Wirtschaft

Neue Flüge von kleinen AirportsRyanair zieht sich in Hamburg und Berlin weiter zurück

15.01.2026, 11:46 Uhr
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Unter dem Strich bleibe das Angebot im Sommer unter dem Vorjahreszeitraum, so Ryanair. (Foto: IMAGO/Ardan Fuessmann)

Zuletzt macht Ryanair vor allem mit Flugeinstellungen von sich reden. Die kommerzielle Luftfahrt lohne sich in Deutschland nicht mehr, argumentiert der Billigflieger. Jetzt kündigt die Airline zwar neue Strecken an, doch das geht zulasten großer Flughäfen.

Europas größter Billigflieger Ryanair hat seinen Sommerflugplan in Deutschland wieder etwas gefüllt. Nach zwischenzeitlichen Streichungen kündigt das Unternehmen elf neue Strecken und insgesamt 300.000 zusätzliche Sitzplätze vor allem von kleineren Flughäfen wie Niederrhein-Weeze, Memmingen und Bremen an. Auch in Köln planen die Iren zusätzliche Starts.

Weniger Flüge gebe es in Hamburg (minus 20 Prozent) und in Berlin (minus 5 Prozent), weil diese Flughäfen ihre Gebühren nicht gesenkt hätten. Welche Strecken neu angeboten oder eingestellt werden, teilte Ryanair noch nicht mit.

Unter dem Strich bleibe das Angebot in Deutschland im Sommer 2026 unter dem Vorjahreszeitraum, erklärt Airline-Chef Eddie Wilson. Die zusätzlichen Angebote seien aber eine Reaktion auf die für Juli beschlossene Absenkung der Ticketsteuer, die Ryanair "einen begrüßenswerten ersten Schritt" nannte.

Die deutsche Regierung solle diese "positive Dynamik" fortsetzen und die "schädliche" Luftverkehrssteuer vollständig abschaffen. Weitere Gebühren für Flugsicherung und Passagierkontrollen müssten sinken.

"Wenn diese wachstumsfördernden Reformen umgesetzt werden, ist Ryanair bereit, ihren ehrgeizigen Wachstumsplan umzusetzen, und ihr Passagieraufkommen in Deutschland auf 34 Millionen Passagiere pro Jahr zu verdoppeln, 30 zusätzliche Flugzeuge in Deutschland zu stationieren (Investition in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar) und über 200 neue Strecken aufzunehmen", teilte das Unternehmen mit. Ryanair rechne in der Folge mit "1000 zusätzlichen hochbezahlten Arbeitsplätzen" an deutschen Flughäfen.

Quelle: ntv.de, mpa/dpa

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