Wirtschaft

Ist Le Pen noch gefährlich? Fed-Beschlüsse belasten den Euro

Der Euro präsentiert sich in den vergangenen Tagen stark. Allerdings lässt er nun doch etwas Federn, die US-Notenbank ist der Grund. Der Blick manches Investoren geht aber bereits voraus – nach Frankreich.

Trotz leichter Zuwächse ist der Euro am Donnerstag unter der 1,09-Dollar-Marke geblieben. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,0889 Dollar und damit rund 0,1 Prozent mehr als noch zur Wochenmitte. Im Tagestief hatte der Euro in der Nacht im fernöstlichen Handel bei 1,0875 Dollar gelegen.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,0919 Dollar festgesetzt hatte, kam die Devisen am Abend unter Druck. Grund waren die die geldpolitischen Beschlüsse der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Die US-amerikanische Notenbank hatte sich entschieden, die Zinsen unverändert belassen.

In einer Stellungnahme lieferten die Währungshüter nach Einschätzung von Experten keine Hinweise auf den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung. Analysten und Bankenvolkswirte rechnen mehrheitlich mit noch zwei Zinsschritten in diesem Jahr: Juni und Dezember.

Die am Sonntag anstehende Stichwahl in Frankreich spielte nach Einschätzung der Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank derzeit keine Rolle für den Euro. Bei der bevorstehende zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen sei der Vorsprung des parteilosen Kandidaten Emmanuel Macron vor der Euro-Gegnerin und Rechtspopulistin Marine Le Pen vom Front National groß. Daran habe auch die Fernsehdebatte vom Mittwochabend nichts geändert. Im Gegenteil, erste Umfragen sähen Macron als den Gewinner des TV-Duells.

Quelle: n-tv.de, bad/DJ

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