Wirtschaft

Superreiche legen besonders zuWeltweite Privatvermögen steigen vor allem in Europa, Nahost und Afrika

30.06.2026, 18:32 Uhr
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Deutschland liegt im Ranking beim Durchschnittsvermögen weltweit auf Platz 14. (Foto: picture alliance/dpa)

Krisen, Börsenturbulenzen und Inflation bereiten weltweit Sorgen. Für die privaten Vermögen geht es aber dennoch bergauf, wenn auch nicht überall gleichermaßen. Noch immer leben sehr viele wohlhabende Menschen in den USA und China. Deutschland schafft es nicht in die Top-10.

Die weltweiten Privatvermögen sind 2025 deutlich gestiegen, vor allem in Europa, im Nahen Osten und Afrika. Die Gesamtsumme stieg um 10,8 Prozent, berichtet die Schweizer Bank UBS. In Europa, dem Nahen Osten und Afrika war der Zuwachs überdurchschnittlich.

Mehr als die Hälfte des globalen Privatvermögens sei in den USA und China konzentriert. Die Vermögen oberhalb von 5 Millionen Dollar seien besonders stark gewachsen. Weltweit stiegen fast eine Million Menschen zu Millionären (in US-Dollar) auf, fast die Hälfte davon in den USA, gefolgt von China, Japan, Deutschland, Großbritannien und Frankreich.

In Deutschland gab es im vergangenen Jahr nach der Berechnung der UBS rund 2,6 Millionen Dollar-Millionäre, ein Prozent mehr als 2024. Eine Million Dollar entspricht rund 880.000 Euro. Das entspricht 3,9 Prozent der Menschen ab 18 Jahren. Sie besitzen rund 46 Prozent des gesamten Privatvermögens in Deutschland. 9,8 Prozent der Erwachsenen besaßen weniger als jeweils 10.000 Dollar.

Deutsche besitzen mehr als 300.000 Euro pro Kopf

Beim durchschnittlichen Vermögen liegen die Schweizer weltweit auf Platz 1, mit einer Summe von 910.382 Dollar pro Erwachsenem, gefolgt von den US-Amerikanern und den Luxemburgern. Deutsche liegen in dieser Statistik auf Platz 14, mit umgerechnet durchschnittlich rund 304.000 Euro Vermögen. Dazu zählen auch Immobilien.

Die Summe sagt nicht viel über die Lebenssituation in Deutschland aus. Auf die Durchschnittssumme käme man beispielsweise, wenn fünf Personen nur 3000 Euro Vermögen hätten und fünf Personen 605.000 Euro. "Eine kleine Gruppe besonders wohlhabender Personen kann beispielsweise den durchschnittlichen Wohlstand einer ganzen Nation leicht in die Höhe treiben und dadurch den Eindruck erwecken, dass es den Einwohnern besser geht, als dies tatsächlich der Fall ist", schreibt die Bank.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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