Der Börsen-Tag
28. Juli 2023
imageHeute mit Diana Dittmer und Thomas Badtke
Zum Archiv
17:51 Uhr

DAX schraubt sich in Richtung 16.500

Der DAX hat zum Wochenschluss mit neuen Allzeithochs aufgewartet. Der deutsche Börsenleitindex schließt 0,4 Prozent fester mit 16.470 Punkten. Das Tageshoch markierte er aber bei 16.490 Zählern. Erst Mitte Juni hatte der DAX mit 16.427 Stellen den letzten Höchststand erreicht. Bereits tags zuvor war der DAX von der Aussicht auf ein Ende der Zinserhöhungen in der Eurozone und den USA befeuert worden.

"Der DAX interessiert sich überhaupt nicht für Konjunkturdaten", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Nancy Lanzendörfer. "Die schwachen deutschen Quartals-BIP-Daten verpufften", erläutert sie. "Nach den jüngsten Zinsanhebungen der Fed und der EZB richten die Anleger ihr Augenmerk vielmehr auf eine Zinspause oder gar auf das baldige Erreichen des Zinsgipfels - auch wenn die Inflation weiterhin zu hoch ist."

Unter den Einzelwerten im DAX richtete sich der Fokus vor allem auf EON, den Chemieriesen BASF und die Deutsche Telekom. Letztere profitierte von Zahlen ihrer Tochter T-Mobile US. Die T-Aktie gewinnt etwa 0,5 Prozent.

BASF bestätigte seine erst kürzlich gesenkten Ziele und meldete einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang im zweiten Quartal. Aussagen des Managements während der Analysten-Konferenz verhelfen der zuvor schwächelnden Aktie schließlich an die DAX-Spitze mit einem Plus von rund drei Prozent.

Der Versorger EON hatte am Donnerstagabend nach einer Entspannung auf dem Energiemarkt seine Gewinnprognosen für das laufende Jahr angehoben. Die Aktie, die zeitweise an die Index-Spitze gestiegen war, gibt letzten Endes aber gut 0,5 Prozent nach.

DAX schraubt sich in Richtung 16.500
17:31 Uhr

Arbeitsmarkt verhindert Rückkehr zur Preisstabilität

In Deutschland verhindert der Arbeitsmarkt die Rückkehr zur Preisstabilität. Das ist die Ansicht des ZEW - Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim. Zuvor war bekannt geworden, dass die Inflationsrate im Juli auf 6,2 Prozent von 6,4 Prozent im Vormonat zurückgegangen ist. "Während in Ländern wie Spanien schon wieder Preisstabilität herrscht, liegt die deutsche Inflationsrate immer noch weit über dem Zwei-Prozent-Ziel der EZB. Es ist jetzt vor allem Deutschlands Arbeitsmarkt, der eine schnellere Rückkehr zur Preisstabilität verhindert", sagt ZEW-Ökonom Friedrich Heinemann. Der Wettbewerb um Arbeitskräfte treibe die Löhne und damit auch die Preise. Die meisten neuen Tarifverträge in diesem Jahr hätten mindestens eine Fünf vor dem Komma zuzüglich Sonderzahlungen. "Diese kräftigen Lohnerhöhungen werden weitergegeben und führen in den kommenden beiden Jahren zu weiteren Preisanstiegen", so Heinemann. In dieser Situation sei es besonders wichtig, dass die Haushaltspolitik weiter Druck aus dem Kessel nimmt und konsequent alle verbleibenden Krisenmaßnahmen wieder einsammelt, so der Ökonom.

Arbeitsmarkt verhindert Rückkehr zur Preisstabilität
17:24 Uhr

Sanofi-Kurs schmiert ab

Trotz besserer Zahlen geben Sanofi kräftig um etwa drei Prozent nach. Während sich die Umsätze im Rahmen der Erwartungen bewegt haben, liegt das EBIT laut der Citigroup 4 Prozent über den Konsensschätzungen. Zwar habe der Pharmakonzern die Guidance erhöht. Allerdings dürfte der stärkere Gegenwind von der Währungsseite zur Folge haben, dass die Marktschätzungen nicht angepasst werden, warnen die Analysten.

Sanofi-Kurs schmiert ab
17:12 Uhr

Porsche schluckt IT-Beratungsfirma komplett

Der Autobauer Porsche kauft den restlichen Anteil von 18 Prozent seiner Beratungstochter MHP, der in Ludwigsburg sitzenden internationalen Management- und IT-Beratung. Porsche übernehme den Anteil von MHP-Mitgründer Ralf Hofmann, der Chef des Unternehmens bleibe, teilt der DAX-Konzern mit. "Wir haben mit MHP viel vor", sagt Porsche-Finanzchef Lutz Meschke. Die Beratung solle schneller wachsen, auch in zusätzlichen Technologiebereichen wie zum Beispiel Software as a Service. "Zudem sind wir offen für weitere Akquisitionen." MHP beschäftigt mehr als 4000 Mitarbeitende in Deutschland, China, den USA, Großbritannien und Rumänien und zählt mehr als 300 Kunden.

Porsche schluckt IT-Beratungsfirma komplett
16:53 Uhr

"Gibt keine Anzeichen für hartes Landing in den USA"

Die EZB erhöht, wie auch die Fed, seit Monaten stetig den Leitzins. In Europa warnen einige Ökonomen davor, die Wirtschaft nicht zu sehr zu bremsen. Wie ist die Lage in den USA? Sandra Navidi von BeyondGlobal erklärt die Unterschiede zu Europa, und warum es dennoch eine Rezession geben könnte.

"Gibt keine Anzeichen für hartes Landing in den USA"
16:34 Uhr

Umsatzschub treibt Hermes - Kering unter Druck

Der Umsatzschub im zweiten Quartal macht Hermes begehrt. Die Aktien des französischen Luxuskonzerns steigen in Paris um 2,5 Prozent. Im Gegensatz zum heimischen Rivalen Kering, der im abgelaufenen Quartal mit mauen Zuwachsraten unter den Markterwartungen blieb, sieht Hermes eine wachsende Nachfrage nach Mode und Lederwaren. Kering verlieren 2,2 Prozent.

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Umsatzschub treibt Hermes - Kering unter Druck
16:15 Uhr

Mehrere Gründe sprechen für die Wall Street

Positive Überraschungen bei Konjunkturdaten und starke Konzernbilanzen treiben die Wall Street ins Plus. Der Dow-Jones-Index notiert zunächst ein halbes Prozent höher bei 35.443 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewinnt 0,6 Prozent auf 4566 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq klettert 1,1 Prozent auf 14.200 Stellen.

Der US-Kerninflationsindex PCE fiel im Juni überraschend deutlich auf eine Jahresteuerungsrate von 4,1 Prozent, nach 4,6 Prozent im Mai. Dies ist der niedrigste Wert seit September 2021. "Dass sich die Inflation in die richtige Richtung bewegt, dürfte den Aktien eine gewisse Atempause verschaffen", sagt Peter Cardillo, Chefvolkswirt beim Finanzdienstleister Spartan Capital Securities. "Nun können sich die Investoren wieder auf die Bilanzen konzentrieren, die weiterhin über den Erwartungen liegen."

So verbuchte der Chiphersteller Intel wegen der mauen Nachfrage das sechste Quartal in Folge einen Umsatzrückgang, schrieb aber überraschend schwarze Zahlen. Die Aktie klettert 6,6 Prozent. In deren Sog gewinnen die Titel der Intel-Rivalen Nvidia, Micron und Marvell zwischen knapp ein und zwei Prozent.

Mehrere Gründe sprechen für die Wall Street
15:40 Uhr

EZB-Banker fordert weitere Zinsschritte

Die EZB sollte aus Sicht des slowakischen Notenbankchefs Peter Kazimir auch nach der neunten Zinserhöhung in Folge im Kampf gegen die Inflation nicht nachlassen. "Wir sollten auf unserem Weg nach oben einen festen Schritt weitergehen", sagt das EZB-Ratsmitglied. "Selbst wenn wir im September eine Pause einlegen sollten, wäre es verfrüht, dies automatisch als das Ende des Zyklus zu betrachten," merkte er an. Ob die Europäische Zentralbank (EZB) im September die Zinsen erhöhe, dies werde von den Wirtschaftsdaten abhängen.

Aus Sicht von Kazimir besteht das Risiko, dass die Inflation höher ausfallen könnte als erwartet. "Heute ist unser Auftrag noch nicht erfüllt," sagt er. Die EZB hatte am Donnerstag auf ihrer Zinssitzung die Schlüsselsätze erneut angehoben - und zwar um einen viertel Prozentpunkt. Der am Finanzmarkt maßgebliche Einlagensatz, den Geldhäuser für das Parken überschüssiger Gelder von der Notenbank erhalten, steigt dadurch auf 3,75 Prozent. Zum weiteren Kurs nach der Sommerpause wollte sich EZB-Präsidentin Christine Lagarde aber nicht festlegen. Neben weiteren Zinsanhebungen sei auch eine Zinspause möglich. Nur Zinssenkungen schloss Lagarde aus.

EZB-Banker fordert weitere Zinsschritte
15:21 Uhr

Darum sind Euro-Aktien derzeit so günstig

Viele Aktienkurse notieren derzeit auf hohem Niveau, sodass sich manch einer fragt, ob es sich überhaupt noch lohnt einzusteigen. Warum der Kurs an sich aber gar nicht ausschlaggebend sein muss und worauf Anleger stattdessen schauen sollten, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.

Darum sind Euro-Aktien derzeit so günstig
15:04 Uhr

Solaredge sichert sich Chips von Infineon

Der Solarenergie-Experte Solaredge deckt sich mit Halbleitern des Chipherstellers Infineon ein. Die beiden Unternehmen hätten eine mehrjährige Vereinbarung zur Reservierung von Kapazitäten (CPA) unterzeichnet, teilt Infineon mit. Dabei werde Infineon Solaredge mit Komponenten beliefern, zusätzlich arbeiteten die beiden Unternehmen bei der Entwicklung künftiger Technologien zusammen. Marketingvorstand Andreas Urschitz verweist auf die Investitionen in die Fertigungskapazitäten für Siliziumkarbid (SiC) und Galliumnitrid (GaN). Diese beiden Materialien werden für Leistungshalbleiter etwa in Wechselrichtern oder Ladestationen verwendet. Zum Volumen der Vereinbarung äußert sich Infineon nicht.

Solaredge sichert sich Chips von Infineon
14:43 Uhr

Chip-Konzerne hoffen auf KI-Geschäft

Die Halbleiterbranche wittert nach dem Nachfrageeinbruch der vergangenen Monate wieder Morgenluft. Weil viele Hersteller zuletzt ihre Produktion drosselten, lässt das Überangebot an Chips für Computer oder Smartphones nach. Dazu kommt eine langsame Erholung der Nachfrage. Sowohl am PC- als auch am Smartphonemarkt gehen die Umsätze nach Einschätzung von Experten nicht mehr so stark zurück wie in den vergangenen Quartalen. "Die Nachfrage zieht sehr langsam wieder an", sagt Woohyun Kim, Finanzchef des koreanischen Herstellers SK Hynix, bei der Vorlage der Quartalszahlen. Hoffnung macht der Branche die zunehmende Verbreitung Künstlicher Intelligenz, für die Hochleistungschips benötigt werden. Allerdings bleibt der Ausblick auf die nächsten Monate insgesamt trüb.

In den vergangenen Quartalen haben die drei wichtigsten Chipmärkte an Boden verloren: Abwärts ging es bei PCs, Smartphones und bei Datenzentren. Angesichts der hohen Inflation, der steigenden Zinsen und der weltweiten Konjunkturabkühlung halten sich Verbraucher und Unternehmen mit Ausgaben für neue Technik zurück. Außerdem hatten sich viele in der Corona-Pandemie mit elektronischen Geräten für das Homeoffice oder zum Zeitvertreib zur Genüge ausgerüstet. Das führte zu einem bisher noch nie dagewesenen Überangebot an Halbleitern. Die beiden weltweit führenden Hersteller Samsung Electronics und SK Hynix fuhren in dem Geschäft zusammen einen Verlust von 15,2 Billionen Won (gut zehn Milliarden Euro) ein - so viel wie nie zuvor. Inzwischen sieht die Lage aber nicht mehr ganz so düster aus. Intel schrieb im abgelaufenen Quartal überraschend schwarze Zahlen.

Chip-Konzerne hoffen auf KI-Geschäft
14:14 Uhr

Preisdruck in Deutschland lässt etwas nach

Die Inflation in Deutschland hat im Juli wegen nicht mehr so stark steigender Lebensmittelpreise nachgelassen. Waren und Dienstleistungen kosteten durchschnittlich 6,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt zu seiner ersten Schätzung mitteilt. Im Juni hatte die Teuerungsrate noch bei 6,4 Prozent gelegen, im Mai bei 6,1 Prozent. Ökonomen hatten einen Rückgang auf 6,2 Prozent voausgesagt. Von Juni auf Juli erhöhten sich die Lebenshaltungskosten um 0,3 Prozent.

Energie kostete zu Beginn der zweiten Jahreshälfte 5,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nahrungsmittel verteuerten sich zwar mit 11,0 Prozent erneut deutlich, allerdings nicht mehr so stark wie im Juni mit 13,7 Prozent.

Preisdruck in Deutschland lässt etwas nach
14:04 Uhr

VW-Aktie setzt Talfahrt fort

Zu den größten Verlierern im DAX zählen Volkswagen mit einem Abschlag von 1,2 Prozent. Sie hatten bereits am Donnerstag nach der Vorlage der Quartalszahlen Federn lassen müssen.

VW-Aktie setzt Talfahrt fort
13:49 Uhr

DAX knackt Allzeithoch

Der DAX hat ein neues Allzeithoch markiert. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell 0,1 Prozent fester bei 16.429 Punkten. Der bisherige Rekord stammte von Mitte Juni und lag gut zwei Zähler darunter.

“Bereits am Donnerstag hatte sich der DAX bis auf etwa 20 Punkte herangerobbt“, kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Nancy Lanzendörfer. “Die Zinsentscheidungen der Fed und der EZB und die Erwartungen der Anleger hinsichtlich eines Zinsgipfels trieben die Kurse.“

DAX knackt Allzeithoch
13:37 Uhr

Exxon Mobil brechen Gewinn und Umsatz weg

Ein Preisrückgang und niedrigere Margen im Raffineriegeschäft haben Exxon Mobil im zweiten Quartal einen herben Gewinneinbruch beschert. Die Gewinnerwartungen wurden verfehlt. Das Nettoergebnis sank auf 7,9 Milliarden US-Dollar gegenüber dem zum Vorjahr, als Exxon im Zuge der starken Preissteigerungen nach der Invasion der Ukraine durch Russland noch 17,9 Milliarden Dollar verdient hatte. Das Ergebnis je Aktie betrug 1,94 Dollar und lag damit unterhalb des Factset-Analystenkonsens von 2,03 Dollar. Der Umsatz brach auf 82,9 von 115,7 Milliarden Dollar ein.

Laut Vorstandschef Darren Woods ist Exxon auf Kurs, die strukturellen Kosten bis Jahresende um 9 Milliarden Dollar im Vergleich zu 2019 zu reduzieren.

Exxon Mobil brechen Gewinn und Umsatz weg
13:24 Uhr

Deutsche Biotech-Aktie rauscht in den Keller

Im MDAX geht es für Evotec zeitweise zehn Prozent bergab, ehe sich die Titel um ein Minus von etwa 4,5 Prozent einpendeln. Der schwere Cyber-Angriff im Frühjahr kostete das Hamburger Biotech-Unternehmen in diesem Jahr Umsatz und Gewinn.

Deutsche Biotech-Aktie rauscht in den Keller
13:03 Uhr

Anhebung der Jahresziele treibt EON-Kurs an

Die Anhebung der Jahresziele schiebt die Aktien von EON an. Die Titel legen um gut ein Prozent zu und gehören damit zu den größten DAX-Gewinnern. RWE verlieren 0,3 Prozent.

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Anhebung der Jahresziele treibt EON-Kurs an
12:47 Uhr

Toyota punktet stark auf Heimatmarkt

Der japanische Autobauer und Volkswagen-Konkurrent Toyota hat vom Ende der Chipknappheit und der steigenden Nachfrage auf dem Heimatmarkt profitiert. Der Absatz stieg im ersten Halbjahr um 5,1 Prozent auf rund 4,9 Millionen Fahrzeuge, wie das Unternehmen mitteilt. Allein in Japan wurden mit 878.215 Autos ein Drittel mehr verkauft als vor Jahresfrist. In den USA und in den anderen asiatischen Ländern gingen die Verkäufe dagegen leicht zurück.

Toyota punktet stark auf Heimatmarkt
12:32 Uhr

Ist das Nullwachstum schon eine Trendwende?

Die deutsche Wirtschaft wächst auch im zweiten Quartal 2023 nicht - aber: Sie schrumpft auch nicht weiter. Volkswirt David Kohl erklärt, wie die aktuellen Zahlen zustande kommen, welche Faktoren noch immer bremsen und was er für den Rest des Jahres erwartet.

Ist das Nullwachstum schon eine Trendwende?
12:22 Uhr

Inflation in Deutschland wohl leicht gesunken - 6,2 Prozent erwartet

Die Inflation in Deutschland ist ersten Daten aus den Bundesländern zufolge zu Beginn der zweiten Jahreshälfte leicht zurückgegangen. Im Juli sank die Teuerungsrate in vier der maßgeblichen Bundesländer, während sie in den beiden anderen auf dem Niveau des Vormonats verharrte, wie aus den Daten der Statistischen Landesämter hervorgeht. In Nordrhein-Westfalen erhöhten sich die Verbraucherpreise nur noch um 5,8 Prozent zum Vorjahresmonat, nach 6,2 Prozent im Juni. In Baden-Württemberg (6,8 Prozent), Bayern (6,1 Prozent) und Sachsen (6,7 Prozent) ließ der Preisdruck ebenfalls nach. In Brandenburg (6,7 Prozent) und Hessen (6,1 Prozent) blieb die Inflationsrate dagegen unverändert.

Das Statistische Bundesamt will am Nachmittag eine bundesweite Schätzung auf Basis dieser sechs Länderdaten veröffentlichen. Volkswirte rechnen mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 6,2 Prozent, nach 6,4 Prozent im Juni.

Inflation in Deutschland wohl leicht gesunken - 6,2 Prozent erwartet
12:09 Uhr

US-Börse mit Entspannungstendenzen

Nach dem späten Schwenk ins Minus am Vortag dürfte die Wall Street auf Erholungskurs gehen. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen etwas festeren bis freundlichen Handelsbeginn am Kassamarkt schließen. Gestützt werden die Aktienfutures von zurückkommenden Anleiherenditen. Deren Anziehen hatte die US-Börsen am Vorabend ins Minus drehen lassen, nachdem Gerüchte über eine Lockerung des Zinsdeckels der japanischen Notenbank die Runde gemacht hatten. Diese hatten in der Folge zu einem Ausverkauf am US-Anleihemarkt geführt. Denn die Spekulation, die stark in US-Anleihen investierten japanischen Anleger könnten bei höheren Zinsen heimischer Rentenpapiere auf diese umschichten, hatte den US-Rentenmarkt belastet. Zwar teilte die Bank of Japan mit, dass sie die bisherige Obergrenze der Zehnjahresrendite von 0,5 Prozent flexibler handhaben und kurzfristig einen Anstieg bis auf 1 Prozent zulassen wolle, doch eine echte Aufgabe der bisherigen Geldpolitik sehen Händler nicht.

Damit rückt die heimische Geldpolitik in den USA wieder in den Fokus: mit dem noch vor Börsenstart veröffentlichten Arbeitskostenindex, vor allem aber mit dem von der US-Notenbank zur Inflationsbewertung favorisierten PCE-Preisindex stehen wichtige US-Daten auf der Agenda. "Eine schwache PCE-Kennziffer kann die letzten 8 Basispunkte, die für den US-Straffungszyklus in diesem Jahr eingepreist sind, zunichtemachen und den Dollar wahrscheinlich um bis 1 Prozent nach unten drücken. Dies wäre eine gute Sache für Risikoanlagen, weil dann sowohl die Fed als auch scheinbar die EZB näher am Ende ihre Straffungszyklus dran wären", sagt Chefmarktanalyst Chris Turner von ING.

US-Börse mit Entspannungstendenzen
11:57 Uhr

Audi will in China "richtig Gas geben“

Der Autobauer Audi drückt bei der Zusammenarbeit mit seinem chinesischen Partner SAIC aufs Tempo. Auf Basis einer Plattform, die SAIC zur Verfügung stelle, werde die Volkswagen-Tochter ihr Angebot schnell erweitern, sagt Finanzchef Jürgen Rittersberger. "Wir werden richtig Gas geben." Um welches Modell es sich handle und wann das Fahrzeug auf den Markt komme, lässt er jedoch offen.

Derzeit hat Audi in China lediglich drei elektrische Autos im Angebot - die beiden SUVs Q4 und Q5 sowie das Spitzenmodell etron GT. Audi fertigt zusammen mit SAIC derzeit den Q5. Die Elektromarke IM Motors von SAIC, an der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba beteiligt ist, hatte vor einem Jahr die Oberklasse-Limousine L7 auf den Markt gebracht.

Der Absatz auf dem chinesischen Markt entwickle sich insgesamt aber wieder besser, sagt Rittersberger. Mit insgesamt 325.505 verkauften Fahrzeugen - 2,2 Prozent mehr als vor Jahresfrist - sei es das zweitbeste Halbjahr in der Audi-Geschichte in der Volksrepublik gewesen. "Wir gehen davon aus, dass sich das in der zweiten Jahreshälfte fortsetzt", so Rittersberger. Weltweit setzte Audi gut 900.000 Fahrzeuge ab, das sind 15,5 Prozent mehr als im Vorjahr. 8,2 Prozent davon waren Elektrofahrzeuge.

Audi will in China "richtig Gas geben“
11:19 Uhr

Neue Medikamente füllen Sanofi-Kassen

Der französische Pharmakonzern Sanofi profitiert von der starken Nachfrage nach seinem Kassenschlager Dupixent und der Markteinführung neuer Medikamente. Wegen der steigenden Erlöse mit dem Ekzem- und Asthma-Medikament Dupixent und der wachsenden Umsätzen mit dem vor kurzem eingeführten Hämophilie-A-Mittel Altuviiio hebt Sanofi seine Prognose für 2023 an. Der Konzern erwartet nun einen Anstieg des bereinigten Gewinns je Aktie im mittleren einstelligen Prozentbereich statt im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Im zweiten Quartal sank der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern um ein Prozent auf 2,73 Milliarden Euro. Der währungsbereinigte Umsatz mit Dupixent stieg um 34 Prozent auf 2,56 Milliarden Euro.

Neue Medikamente füllen Sanofi-Kassen
10:57 Uhr

Telekom-Tochter sticht Konkurrenz aus

Der Mobilfunkanbieter T-Mobile US hat auf dem hart umkämpften US-Markt im zweiten Quartal mehr Vertragskunden gewonnen als die Konkurrenz und damit auch die Markterwartungen übertroffen. Wie die Tochter der Deutschen Telekom mitteilt, zählte sie in den Monaten April bis Juni rund 760.000 neue Vertragskunden, nach 538.000 im vorangegangenen Quartal. T-Mobile US konnte mit günstigen Paketangeboten damit mehr Kunden anlocken als die Rivalen AT&T oder Verizon. Analysten hatten dazu nur mit 708.800 neuen Kunden gerechnet. Für das Gesamtjahr ist T-Mobile US nun etwas optimistischer und will 5,6 bis 5,9 Millionen Nutzer mit festen Verträgen hinzugewinnen, statt wie zuvor erwartet 5,3 bis 5,7 Millionen.

Die Rabattschlacht auf dem US-Mobilfunkmarkt machte sich allerdings im Umsatz bemerkbar: Der fiel im zweiten Quartal um 2,6 Prozent auf 19,20 Milliarden Dollar und damit stärker als von Analysten erwartet. Das operative Ergebnis konnte das Unternehmen wiederum auf 3,79 Milliarden Dollar mehr als verfünffachen.

Im nachbörslichen Handel gaben die Aktien von T-Mobile-US um zwei Prozent nach.

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Telekom-Tochter sticht Konkurrenz aus
10:29 Uhr

"Dass es in Deutschland nicht rund läuft, ist bekannt"

Keine Rolle an den Märkten spielen die deutschen BIP-Zahlen für das zweite Quartal. Die deutsche Wirtschaft hat im zweiten Quartal stagniert, erwartet worden war ein Plus von 0,1 Prozent. Zugleich wurde das BIP für das erste Quartal auf minus 0,1 Prozent nach oben revidiert. "Dass es in Deutschland nicht rund läuft, ist bekannt", kommentiert ein Händler. Der DAX liegt 0,3 Prozent hinten.

"Dass es in Deutschland nicht rund läuft, ist bekannt"
10:12 Uhr

Stagnation statt Rezession, aber düsterer Wirtschaftsausblick

Die deutsche Wirtschaft hat ihre Rezession mit einer Stagnation im zweiten Quartal knapp beendet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verharrte von April bis Juni auf dem Niveau des ersten Quartals, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Davor war es zwei Quartale in Folge geschrumpft, was Ökonomen als technische Rezession bezeichnen - und zwar revidiert um minus 0,4 Prozent Ende 2022 und um minus 0,1 Prozent Anfang 2023. Analysten hatten allerdings diesmal mit einem Wachstum von 0,1 Prozent gerechnet. Den Statistikern zufolge "haben sich die Konsumausgaben der privaten Haushalte nach dem schwachen Winterhalbjahr" diesmal stabilisiert.

Die Aussichten für die zweite Jahreshälfte sind allerdings alles andere als rosig. Mit dem IFO-Geschäftsklimaindex ist der wichtigste Frühindikator für die Entwicklung von Europas größter Volkswirtschaft im Juli bereits den dritten Monat in Folge gesunken. "Die Schwächephase der deutschen Wirtschaft geht in die Verlängerung", sagt deshalb der Leiter der Ifo-Umfrage, Klaus Wohlrabe. Das Bruttoinlandsprodukt werde im laufenden dritten Quartal voraussichtlich sinken.

Stagnation statt Rezession, aber düsterer Wirtschaftsausblick
10:03 Uhr

Preisverfall drückt OMV-Gewinn um 60 Prozent

Der österreichische Energiekonzern OMV hat im zweiten Quartal wegen gesunkener Öl- und Gaspreise deutlich weniger verdient. Der Umsatz brach um 39 Prozent auf 8,98 Milliarden Euro ein, wie der Konzern mitteilt. Das bereinigte operative Ergebnis (CCS) fiel noch kräftiger um 60 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro, beim Nettogewinn stand ein Minus von 80 Prozent auf 380 Millionen Euro zu Buche. Der Geschäftsbereich Chemicals & Materials hielt sich mit einem operativen Ergebnis vor Sondereffekten mit sieben Millionen Euro gerade so in den schwarzen Zahlen.

Preisverfall drückt OMV-Gewinn um 60 Prozent
09:45 Uhr

Cyber-Angriff kostet deutsche Biotech-Firma zig Millionen

Der schwere Cyber-Angriff im Frühjahr kostet das Hamburger Biotech-Unternehmen Evotec nach eigenen Angaben in diesem Jahr Umsatz und Gewinn. Die Attacke habe die Produktivität im gesamten Quartal beeinträchtigt, heißt es, weil de IT-Systeme den April über abgeschaltet blieben. Erst im Juni habe die Produktivität 80 Prozent erreicht. Die entgangenen Umsätze von 70 Millionen Euro ließen sich nur zum Teil noch in diesem Jahr nachholen. Zudem habe es 25 Millionen Euro gekostet, den Cyber-Angriff in den Griff zu bekommen. Deshalb sei 2023 nur noch mit Erlösen zwischen 750 und 790 Millionen Euro zu rechnen, Bisher war Evotec von 820 bis 840 Millionen ausgegangen. In den ersten sechs Monaten habe der Umsatz bei 370 Millionen gelegen.

Cyber-Angriff kostet deutsche Biotech-Firma zig Millionen
09:27 Uhr

Der verflixte 13. Gewinntag

Die Gewinnsträhne an der Wall Street ist erst einmal beendet. Doch eine neue könnte beginnen, wenn man die nachbörslichen Quartalsausweise zugrunde legt.

Der verflixte 13. Gewinntag
09:08 Uhr

"DAX-Allzeithoch liegt nicht weit entfernt“

Der DAX zeigt sich nach dem Kurssprung im Donnerstagsgeschäft zum Start in den Handel am Wochenschluss leicht im Minus. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell um Kurse von 16.350 Zähler. Das bedeutet einen Abschlag von etwa 0,2 Prozent. Am Donnerstag hatte er mit 16.406 Punkten 1,7 Prozent fester geschlossen.

"Die Anleger atmen zunächst einmal etwas durch", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf und verweist auf die US-Börsen, die nach Börsenschluss hierzulande noch eingebüßt hatten. "Insgesamt geht die Interpretation des Marktes aber in die Richtung, dass die Notenbanken sich bei den Zinsschritten auf der Zielgeraden befinden", erläutert sie. "Das könnte dem DAX im weiteren Verlauf Rückenwind geben."

"DAX-Allzeithoch liegt nicht weit entfernt“
08:43 Uhr

Rüstungszulieferer Hensoldt mit Milliardenaufträgen

Die Aufrüstung in Europa beschert dem Verteidigungstechnik-Unternehmen Hensoldt Milliardenaufträge. In den ersten sechs Monaten seien Orders über 1,07 (2022: 0,95) Milliarden Euro hereingekommen, teilte der Hersteller von Radaren für den "Eurofighter" und die Luftverteidigung sowie von Schutzsystemen für "Leopard"- und "Puma"-Panzer mit.

Hensoldt sitzt damit nun auf Aufträgen im Wert von 5,67 Milliarden Euro. Sie abzuarbeiten, wird aber dauern. "Wir sind strategisch hervorragend aufgestellt, den enorm gestiegenen Bedarf an Verteidigungs- und Sicherheitslösungen - insbesondere in den Bereichen Aufklärung, elektronischer Kampf und Selbstschutz - entsprechende Lösungen gegenüberzustellen", sagte Vorstandschef Thomas Müller.

Hensoldt konkretisierte die Umsatzprognose für das laufende Jahr auf 1,85 Milliarden Euro, das wären acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Rüstungszulieferer Hensoldt mit Milliardenaufträgen
08:34 Uhr

Warum Tim Höttges 5500 Kilometer in die Karibik gesegelt ist

Wie wird man beruflich erfolgreich? Lernen, lernen, lernen. Ständig neugierig bleiben. Und immer etwas mehr tun als andere - dadurch besser sein. Aber auch andere fördern. "Du bist nie besser als das Team", sagt Telekom-Chef Tim Höttges im neuen ntv-Podcast "Biz & Beyond".

  • Außerdem ist für ihn eine Balance zwischen Privat- und Berufsleben wichtig: "Ansonsten schleppen Sie dieses Ungleichgewicht auf die andere Seite mit." Als Motto dient ihm ein amerikanisches Sprichwort: "A bird never flew on one wing."

  • Um sich auf die sich immer schneller verändernden Anforderungen im Arbeitsalltag vorzubereiten, geht Höttges immer wieder auch aus der Komfortzone heraus. Vor ein paar Monaten ist er zum Beispiel mit fünf Freunden mehr als 5500 Kilometer von Gran Canaria in die Karibik gesegelt.

  • Welche kognitiven Fähigkeiten es dafür brauchte und warum die auch im Berufsleben wichtig sind, erzählt er anschaulich in "Biz & Beyond".

"Biz & Beyond" - der Erfolgspodcast

"Biz & Beyond" ist der Wirtschafts- und Erfolgspodcast, wie es ihn Deutschland bislang noch nicht gab. Das transatlantische Podcast-Team Sandra Navidi und Ulrich Reitz spricht mit mächtigen Entscheidern, internationalen Experten und außergewöhnlichen Persönlichkeiten. Sie geben Einblicke in ihr Business, ihre Erfolge - und auch in persönliche Rückschläge.

Biz & Beyond - der Wirtschafts-Podcast mit Sandra Navidi und Ulrich Reitz. Ab sofort als Push-Nachricht in der ntv App, auf RTL+ und überall, wo es Podcasts gibt.

Sie haben Fragen an uns? Schreiben Sie eine E-Mail an bizandbeyond@n-tv.de

Warum Tim Höttges 5500 Kilometer in die Karibik gesegelt ist
08:21 Uhr

Zahlenflut im Fokus: DAX leichter erwartet

Mit einem etwas leichteren Start an Europas Börsen rechnen Händler am Freitag. Hier könnten Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende einsetzen. Den DAX sehen Broker am Morgen um die 16.350er-Marke. Nachdem am Vortag noch US-Notenbank und EZB für gute Stimmung an den Börsen gesorgt hatten, droht heute ein Stimmungsknick durch Japans Notenbank (BoJ).

Diese hat zwar den Leitzins und die Zielrendite der zehnjährigen Staatsanleihen unverändert belassen. Allerdings teilte die BoJ auch mit, dass sie die bisherige Obergrenze der Zehnjahresrendite von 0,5 Prozent flexibler handhaben wolle. Da sich internationale Marktteilnehmer gern im billigen Yen verschulden, hatte die Aussicht auf eventuell höhere Kosten Aufwertungsdruck beim Yen, Abgaben im Nikkei sowie steigende Renditen an den Anleihemärkten zur Folge.

Der Markt muss sich zudem mit einer Flut von Unternehmenszahlen aus Europa herumschlagen. Zu den Highlights zählen Eon, Kering und L'Oreal. Dazu stehen wichtige Konjunkturdaten wie zum BIP oder der Inflationsentwicklung in Europa an.

Eon hat starke Halbjahreszahlen vorgelegt und die Prognose angehoben. Der Versorger erwartet nun ein bereinigtes Konzern-Ebitda von 8,6 bis 8,8 Milliarden Euro. Zuvor hatte die Prognose noch bei 7,8 bis 8,0 Milliarden Euro gelegen. Der Markt hatte laut der Citigroup 8,1 Milliarden Euro erwartet. Allerdings, merken die Analysten kritisch an, sei nur ein kleiner Teil der EBITDA-Erhöhung von 800 Millionen Euro ins kommende Jahr übertragbar, sie bemängeln also die fehlende Nachhaltigkeit.

Zahlenflut im Fokus: DAX leichter erwartet
08:07 Uhr

Rückschlag für Inflationserwartungen: Unternehmen erwarten wieder steigende Preise

Erstmals seit acht Monaten sind die Preiserwartungen der Unternehmen für die kommenden Monate wieder gestiegen - wenn auch nur minimal. Das entsprechende Barometer legte im Juli von 16,3 auf 16,4 Punkte zu, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner monatlichen Umfrage unter Tausenden Firmen mitteilte. "Erstmals seit Oktober 2022 hat der Anteil der Unternehmen, der per saldo seine Preise anheben will, nicht weiter abgenommen", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Vor allem bei den Einzelhändlern und den konsumnahen Dienstleistern plant demnach eine wachsende Mehrheit der Unternehmen weitere Erhöhungen. "Damit dürfte sich der Rückgang insbesondere der heimischen Inflation weiter hinziehen", ergänzte Wollmershäuser.

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht am Nachmittag eine erste Schätzung zur Inflationsrate im Juli. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen erwarten einen Rückgang von 6,4 auf 6,2 Prozent.

Rückschlag für Inflationserwartungen: Unternehmen erwarten wieder steigende Preise
07:53 Uhr

Erdogan beruft Ex-Berater der New Yorker Fed in die Zentralbank

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan baut im großen Stil sein Wirtschaftsteam um. Laut Bloomberg wurden drei neue neue Zentralbanker ernannt, darunter Fatih Karahan, ein ehemaliger Berater der Federal Reserve Bank of New York. Das US-Finanzportal beruft sich auf eine Mitteilung der Notenbank vn heute Morgen.

Die drei neuen Zentralbanker, neben Karahan, Cevdet Akcay und Hatice Karahan, werden als Stellvertreter der türkischen Notebankchefin Hafize Gaye Erkan fungieren. Erkan, eine ehemalige Wall-Street-Bankerin, will das Vertrauen der Investoren in die Türkei zurückgewinnen. Sie wurde letzten Monat ernannt. Erkan hat im Kampf gegen die horrende Inflation im Land den Leitzins deutlich angehoben und damit eine Wende in der bisherigen Geldpolitik des Landes eingeleitet. Zugleich stellte sie weitere Zinserhöhungen in Aussicht, um die Inflation zu dämpfen.

Laut LinkedIn-Profil war Fatih Karahan zuvor Wirtschaftsforschungsberater bei der New Yorker Fed und Akcay arbeitete bis 2018 mehr als ein Jahrzehnt lang als Chefökonom der türkischen Bank Yapi ve Kredi Bankasi AS.

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Die neue türkische Zentralbankchefin: Hafize Gaye Erkan muss eine Inflationsrate von aktuell 40 Prozent eindämmen (Foto: picture alliance / AA)

Die Lira hat allein in diesem Jahr bisher mehr als 30 Prozent an Wert zum Dollar verloren. Ökonomen gehen davon aus, dass der Leitzins bis zum Jahresende weiter auf 25 Prozent steigt. Sie warnen davor, dass der Einfluss von Präsident Erdogan auf die Zentralbank den Spielraum für eine Straffung der Politik begrenzt. Erdogan bezeichnet sich selbst gern als Zinsfeind und will mit billigem Geld die Konjunktur anschieben. Er änderte nach seiner Wiederwahl seine Politik, was zu den Zinserhöhungen führte und der Zentralbank half, ihre Devisenreserven wieder aufzubauen, die sie in den Vorjahren zur Stützung der Lira verwendet hatte.

Erdogan beruft Ex-Berater der New Yorker Fed in die Zentralbank
07:24 Uhr

BASF dreht nach Gewinneinbruch an der Sparschraube

Nach einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal und der Senkung der Jahresziele will BASF weiter Geld sparen. Aus dem zu Jahresbeginn angekündigtem Sparprogramm erwartet das Unternehmen bis Ende 2023 bereits eine jährliche Ersparnis von mehr als 300 Millionen Euro.

"Zusätzlich unterziehen wir unsere Fixkosten kontinuierlich einer strikten Überprüfung und vermeiden diskretionäre Kosten, wo immer dies möglich ist", sagte Finanzchef Dirk Elvermann. "Wir haben verstärkt das Cash-Management im Blick, um unseren Free Cashflow zu optimieren. Im weiteren Verlauf des Jahres werden wir den Abbau von unseren Lagerbeständen weiter vorantreiben." Ab Ende 2026 sollen die Fixkkosten dann jährlich rund eine Milliarde weniger betragen.

BASF hatte Mitte Juli bereits vorläufige Quartalszahlen veröffentlich und dabei - wie auch andere Chemieunternehmen - seine Jahresziele gesenkt. Diese bekräftigte der weltgrößte Chemiekonzern nun.

BASF dreht nach Gewinneinbruch an der Sparschraube
07:16 Uhr

Intel überraschend mit Gewinn - Aktie steigt nachbörslich

Der US-Chiphersteller Intel hat wegen der mauen Nachfrage das sechste Quartal in Folge einen Umsatzrückgang verbucht, aber überraschend schwarze Zahlen geschrieben. Mit 15 Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar fiel das Umsatzminus nicht ganz so groß aus wie von Analysten befürchtet. Der bereinigte Gewinn halbierte sich auf 13 Cent je Aktie, Analysten hatten mit einem Verlust gerechnet.

Für das laufende Quartal sagte der Konzern nach US-Börsenschluss einen Umsatz zwischen 12,9 und 13,9 Milliarden Dollar sowie einen Gewinn je Aktie von 20 Cent voraus. Beides liegt über den bisherigen Erwartungen der Marktbeobachter.

"Unsere Q2 Ergebnisse haben das obere Ende unserer Erwartungen übertroffen", erklärte Konzernchef Pat Gelsinger zu den Zahlen. Auch an der Börse wurden die Zahlen gut aufgenommen: Im nachbörslichen Handel legten die Aktien sechs Prozent zu.

Hier unser Börsen-Report aus New York:

Intel überraschend mit Gewinn - Aktie steigt nachbörslich
07:12 Uhr

Bank of Japan hält Zinsen stabil

Die Bank of Japan (BoJ) hat ihre Zinsen unverändert belassen. Sie teilte aber mit, ihre Zinspolitik flexibler zu handhaben. Entgegen den Spekulationen über geldpolitische Änderungen entschied die Notenbank, die Obergrenze für zehnjährige Staatsanleihen bei 0,5 Prozent zu belassen. Die kurzfristigen Zinssätze bleiben bei minus 0,1 Prozent.

Die BoJ will die Obergrenze von 0,5 Prozent mit größerer Flexibilität durchsetzen und das obere Ende als Referenzpunkt sehen, nicht als rigides Limit.

Die ultralockere Geldpolitik der japanischen Notenbank steht damit weiterhin im Gegensatz zur Federal Reserve und zur Europäischen Zentralbank, die diese Woche beide ihre Zinsen weiter angehoben haben.

Einige Ökonomen hatten erwartet, dass die BoJ die Obergrenze für zehnjährige Staatsanleihen aufhebt oder die Steuerung der Zinskurve vollständig abschafft. Geschäftsbanken klagen, es sei schwierig, Gewinne zu erzielen, wenn sowohl die kurzfristigen als auch die langfristigen Zinsen nahe null liegen.

Bank of Japan hält Zinsen stabil
06:30 Uhr

Fällt das DAX-Allzeithoch?

Die Zinsentscheidungen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und der Europäischen Zentralbank (EZB) sind durch, Dow und DAX steigen. Der deutsche Börsenleitindex schloss im Donnerstagsgeschäft 1,7 Prozent im Plus bei 16.406 Punkten. Kann er daran heute anknüpfen und sich auf den Weg in Richtung Allzeithoch von 16.427 machen? Als richtungsweisend könnten sich sowohl Konjunktur- als auch Unternehmensdaten erweisen.

So legt etwa das Statistische Bundesamt die vorläufigen Inflationszahlen für Juli vor. Experten erwarten einen Rückgang der Jahresteuerungsrate auf 6,2 Prozent. Im Juni war diese auf 6,4 von 6,1 Prozent im Mai geklettert. Für die zweite Jahreshälfte rechnen die meisten Analysten mit einer Entspannung an der Preisfront, auch weil die Energiekosten zuletzt stark nachgegeben haben und auch der Preisauftrieb bei Lebensmitteln weiter nachlassen dürfte.

Gleichzeitig veröffentlichen die Statistiker Daten für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im zweiten Quartal. Die deutsche Wirtschaft ist nach Prognose von Ökonomen der Rezession durch ein Mini-Wachstum knapp entkommen. Das BIP dürfte demnach von April bis Juni um 0,1 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr gewachsen sein. In den beiden Vorquartalen war Europas größte Volkswirtschaft jeweils geschrumpft, weil die Verbraucher wegen der Kaufkraftverluste infolge der hohen Inflation weniger konsumierten. Ende 2022 fiel das BIP um 0,5 Prozent, Anfang 2023 dann um 0,3 Prozent. Bei zwei Minus-Quartalen in Folge sprechen Volkswirte von einer technischen Rezession.

Von Unternehmensseite präsentiert der weltgrößte Chemiekonzern BASF seine Bilanz für das zweite Quartal. BASF hatte bereits Mitte Juli vorläufige Zahlen veröffentlicht und - wie schon andere Branchenvertreter zuvor – seine Jahresziele gesenkt. Die Hoffnung auf eine klare Nachfrageerholung im zweiten Halbjahr gab BASF auf und wird dieses Jahr wohl eines der schwächsten Ergebnisse in den vergangenen 15 Jahren einfahren.

Und so lief es am Vorabend an der Wall Street:

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