Wirtschaft

Jetzt wird die Mauer gebaut Trump schiebt Heidelcement-Aktie an

Im US-Wahlkampf tönt Donald Trump damit, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen zu lassen, um die illegale Einwanderung zu stoppen. Nun macht der US-Präsident ernst. Prompt klettern die Aktien von Baustoffkonzernen. Aber nicht nur wegen Trump.

Heidelbergcement haben sich zur Wochenmitte unter die Topgewinner im deutschen Börsenleitindex Dax geschoben. Die Titel des Zementherstellers und Baustoffkonzerns kletterten in der Spitze fast drei Prozent. Neben den Papieren der Deutschen Bank wiesen die Aktien damit die größten Aufschläge im Dax auf - der Leitindex erklomm indes ein neues Jahreshoch. Zwei Gründe machten Händler für den Heidelbergcement-Kursanstieg aus.

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"Vor allem die Aussicht auf eine stärkere Konjunkturbelebung macht die Branche wieder attraktiv", sagte ein Händler auf dem Frankfurter Börsenparkett. Er verwies auf japanische Exportdaten. Sie deuteten eine stärkere Belebung in Asien an. So sei zum Beispiel Heidelbergcement sehr stark engagiert in Indonesien und profitiere daher direkt von einer Erholung in Asien.

Neben Heidelbergcement zählten daher CRH mit einem Aufschlag von rund drei Prozent zu den größten Gewinnern. Auch für die Baukonzerne Lafarge und Saint Gobain geht es je über 2 Prozent nach oben. Selbst Anteilsscheine der mexikanischen Cemex stiegen am Vorabend an der Wall Street um 3,6 Prozent. Hier schiebe der geplante US-Mauerbau an der Grenze zu Mexiko die Zementwerte an, so der Händler weiter.

US-Medien hatten übereinstimmend unter Berufung auf Quellen im Weißen Haus berichtet, der neue US-Präsident Donald Trump werde am Mittwoch den Bau der Mauer mit Staatsmitteln anordnen - am Tag des geplanten Besuchs des mexikanischen Außenministers Luis Videgaray in Washington. Trump hatte im Wahlkampf für den Fall seines Sieges den Bau einer "großen, schönen", massiven Mauer entlang der 3200 Kilometer langen Grenze zum südlichen Nachbarn angekündet, um die illegale Einwanderung zu stoppen.

Quelle: ntv.de, bad/DJ/rts