Wirtschaft

"Spanien unser bestes Argument" Schäuble verteidigt seine Sturheit

Spanien befindet sich wirtschaftlich im Aufwind, Wolfgang Schäuble hofft auf eine Fortsetzung des Reformkurses. Der Bundesfinanzminister kann sich auf einem Wirtschaftsforum einen Seitenhieb gegen Griechenland nicht verkneifen.

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Wolfgang Schäuble mit Luis de Guindos

(Foto: dpa)

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hofft, dass Spanien auch nach den bevorstehenden Wahlen seinen Reformweg fortsetzt. Das Land habe gezeigt, dass das Krisenmanagement in der Eurozone funktioniert habe.

"Spanien ist unser bestes Argument, dass wir vieles richtig gemacht haben. Spanien muss einfach Kurs halten", sagte der CDU-Politiker bei einem deutsch-spanischen Wirtschaftsforum in Berlin. Die nächste Parlamentswahl in Spanien steht im Spätherbst an.

Mit Blick auf die Griechenland-Krise betonte Schäuble, ohne die "Sturheit", auf die Einhaltung geltender Regeln und Absprachen zu pochen, werde man das Vertrauen der Bürger in den Euro auf Dauer verlieren. "Wenn wieder und wieder die Verabredungen nicht eingehalten werden, dann geht die Unterstützung verloren." Durch das Griechenland-Drama sei es noch schwieriger geworden, die Bürger von weiteren EU-Reformen zu überzeugen.

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy warb seinerseits für eine Fortsetzung des bisherigen Reformkurses seiner Regierung. Bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel verwies der konservative Politiker darauf, dass die wirtschaftliche Lage Spaniens die beste der vergangenen 14 Jahre sei. Die spanische Wirtschaft werde in diesem Jahr um 3,3 Prozent zulegen.

Weiter hohe Arbeitslosigkeit

Spanien gilt nach seiner schweren Krise als einer der Wachstumsmotoren in Europa. Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos erklärte, in der Leistungsbilanz werde es in diesem Jahr mit zwei Prozent einen Rekordüberschuss geben. Die spanische Wirtschaft schaffe mehr als 600.000 neue Jobs.

Die Arbeitslosigkeit ist aber unverändert hoch: "Es bleibt viel zu tun, man darf nicht selbstzufrieden sein", meinte de Guindos.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa

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