Wirtschaft

Neue Pläne von Börsenprofi Koch "Interviews mit Hologrammen kommen bald"

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Digital ist besser: ntv-Börsenexperte Markus Koch.

(Foto: Alyssa Ringler)

Markus Koch ist das deutsche Gesicht der Wall Street. Inzwischen fühlt sich der ntv-Börsenexperte und Unternehmer aber eher in seinem eigenem Streaming-Studio zu Hause. Mit neuer Technologie will er Börsenberichterstattung auf das nächste Level heben.

Vor fünf Jahren hat Markus Koch das erste Live-Streaming-Studio an der Wall Street gebaut. Mit Erfolg: Mehr als 300.000 Follower zählt der ntv-Börsenexperte inzwischen im Netz. In seinem neuen Studio will er denen noch mehr bieten. Er beamt seine Gesprächspartner quasi zu sich nach New York. "Mit dem Hologramm gehen wir in Sachen Kommunikation eigentlich den nächsten Schritt", berichtet Koch. Er macht das aber nicht, um besonders cool zu sein. "Der Mensch nimmt einen anderen Menschen in einem persönlichen Gegenüber ganz anders wahr als über eine Videoschaltung." Denn für Koch ist die nächste Ebene der digitalen Kommunikation die persönliche Kommunikation. Dafür müsse man als Abbild seiner selbst virtuell im Raum erscheinen.

Etwas Neues wagen und nicht zu stehenzubleiben, ist für den Börsenprofi wichtig. Vielleicht auch deswegen beäugt er so manche Diskussion in Deutschland mit Skepsis. "Was mich in Deutschland nervt, ist die ewige Debatte: Die Politik muss mehr machen", sagt er im Hinblick auf den Stand der Digitalisierung in seinem Heimatland. "Das Entscheidende ist doch, dass die Unternehmen machen müssen." Und von smarten Unternehmen gebe es genug, meint Koch. "Wir sind sehr gute Nischenplayer."

"Manchmal verstehe ich nur noch Bahnhof"

So techt Deutschland

In "So techt Deutschland" haken die ntv-Moderatoren Frauke Holzmeier und Andreas Laukat bei Gründern, Investoren, Politikern und Unternehmern nach, wie es um den Technologie-Standort Deutschland bestellt ist. Alle Folgen finden Sie in der ntv-App, bei Audio Now, Apple Podcasts, und Spotify. Auch bei Amazon Music und Google Podcast werden Sie fündig.

Aber auch im Großen klappe es gut. Ein Beispiel sei der Erfolg der Deutschen Telekom in den USA: Mit ihrer Tochter T-Mobile US habe sie das Land mit 5G gut versorgt und den "Amerikanern auch gezeigt, wie man in den Stores auftritt, wie tolles Design aussieht. Ich kann mich nicht beklagen", berichtet Koch. In Deutschland habe er deutlich mehr Probleme mit dem Internet von unterwegs.

Das Internet oder viel mehr die Digitalisierung stellen derweil auch den Finanzmarkt auf den Kopf. Bitcoin und andere Kryptowährungen sind da nur ein Phänomen. "Dann machst du Meetings und redest auf einmal über Decentralized Finance und ich sitze drinnen in den Meetings mit den CEOs und verstehe nur noch Bahnhof", so Koch. Warum er trotzdem Feuer und Flamme ist und wieso er glaubt, dass es noch lange dauert, bis sich die Wirtschaft von der Corona-Krise erholt hat, erzählt er in der neuen Folge von "So techt Deutschland".

Quelle: ntv.de

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