Wirtschaft

Atempause im Streit mit EU USA bestätigen Zoll-Verzicht bei Autos

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US-Finanzminister Steven Mnuchin (3.v.l.) war bei dem US-EU-Krisentreffen mit von der Partie.

(Foto: REUTERS)

Bei ihrem Krisentreffen erzielen US-Donald Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker überraschend eine Einigung im Handelsstreit. So die bisherige Version der EU. Nun bestätigt auch der US-Finanzminister den Deal - mit Einschränkungen.

US-Finanzminister Steven Mnuchin hat bestätigt, dass die USA vorerst keine Strafzölle auf Autos aus der Europäischen Union verhängen werden. Auf die Frage, ob die Drohung mit Strafzöllen auf Autos vorerst aufgehoben sei, sagte Mnuchin im US-Sender CNBC: "Das ist richtig." Dies gelte für die Dauer der Verhandlungen zwischen den USA und der EU zu Handelsfragen. Bislang hatte nur die EU erklärt, dass dies beim Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Washington vereinbart worden sei.

Die EU-Seite geht davon aus, dass die Autozölle auf jeden Fall bis Ende November vom Tisch sind. Ein EU-Vertreter sagte in Brüssel, beide Seiten hätten sich auf eine Frist von 120 Tagen verständigt, damit Experten Verhandlungsgebiete genauer ausloten könnten. Trump habe zugestimmt, dass in diesen 120 Tagen keine Autozölle verhängt würden. Sollte es danach dann weitere detaillierte Handelsgespräche geben, gelte dies auch danach.

Mnuchin bestätigte zudem, dass die US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der EU zurückgenommen werden könnten. Die "Grundlagen" seien gelegt, "und ich hoffe, wir lösen das sehr schnell".

Trump und Juncker hatten sich in Washington überraschend auf Schritte zur Beilegung des Handelsstreits verständigt. Vereinbart wurde, über die Annullierung sämtlicher Zölle und sonstiger Handelsbarrieren sowie aller Subventionen für industriell gefertigte Waren zu verhandeln.

Quelle: n-tv.de, cri/AFP

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