Wirtschaft

Lande-Navigation teils gestörtBoeing räumt bei 737-Max-Maschinen Softwarefehler ein

27.09.2026, 00:19 Uhr
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Wie viele Flugzeuge derzeit mit der fehlerhaften Software im Einsatz sind, ist bisher unbekannt. (Foto: picture alliance / abaca)

Nach zwei Abstürzen von 737-Max-Maschinen steht Boeing unter strenger Beobachtung der US-Aufsichtsbehörden. Nach einem Software-Update meldet der Hersteller nun ein Problem, das nach einem abgebrochenen Landeanflug auftreten kann.

Der von wiederholten Pannen geplagte US-Flugzeugbauer Boeing hat einen Software-Fehler bei der automatischen Lande-Navigation seines Modells 737 Max entdeckt. Das Unternehmen bestätigte einen entsprechenden Bericht des "Wall Street Journal". Demnach kann das Problem nach einem Software-Update auftreten, wenn die Besatzung nach einem abgebrochenen Landeanflug die geplante Flugroute ändert.

Boeing teilte mit, man habe alle Betreiber der 737 im vergangenen Monat informiert. Boeing habe auf bestehende Handlungsanweisungen verwiesen, mit denen Piloten solche Situationen bewältigen können. Ingenieure arbeiteten an einer dauerhaften Lösung. Die US-Luftfahrtbehörde FAA erklärte, sie arbeite eng mit Boeing und den Fluggesellschaften zusammen. Bei Sicherheitsbedenken werde man sofortige Maßnahmen ergreifen.

Dem Zeitungsbericht zufolge haben Southwest Airlines und United Airlines Boeing gebeten, vorerst keine neuen Maschinen mit der betroffenen Software auszuliefern und stattdessen eine frühere Version gefordert. Wie viele Flugzeuge derzeit mit dem fehlerhaften Programm im Einsatz sind, ist bisher unbekannt.

In den Jahren 2018 und 2019 stürzten innerhalb weniger Monate zwei Passagiermaschinen des Typs Boeing 737 Max in Indonesien und Äthiopien ab, wobei insgesamt 346 Menschen ihr Leben verloren. Als Hauptursache wurde ein fehlerhaftes, im Hintergrund agierendes Steuerungssystem namens MCAS identifiziert, welches die Flugzeugnase aufgrund falscher Sensorendaten unkontrolliert Richtung Boden drückte. Die Katastrophen enthüllten schwere Konstruktionsmängel sowie Versäumnisse bei der Zulassung und führten zu einem fast zweijährigen, weltweiten Flugverbot für dieses Modell. Zuletzt hatte das Herausbrechen eines Rumpfteils während des Fluges bei einer fast neuen Maschine von Alaska Airlines für erneute Sicherheitsbedenken gesorgt.

Quelle: ntv.de, bho/rts

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