Wirtschaft

Mehrere Wochen VerzögerungSanierung der Bahnstrecke Berlin - Hamburg erst im Juni fertig

11.03.2026, 10:03 Uhr
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Aktuell beträgt die Fahrzeit in der Regel zwischen 2,5 und 3 Stunden statt einer Stunde und 45 Minuten. (Foto: picture alliance / ABBfoto)

Wegen des besonders kalten Winters kann bei der Generalsanierung der Bahnstrecke Berlin - Hamburg mehrere Wochen kaum gearbeitet werden. Die Bahn schafft es anscheinend auch nicht, viel verlorene Zeit aufzuholen. Der Betrieb startet erst Mitte Juni wieder. Ein Teilstück wird vorher fertig.

Der Zugverkehr zwischen Berlin und Hamburg wird laut Deutscher Bahn in zwei Stufen wieder anlaufen. Ab dem 15. Mai können Züge wieder über den fertiggestellten Streckenabschnitt von Hamburg bis Hagenow Land fahren, teilte der Konzern mit. Der Verkehr aus der Hansestadt in Richtung Schwerin soll dann im gewohnten Fahrplan fahren. Die komplette Wiederinbetriebnahme der gesamten Strecke Hamburg - Berlin erfolgt am 14. Juni mit Betriebsbeginn.

"Der außergewöhnlich starke und langwierige Wintereinbruch in Norddeutschland hat unsere eingeplanten Zeitpuffer aufgebraucht. Das ärgert uns mindestens genauso sehr wie alle betroffenen Reisenden und Güterverkehrskunden, für deren Geduld wir uns ausdrücklich bedanken wollen", sagte Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO.

Die angepassten Nahverkehrslinien bleiben laut Bahn bis zur vollständigen Wiederinbetriebnahme der gesamten Strecke erhalten, um beispielsweise weiterhin direkte Fahrten zwischen Schwerin und Berlin (RE 85) anbieten zu können.

Fast ein Jahr Sperrung

Ursprünglich sollte die Strecke am 1. Mai wieder befahrbar sein. Vor wenigen Wochen teilte die Deutsche Bahn dann mit, dass der Termin nicht zu halten sei. Die Umleitungsstrecke führt über Stendal, Salzwedel und Uelzen. Das bedeutet für Reisende ungefähr 45 Minuten mehr Fahrzeit. Mitunter werden Züge auch über Hannover geleitet.

Die Generalsanierung der Strecke war im vergangenen Jahr gestartet und sollte ursprünglich neun Monate dauern. Mit der Verzögerung werden es nun insgesamt mehr als zehn Monate. In ein paar Jahren muss die Strecke aufgrund weiterer Maßnahmen erneut für einige Monate komplett gesperrt werden.

Schneller fahren werden die Züge auf der modernisierten Strecke nicht. Sie sollen sogar zwei Minuten langsamer sein, wie die Bahn auf Nachfrage der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) einräumte. Das sei auf ein komplexes System, mit dem der Fahrplan erstellt werde, zurückzuführen, sagte eine Sprecherin. Demnach seien die Knoten Hamburg und Berlin beide überlastet, das Netz aufgrund der vielen Nahverkehrszüge sehr voll und auch der Zustand umliegender Strecken wirke sich auf den Fahrplan aus.

Quelle: ntv.de, rog

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