Wirtschaft

Viel Kursfantasie bei der T-Aktie Bei der Telekom tut sich was

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John Legere, Chef von T-Mobile USA, hat in letzter Zeit für einige Umwälzungen auf dem US-Mobilfunkmarkt gesorgt.

(Foto: REUTERS)

Was plant die Telekom mit ihrer Tochter T-Mobile US? Die Kundenzahlen steigen. Bereitet sich der Magenta-Riese darauf vor, das Unternehmen teuer zu verkaufen? Egal, was passiert, die T-Aktie kann nur profitieren.

Das Bild der Deutschen Telekom wird derzeit vor allem durch die Entwicklungen bei der Mobilfunktochter T-Mobile US bestimmt. Der Chef der US-Tochtergesellschaft, John Legere, sorgte dabei nicht nur als Partygast beim Rivalen AT&T für Aufsehen. Vielmehr gelang es ihm zuletzt mit Hilfe einer aggressiven Marketingstrategie dem lange Zeit als Problemkind geltenden US-Geschäft der Bonner neues Leben einzuhauchen und für einen regelrechten Kundenansturm zu sorgen. Aber nicht nur das wirkte sich positiv auf den Aktienkurs aus. Die T-Aktie profitierte zuletzt auch von neuerlichen Spekulationen über einen möglichen Verkauf von T-Mobile US an den Konkurrenten Sprint, der dem Dax-Konzern frisches Kapital für den harten Wettbewerb am europäischen Markt bescheren könnte.

Spekulationen um Sprint

Sollte Sprint einen Übernahmeversuch wagen, wäre der Erfolg jedoch alles andere als gewährleistet. AT&T hatte ebenfalls versucht, T-Mobile US zu übernehmen. Der Vorstoß scheiterte jedoch am Widerstand der Wettbewerbsbehörden in den USA.

Aber selbst bei einem erneuten Scheitern, dürfte die Deutsche Telekom allein von dem Versuch profitieren. Die Übernahmefantasien sollten reichen, der T-Aktie auf die Sprünge zu helfen. Floppt der Übernahmeversuch, wären für die Telekom, so wie im Falle des gescheiterten Übernahmeversuchs durch AT&T, erneute Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe drin. Mit diesem Geld könnte T-Mobile US seine jüngste Wachstumsstrategie in den USA finanzieren.

T-Mobile US bläst zum Angriff auf AT&T

Immerhin konnte T-Mobile US mit dem von AT&T erhaltenen Kapital einen Teil seiner derzeitigen Marketingkampagne und den Netzausbau finanzieren. Genau dieser Vorstoß war es auch, der der lange Zeit kränkelnden US-Tochter der Deutschen Telekom zu einem beeindruckenden Turnaround nach Jahren des Kundenschwunds verhalf. Wie das Unternehmen am 8. Januar mitteilte, konnte T-Mobile US im vierten Quartal 2013 mit innovativen und vereinfachten Tarifen sowie mit dem Netzausbau mehr als 1,6 Millionen neue Kunden gewinnen, nachdem bereits im dritten Quartal mehr als 1 Million neue Kunden dazu gestoßen waren.

Während T-Mobile US beim Kundenzuwachs Erfolge verbuchen konnte, gibt es an anderer Stelle jedoch noch einige Fragezeichen. Das zur Kundengewinnung notwendige Marketing und der Netzausbau sind mit erheblichen Kosten verbunden, die zuletzt zu Verlusten geführt haben. Gleichzeitig haben die marktbeherrschenden Konkurrenten AT&T und Verizon Wireless mehr finanzielle Schlagkraft, so dass sie einen Preiskampf sicherlich nicht fürchten.

Anlageempfehlung

Die Deutsche Telekom besteht natürlich nicht nur aus ihrem US-Geschäft. Deshalb will man insbesondere die Marktführerschaft in Deutschland ausbauen, dies bestätigte der Chef der Deutschland-Sparte Niek van Damme am 31. Dezember in einem Interview mit der "Rheinischen Post". Gleichzeitig sieht er in der Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone eine kurzfristige Chance den Briten Marktanteile abzuluchsen, da die Integration des größten deutschen Kabelnetzbetreibers seiner Ansicht nach einen Kraftakt darstellen sollte.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse bei der Aktie der Deutschen Telekom erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DX8DLJ) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,92, die Knock-Out-Schwelle bei 8,75 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DT0XU1, aktueller Hebel 3,79; Knock-Out-Schwelle bei 15,10 Euro) auf fallende Kurse bei der T-Aktie setzen.

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Quelle: n-tv.de

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