Wirtschaft

Dramatischer Umsatzeinbruch Mit deutscher Solarbranche geht's bergab

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Solarbranche in Deutschland leidet massiv unter der chinesischen Billigkonkurrenz. Mehrere Firmen sind bereits pleite gegangen. Ein Ende des Abwärtstrends ist nicht in Sicht.

Der Umsatz der deutschen Solarbranche ist in den vergangenen Jahren stark eingebrochen. Im "wirtschaftlich starken Jahr 2011" setzten die Unternehmen mit Solaranlagen und im Bereich Solarthermie knapp 14,3 Milliarden Euro um, 2014 waren es nur noch knapp 3,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das ist ein Rückgang um mehr als 74 Prozent.

Aus methodischen Gründen können die Statistiker Zahlen erst ab dem Jahr 2011 liefern. Seitdem geht es bergab. Schon 2012 betrug der Umsatz nur noch 9,5 Milliarden Euro, 2013 waren es 5,1 Milliarden Euro.

Die Unternehmen der deutschen und der europäischen Solarbranche beschweren sich seit Jahren gegen die Billigkonkurrenz aus China. Nach Angaben des Lobbyverbands EU Pro Sun werden in großem Umfang chinesische Solarmodule und Solarzellen zunächst in Drittländer wie Malaysia und Taiwan verschifft und von dort dann in die EU eingeführt, um auf Direktimporte aus China fällige Zölle zu umgehen.

In Deutschland gingen die ersten größeren Solarfirmen - Solon und Solar Millenium - Ende 2011 pleite. 2012 folgten etwa Q-Cells und Sovello, Mitte 2013 Conergy.

Quelle: n-tv.de, wne/AFP

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