Wirtschaft

Hoffenheim-Sponsor sucht Investor Suntech braucht dringend Bares

sun.jpg

Abgetaucht.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der chinesische Solarriese Suntech hat wie so viele in der Branche Schiffbruch erlitten. Ein Rettungsanker ist nicht in Sicht. Der weltweit größte Hersteller von Sonnenkollektoren, der in Deutschland als Trikotsponsor des Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim bekannt ist, sucht händeringend einen strategischen Partner.

Der zahlungsunfähige chinesische Solar-Konzern Suntech Power erwägt Insidern zufolge den Verkauf von Geschäftsteilen und sucht einen strategischen Investor. Suntech sei verzweifelt auf der Suche nach Bargeld, berichtete eine direkt mit der Situation vertraute Person.

Ein Suntech-Sprecher lehnte eine Stellungnahme dazu ab. Das Unternehmen gab jedoch bekannt, dass die Europa-Sparte von Schweizer Behörden einen provisorischen Zahlungsaufschub von zwei Monaten erhalten habe. 

Der ehemals weltgrößte Modulbauer,  Trikotsponsor des Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim, konnte im März fällige Anleihen nicht bedienen. Die Pleitewelle in der Solarindustrie erfasste damit auch eine der chinesischen Branchengrößen, denen die Konkurrenz aus Westeuropa und den USA schon seit längerem Preisdumping vorwirft.

Wegen des seit Jahren tobenden Preiskampfes in der Branche mussten bereits zahlreiche Unternehmen Insolvenz anmelden. In Deutschland sahen sich beinahe alle namhaften Solarfirmen gezwungen, den Gang zum Amtsgericht anzutreten - wie etwa der Solarpionier Solon, der einst weltgrößte Solarzellenhersteller Q-Cells und der Anlagenbauer Centrotherm.

Auch der deutsche Branchenprimus Solarworld kämpft ums Überleben. Die Branche leidet unter dem Abbau staatlicher Zuschüsse und unter Überkapazitäten.

Quelle: n-tv.de, rts

Mehr zum Thema