Wirtschaft

Deutlich mehr Ökostrom Günstiger Wind füllt RWE die Kassen

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RWE erzeugte im ersten Quartal ein Fünftel mehr erneuerbare Energie.

(Foto: picture alliance / Jochen Tack)

Deutschlands größer Stromkonzern muss wegen der Sanktionen einen hohen dreistelligen Millionenbetrag abschreiben. Doch die Umstellung auf Erneuerbare Energien gleicht das aus. Ein kräftiger Wind sorgt bei RWE für einen Jahresauftakt über den Erwartungen.

Für den Energiekonzern RWE zahlt sich der Ökokurs immer mehr aus. Der größte deutsche Stromkonzern hat nach eigenen Angaben dank besserer Windverhältnisse und der Inbetriebnahme neuer Anlagen über 20 Prozent mehr Strom aus Wind und Sonne produziert. Auswirkungen des Krieges in der Ukraine bekommt aber auch RWE zu spüren. Da der Konzern infolge britischer Sanktionen keine russische Kohle mehr annimmt, musste er auf den langfristigen Bezugsvertrag 850 Millionen Euro abschreiben.

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Im Ersten Jahresviertel stieg der Außenumsatz auf 7,9 Milliarden Euro - nach 4,7 Milliarden Euro im Vorjahr. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) kletterte um zwei Drittel auf fast 1,5 Milliarden Euro. Nach Steuern und Dritten hat sich der Gewinn auf bereinigter Basis auf 735 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen.

Finanzchef Michael Müller rechnet in Kürze mit einer Regelung der Bundesregierung, wie auf die von Russland geforderte Bezahlung der Gaslieferungen in Rubel reagiert werden soll. "Wir sind mit den politischen Stellen in Berlin in sehr engem Austausch", sagte Finanzchef Michael Müller. Die nächste Rechnung sei Ende des Monats fällig. Der Manager wollte sich nicht dazu äußern, ob RWE hierfür ein Konto bei der Gazprombank eröffnet hat.

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Von der jüngsten Sanktionsliste Russlands seien die Gasspeichergeschäfte von RWE nicht betroffen, betonte Müller. Russland hatte am Mittwoch 31 Unternehmen auf eine Sanktionsliste gesetzt, insbesondere Töchter des inzwischen unter der Treuhandschaft der Bundesnetzagentur stehenden Konzerns Gazprom Germania.

Ungeachtet vieler Unwägbarkeiten bestätigte RWE die Prognosen für das Gesamtjahr. Demnach soll das bereinigte Ebitda auf Konzernebene bei 3,6 Milliarden bis 4,0 Milliarden Euro liegen soll. Den bereinigten Nettogewinn sieht der Konzern weiter bei 1,3 Milliarden bis 1,7 Milliarden Euro. Das Dividendenziel liegt unverändert bei 0,90 Euro je Aktie.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/DJ

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