Wirtschaft

Amt legt Prüfergebnisse vor Offenbar manipulierte nur VW

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Das Bundesverkehrsministerium legt den Endbericht Ende April vor.

(Foto: dpa)

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) schließt seine Nachprüfungen bei Dieselfahrzeugen ab. Einem Bericht zufolge liegen die jeweiligen Ergebnisse den betroffenen Herstellern mit der Bitte um Stellungnahme vor.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat seine Nachprüfungen bei Dieselfahrzeugen einem Zeitungsbericht zufolge abgeschlossen. Die jeweiligen Ergebnisse lägen den betroffenen Herstellern mit der Bitte um eine Stellungnahme vor, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Regierungs- und Branchenkreise. "Im Rahmen der Untersuchungen wird auch mit Herstellern gesprochen", sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums der Zeitung.

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Seit September wurden mehr als 50 Fahrzeuge auf dem Prüfstand und im Straßenbetrieb getestet. Dabei sei herausgekommen, dass offenbar nur bei Volkswagen Abgaswerte mittels einer Abschalttechnik manipuliert wurden, berichtete das "Handelsblatt" weiter.

Allerdings wiesen demnach die Fahrzeuge anderer Autobauer bei den Straßentests Unregelmäßigkeiten auf: Sie hätten zum Schutz von Bauteilen die Deaktivierung der Abgasreinigung intensiv genutzt. Dies bewege sich indes im Rahmen der gesetzlichen Regeln.

Das Bundesverkehrsministerium will den Endbericht mit Prüfergebnissen und Reformvorschlägen Ende April vorlegen, wie das "Handelsblatt" mit Verweis auf Koalitionskreise berichtete. "Das Gesamtergebnis wird nach Abschluss der Untersuchungen veröffentlicht", erklärte das Ministerium.

Ausgelöst durch die Abgas-Manipulationen bei Volkswagen hatte das KBA Ende September Prüfungen von mehr als 50 Fahrzeugen von in- und ausländischen Herstellern in die Wege geleitet. Etwa zwei Drittel der Messungen waren bereits Mitte November erfolgt. Dabei waren "zum Teil erhöhte Stickoxidwerte" festgestellt worden, wie die Behörde damals mitteilte. Anschließend sollten noch Gespräche mit den betroffenen Herstellern und den Genehmigungsbehörden folgen.

VW hatte Mitte September zugegeben, Abgaswerte von Diesel-Fahrzeugen mit einer Software manipuliert zu haben. Das Programm kann dafür sorgen, dass im Testbetrieb deutlich weniger gesundheitsschädliche Stickoxide gemessen werden als im Straßenverkehr. Allein in Deutschland sind rund 2,4 Millionen Fahrzeuge betroffen. Weltweit wurde das Programm in bis zu elf Millionen Autos verbaut.

Quelle: ntv.de, wne/AFP