Wirtschaft

Gefahr durch Schneeballsystem SEC warnt vor Bitcoin-Betrügern

AP322495939169.jpg

Der Kauf und Verkauf von Bitcoins erfolgt über Börsen im Internet.

(Foto: AP)

Die Kunstwährung Bitcoin sorgt wieder mit einem Betrugsfall für Schlagzeilen. Ein texanischer Investor soll Anleger um einen Millionenbetrag geprellt haben. Die US-Börsenaufsicht warnt: Investoren könnten bei der Kunstwährung durch Schneeballsysteme und andere illegale Verfahren leicht hinters Licht geführt werden.

Die US-Behörden gehen gegen einen neuen Fall von Betrug mit der digitalen Währung Bitcoin vor. Die Börsenaufsicht SEC reichte eine Klage gegen den Investor Trendon Shavers aus Texas ein, der Anleger mithilfe eines Schneeball-Systems betrogen haben soll. Shavers habe mindestens 66 Anlegern versprochen, ihre Bitcoin zu investieren und hohe Renditen damit zu erwirtschaften. Dies habe er allerdings tatsächlich nie getan.

Bitcoin wurden 2009 als Antwort auf die internationale Finanzkrise erfunden. Geschaffen hat sie ein unbekannter Programmierer, der eine von Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung wollte. Nutzer können die Währung als virtuelle Guthaben erwerben. Der Wechselkurs zu echtem Geld wird täglich errechnet - und kann teils extrem schwanken.

Shavers versprach den Anlegern nach Angaben der SEC, ihre Bitcoin mit bis zu sieben Prozent pro Woche zu verzinsen. Dafür hätten ihm Anleger 2011 und 2012 insgesamt 700.000 Bitcoin anvertraut. Tatsächlich habe der mutmaßliche Betrüger die Währung aber nie investiert, sondern aus dem Geld neuer Anleger lediglich Zinsen sowie Anleger bezahlt, die wieder ausgestiegen sind. Die 700.000 Bitcoin waren laut 2011 und 2012 laut SEC im Schnitt 4,5 Mio. US-Dollar (3,4 Mio. Euro) wert. Heute wären sie 60 Mio. US-Dollar wert.

Die US-Börsenaufsicht SEC warnt vor zunehmenden Gefahren durch den betrügerischen Einsatz von Kunstwährungen. Virtuelle Währungen lockten womöglich Betrüger an, weil sie weniger reguliert seien und weniger in der Öffentlichkeit stünden als reale Währungen.

Quelle: n-tv.de, AFP/dpa

Mehr zum Thema