Wirtschaft
Donnerstag, 13. Januar 2011

"Verkauf, Fusion oder Abspaltung": MySpace nicht mehr trendy

Mehr als eine halbe Milliarde Dollar lässt sich Rupert Murdoch MySpace vor fünf Jahren kosten. Jetzt ist er fertig mit dem Pionier der Online-Netzwerke. Nach drastischen Sparrunden will sein Konzern News Corp MySpace endgültig loswerden - egal wie.

Rupert Murdochs Konzern News Corp will sich von MySpace trennen.
Rupert Murdochs Konzern News Corp will sich von MySpace trennen.(Foto: REUTERS)

Medienmogul Rupert Murdoch hat endgültig genug vom sozialen Netzwerk MySpace. Nach der Halbierung der Belegschaft will Murdochs Konzern News Corp das Netzwerk loswerden. "Wir schauen uns eine Reihe von strategischen Möglichkeiten an, darunter einen Verkauf, eine Fusion oder die Abspaltung", sagte eine Konzern-Sprecherin.

Kreisen zufolge ist eine Abspaltung die wahrscheinlichste Option. In diesem Fall müssten Privatinvestoren oder Risikokapitalgesellschaften einsteigen, damit würde sich die Eigentümerstruktur ändern. Als Interessent für eine Übernahme gilt der Internet-Konzern Yahoo.

Facebook hat "Pionier" überflügelt

Der Konzern des Medienmoguls Medienmogul Rupert Murdoch hat einen Tag zuvor angekündigt, die Zahl der Mitarbeiter von MySpace zu halbieren. Auch deutsche Mitarbeiter sind von den 500 Stellenstreichungen betroffen.

MySpace ist im Jahr 2003 gestartet und war lange das größte Online-Netzwerk der Welt, wurde dann jedoch von Facebook überrundet. Facebook beziffert die Zahl der Mitglieder inzwischen auf mehr als 500 Millionen. MySpace zählt mehr als 100 Millionen Nutzer.

News Corp bezahlte vor gut fünf Jahren 580 Mio. Dollar für den Pionier der sozialen Netzwerke.

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Quelle: n-tv.de