Wirtschaft

Walt Disney unter Druck Dow Jones legt zum Wochenabschluss zu

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Hauptgesprächsthema auf dem Börsenparkett blieben der Preisdruck und die Aussichten für die US-Leitzinsen.

(Foto: AP)

Die wichtigsten US-Aktienindizes beenden eine turbulente Woche mit einem deutlichen Tagesgewinn. Abermals beruhigen Mitglieder der US-Notenbank die Anleger mit Aussagen, die vom Wirtschaftsaufschwung ausgelösten Preissteigerungen seien nur vorübergehend.

An der Wall Street haben Anleger die jüngsten Kursverluste zum Wiedereinstieg genutzt. Der US-Leitindex schloss 1,1 Prozent höher auf 34.382,13 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 2,3 Prozent auf 13.429,98 Zähler vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 1,5 Prozent auf 4173,85 Stellen zu.

Hauptgesprächsthema auf dem Börsenparkett blieben der Preisdruck und die Aussichten für die US-Leitzinsen. "Entweder ist der Anstieg der Inflation vorübergehend, oder die Fed ist gefährlich selbstgefällig", sagte Anlagestratege Kit Juckes von der Bank Societe Generale. Die kommenden Monate würden zeigen, ob und wie die US-Notenbank (Fed) auf die gestiegenen Teuerungsraten reagieren werde.

Bislang hält die Fed an ihrem Mantra fest, dass die Preise nur kurzfristig steigen und die Geldpolitik auf absehbare Zeit locker bleiben wird. Gemischt ausgefallene US-Konjunkturdaten schienen diese Haltung zu stützen. So stagnierten die US-Einzelhandelsumsätze im April überraschend. Allerdings sei der Zuwachs im März auf 10,7 von 9,8 Prozent nach oben korrigiert worden, gab Anlagestratege Tobias Basse von der NordLB zu bedenken. Das relativiere die aktuellen Zahlen.

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Parallel dazu verschlechterte sich die Stimmung der Verbraucher unerwartet. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft. "Wir befinden uns in einer Situation, in der schlechte Nachrichten gute Nachrichten sind", sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses Avatrade. Denn sie verringerten den Druck auf die Fed, die geldpolitischen Zügel anzuziehen.

Am Aktienmarkt gaben die Titel von Walt Disney gegen den Trend 2,6 Prozent nach. Bei den veröffentlichten Quartalsergebnissen des Unterhaltungskonzerns habe vor allem das hinter den Erwartungen zurückgebliebene Kundenwachstum des Streaming-Dienstes Disney+ enttäuscht, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. "Im vergangenen Jahr war diese Sparte wegen der geschlossenen Vergnügungsparks und gestrichenen Kreuzfahrten der große Pluspunkt."

Wie der Handel auf dem Frankfurter Parkett verlief, können Sie in unserem "Börsen-Tag" nachlesen.

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Die Papiere von Airbnb legten dank einer Erholung des Geschäfts vier Prozent zu. Buchungen und Ertragskraft lägen über den Markterwartungen, lobte Analyst Brent Thill von der Investmentbank Jefferies. Der Zimmervermittler biete im Tourismus-Sektor die besten Wachstumschancen. Gefragt waren auch Halbleiter-Werte wie AMD, Intel, NVidia, Micron und Texas Instruments, deren Aktien sich um bis zu 4,2 Prozent verteuerten. Insidern zufolge wollen einige US-Senatoren ein 52 Milliarden Dollar schweres Paket auflegen, um Forschung und die Produktion von Computerchips in den USA zu fördern.

Quelle: ntv.de, jki/rts

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