Wirtschaft

Bis zur letzten Unterhose Madoffs Hausrat wird versteigert

Bei einer Auktion in Miami Beach wird weiteres Hab und Gut von Milliardenbetrüger Bernard Madoff an den Mann gebracht – und das sehr erfolgreich: Die Versteigerung bringt rund 400.000 US-Dollar ein. Mit in der Verlosung sind neben einer alten Rolex auch seine Unterhosen.

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Milliardenbetrüger Bernard Madoff.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Nachfrage nach Paraphernalien aus dem Hause Madoff scheint unerschöpflich zu sein. Nachdem bereits in New York Weinflaschen, Gemälde,  Autos und Juwelen des Milliardenbetrügers verkauft wurden,  wurden nun in Miami Beach Gegenstände aus seinem Haus in Palm Beach versteigert. Der Erlös soll den Opfern Madoffs zukommen.

Bei der Versteigerung, die vom US Marshals Service durchgeführt wurde, waren laut "Miami Herald" 150 Bieter direkt vor Ort, rund 6000 boten im Internet auf den Hausrat des Milliardenbetrügers. Unter den Hammer kamen diesmal  Möbel, Gemälde und Sportartikel von Madoff. Sogar 14 Pakete mit Unterwäsche fanden für 400 US-Dollar einen Abnehmer.

4600 Dollar für Po-Foto

Zu den Auktionsschlagern zählten ein Landschaftsgemälde, das für 137.000 Dollar den Besitzer wechselte, sowie eine Rolex aus dem Jahre 1952, die für 31.000 Dollar versteigert wurde. Ein Kunstfoto von Edward Weston, das ein nacktes Hinterteil zeigt, spülte 4600 Dollar in die Kassen. „Ich weiß nicht, warum jeder so heiß darauf war“, sagte ein Mitbietender, der im Rennen um den seltenen Schnappschuss bei 4000 Dollar ausstieg.

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Auktionsgegenstände im Convention Center von Miami Beach.

(Foto: REUTERS)

Insgesamt kamen bei der Auktion 400.000 US-Dollar zusammen. „Es lief so wie erwartet“, sagte Auktionator Bob Sheehan. „Als wir Gegenstände aus seinem Haus in New York versteigert haben, brachte uns das Millionen ein. Da waren allerdings auch Boote, Autos und Schmuck im Angebot. Das hier war ja hauptsächlich Hausbestand“, sagte Sheehan.     

Bernard Madoff sitzt lebenslänglich hinter Gittern. Nachdem er über viele Jahre mit einem raffinierten Schneeballsystem und rosigen Renditeversprechen unzählige Anleger um rund 65 Milliarden US-Dollar geprellt hatte, wurde der 73-Jährige zu 150 Jahren Haft verurteilt. Die Verhaftung veränderte auf dramatische Weise auch das Leben seiner Familie, gut ein Jahr nach der Verurteilung nahm sich sein Sohn Mark im Alter von 46 Jahren das Leben.

Quelle: n-tv.de, tle

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