Wirtschaft
Mittwoch, 11. Mai 2011

Sozialer Sprengstoff: Chinas Inflation weiter hoch

China bekommt seine hohe Inflation nicht in den Griff. Im April steigen die Preise um 5,3 Prozent - also nur unwesentlich weniger als im März. Die Preise für Nahrungsmittel schießen um 11,5 Prozent hoch. Die Regierung in Peking befürchtet deshalb soziale Unruhen.

Kleiner Handel in einem Pekinger Außenbezirk.
Kleiner Handel in einem Pekinger Außenbezirk.(Foto: AP)

Die hohen Nahrungsmittelpreise in China treiben weiter die Inflation. Trotz aller Bemühungen der Pekinger Zentralbank, die Preissteigerungen in Schach zu halten, stiegen die Verbraucherpreise auch im April wieder um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im März war mit 5,4 Prozent der höchste Stand seit 32 Monaten erreicht worden.

Treibende Kraft sind die Nahrungsmittelpreise, die im April wieder um 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zulegten.  Die regierende Kommunistische Partei Chinas versucht verzweifelt dagegen zu wirken, weil sie soziale Unruhen befürchtet.

Trotz vier Leitzinserhöhungen und erweiterter Anforderungen für das Mindestkapital der Banken, um Liquidität abzuschöpfen, bekommt die Zentralbank die Inflation offensichtlich noch nicht in den Griff. Die Regierung strebt eigentlich vier Prozent Inflation für das ganze Jahr an. Auch der Erzeugerpreisindex stieg im April wieder um 6,8 Prozent - nach 7,3 Prozent im März.

Eine HSBC-Volkswirtin sagte in Reaktion auf die Daten, die People's Bank of China (PBC) könnte ihre Anforderungen für die Mindestreservesätze bereits am kommenden Wochenende erneut anheben. "Das Kreditwachstum ist immer noch sehr stark, daher könnte die Zentralbank die Reservesätze erneut erhöhen, um die Kreditvergabe der Banken zu bremsen." Im Juni dürften die Reserveanforderungen dann nochmals verschärft werden, sagte die Expertin.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen