfallen als erhofft, hieß es. Der Höhepunkt des kurzfristigen Wachstums gilt als überschritten. "Wir treten in eine Phase ein, in der das Wachstum immer noch stark ist, aber nicht mehr so stark wie in der Anfangsphase des Aufschwungs", sagte Fondsverwalter Sebastian Mackay von Invesco. Auch die Gewinnentwicklung der Unternehmen dürfte in eine neue Zyklusphase eintreten und der Schwung nachlassen. Darunter könnte mittelfristig auch die Dynamik am Aktienmarkt leiden. Ob der konjunkturelle Schwung anhält, darf angesichts des ADP-Arbeitsmarktberichts infrage gestellt werden.

GM fallen trotz guter Geschäftszahlen

General Motors (GM)
General Motors (GM) 34,84

Der US-Autobauer General Motors (GM) hat im zweiten Quartal zwar die Erwartungen übertroffen und die Prognose für 2021 erhöht. Analysten hatten sich allerdings einen noch optimistischeren Ausblick erhofft. GM rutschten um 8,5 Prozent ab, die Titel sind in diesem Jahr überdurchschnittlich gelaufen.

Kraft Heinz verloren 5,1 Prozent - trotz Geschäftszahlen über Markterwartung. Der Lebensmittelkonzern warnte vor einer anhaltenden Kosteninflation. Die Drogeriekette CVS Health verbuchte dank der Corona-Pandemie höhere Umsätze. Die Gesellschaft musste jedoch zur Personalgewinnung die Mindestlöhne anheben. Die Titel sanken um 2,8 Prozent.

Amgen fielen um 6,5 Prozent, nachdem das Biotechnologie-Unternehmen die Jahresgewinnprognose gesenkt hat. Im zweiten Quartal verzeichnete Amgen einen Gewinnrückgang, der Umsatz übertraf jedoch die Erwartungen. Lyft stürzten um 10,6 Prozent ab, nachdem der Fahrdienstvermittler und Uber-Konkurrent auf bereinigter Basis seinen ersten Quartalsgewinn vermeldet hat - ein Quartal früher als erwartet. Allerdings belasten Sorgen um neue Corona-bedingte Reisebeschränkungen - Uber verloren 2,3 Prozent.

Activision Blizzard
Activision Blizzard 73,06

Für Activision Blizzard ging es um 2,1 Prozent aufwärts. Der Anbieter von Videospielen hat nicht nur überraschend gute Geschäftszahlen veröffentlicht, sondern auch seine Ertragsziele angehoben. Die Geschäftszahlen von Akamai (-6,2%) lagen dagegen nur im Rahmen der Erwartungen. Avis Budget brachen um 16,6 Prozent ein, obwohl der Autovermieter im zweiten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt ist und sein Aktienrückkaufprogramm abermals aufgestockt hat. Wie bei Lyft belastet die Furcht vor neuen Lockdowns.

Dollar erholt - Sichere Häfen gesucht

Der US-Dollar erholte sich, nachdem er mit den schwachen Arbeitsmarktdaten zunächst nachgegeben hatte, der Dollarindex stieg um 0,2 Prozent. Mit den Konjunktur- und Corona-Sorgen waren die sicheren Häfen Gold und Anleihen gesucht. Die gleichen Sorgen belasteten den Erdölmarkt, wo Nachfrageängste die Ölpreise unter Druck setzten. Selbst neue Meldungen über mögliche Angriffe auf Öltanker im Persischen Golf stützten die Mineralölpreise nicht.

Quelle: ntv.de, als/DJ

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