Donnerstag, 15. August 2019Der Börsen-Tag

mit Juliane Kipper
18:00 Uhr

Gehetzter Dax kann sich nicht ins Plus retten

Dax
Dax 12.468,01

Am deutschen Aktienmarkt ist es erneut nach unten gegangen. Das Kursbarometer Dax wurde von der Nachrichtenlage hin und her gehetzt. Neue Sorgen um die US-chinesische Handelspolitik sorgten erst für den Abverkauf, zudem belasteten Aussagen zum Brexit. Am Nachmittag brachte dann die Hoffnung auf ein deutliches Signal der Europäischen Zentralbank die Käufer zurück. Der Euro fiel zeitweise unter 1,11 Dollar, die Anleihen stiegen.

Der Leitindex verliert 0,70 Prozent auf 11.412,67 Punkte und fällt vorübergehend auf den tiefsten Stand seit Mitte Februar.

Die zuletzt von den USA beschlossenen Zölle wertete China als eine Verletzung von Absprachen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. China stellte damit entsprechende Gegenmaßnahmen in Aussicht, ohne jedoch konkret zu werden.

SGL Carbon
SGL Carbon 4,58

Am deutschen Aktienmarkt sorgte der knapp 30-prozentige Kurssturz von SGL Carbon für Aufsehen. Das ist der größte Tagesverlust seit 17 Jahren. Der Kohlenstoff-Spezialist verabschiedet sich von seinen Zielen für 2022 und trennt sich vom Firmenchef Jürgen Köhler.

Börsianer kritisierten, dass SGL seine Prognosen bei der Vorlage der Geschäftszahlen vergangene Woche noch bekräftigt habe. "Selbst wenn die Ergebnisse für Juli noch nicht vorlagen, muss man die Zahlen sehen, um zu wissen, wie das Geschäft läuft?", fragte einer von ihnen.

17:17 Uhr

EZB-Aussage lässt Eurokurs fallen

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,10

Der Eurokurs gerät nach Notenbank-Aussagen unter Druck. Am Nachmittag kostet die europäische Gemeinschaftswährung 1,1102 US-Dollar. Im Mittagshandel war der Euro noch gut einen halben Cent höher gehandelt worden. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1150 Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8969 (0,8938) Euro.

EZB-Ratsmitglied Olli Rehn hatte sich für eine deutliche Lockerung der Geldpolitik ausgesprochen. Die Notenbank solle auf ihrer nächsten Sitzung im September mit einem "wirksamen und umfassenden" Paket aufwarten, sagte der finnische Notenbankchef der US-Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal".

Es sei besser, die Markterwartungen zu übertreffen als sie zu verfehlen. Zuletzt hatten Anzeichen für eine wirtschaftliche Schwächephase in der Eurozone zugenommen. So war die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal laut Zahlen vom Mittwoch sogar geschrumpft.

16:20 Uhr

Cisco brechen um sechs Prozent ein

Dow Jones
Dow Jones 26.935,07

Ermutigende Konjunkturdaten locken Anleger in die US-Aktienmärkte zurück. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 legen zur Eröffnung bis zu 0,5 Prozent zu.

Die aktuelle Kursentwicklung spiele aber keine Rolle, sagte Andre Bakhos, Geschäftsführer des Vermögensberaters New Vines. Angesichts einer wachsenden Zahl von Einfluss-Faktoren könne die Stimmung jederzeit umschlagen.

Cisco
Cisco 44,46

Zu den Favoriten an der Wall Street gehört Walmart mit einem Kursplus von sieben Prozent. Der weltgrößte Einzelhändler hob nach einem überraschend starken Umsatzanstieg seine Gesamtjahresziele an.

Die Aktien von Cisco brechen dagegen um 6,2 Prozent ein. Der Netzwerk-Ausrüster rechnet für das laufende Quartal mit einem Wachstum unter Markterwartungen. Bei genauerem Hinsehen seien die Zahlen allerdings nicht so schlecht, schrieb Analyst George Notter von der Investmentbank Jefferies. Das Ergebnis des Vorquartals sei unter anderem durch eine Übernahme verzerrt worden und die Vorjahresperiode durch zwei Großaufträge.

15:17 Uhr

Maersk leidet unter Hick-Hack im Handelskonflikt

Moeller-Maersk
Moeller-Maersk 1.035,50

Die weltgrößte Reederei Maersk kommt beim Umbau zu einem Transport- und Logistikkonzern voran. Der Betriebsgewinn (Ebitda) klettert im zweiten Quartal um 17 Prozent auf 1,36 Milliarden Dollar, wie der Konzern in Kopenhagen mitteilt.

  • Wie ihr Hamburger Rivale Hapag-Lloyd profitieren auch die Dänen von gestiegenen Frachtraten und einem höheren Transportvolumen.
  • Hinzu kommen Einsparungen von rund einer Milliarde Dollar durch eine engere Verzahnung der Schifffahrt mit dem Landtransport.
  • Den Ausblick, wonach der Betriebsgewinn im Gesamtjahr bei fünf Milliarden Dollar liegen soll, bekräftigte das Management.
  • Der Konzernumsatz stieg im zweiten Quartal leicht auf 9,6 Milliarden Dollar.

Anleger honorierten die Zahlen zunächst. Die Aktie legt zeitweise um fast sieben Prozent zu. Danach drehte das Papier jedoch ins Minus, weil der Konzern vor den Folgen eines Handelskriegs zwischen den USA und China für die Containerschifffahrt warnte.

14:36 Uhr

Alibaba profitiert von ungebrochener Konsumfreude

Chinas größtes E-Commerce-Unternehmen Alibaba steigert seinen Umsatz im ersten Quartal dank des Wachstums in seinen Kerngeschäften E-Commerce und Cloud Computing um 42 Prozent. Das Umsatzplus auf 114,92 Milliarden Yuan (14,63 Milliarden Euro) lag über den Erwartungen der Analysten. Im Cloud-Geschäft kletterte der Umsatz um 66 Prozent. Die an der Wall Street gelisteten Aktien legten vorbörslich drei Prozent zu.

14:14 Uhr

Walmart schneidet besser ab als erwartet

Walmart
Walmart 106,16

Der US-Handelsriese Walmart hat dank florierender Geschäfte seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Walmart erwartet für die zwölf Monate bis Ende Januar 2020 nun im besten Fall einen leichten Anstieg und im schlechtesten Fall einen leichten Rückgang des um Sondereffekte bereinigten Gewinns je Aktie, wie die Supermarktkette mitteilte. Zuvor war ein Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet worden.

Im zweiten Quartal profitierte Walmart von einem abermals starken US-Geschäft, während die Erlöse im internationalen Geschäft weiter schwächelten und zurückgingen. Als Treiber erwies sich einmal mehr das starke Wachstum des Online-Geschäfts, das um 37 Prozent zulegte.

13:27 Uhr

Konjunkturpaket soll Folgen der Hongkong-Proteste abfedern

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Nachdem es zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen war, bei denen diese auch Tränengas einsetze, hatte sich die Lage später beruhigt.

REUTERS

Die Regierung von Hongkong stemmt sich mit einem Konjunkturpaket gegen die wirtschaftlichen Folgen der seit Wochen anhaltenden Proteste der Demokratiebewegung. Mit den Hilfen über umgerechnet 2,2 Milliarden Euro sollen auch Auswirkungen des Handelsstreits zwischen den USA und China abgefedert werden, sagte Finanzminister Paul Chan.

Er kappte zudem die Prognose für die Wirtschaft in diesem Jahr. Die Regierung rechne nunmehr nur noch mit einer Stagnation des Bruttoinlandsprodukts oder sogar einem Schrumpfen um 0,1 Prozent. Bislang hatte sie ein Wachstum von zwei bis drei Prozent angepeilt.

Die Konjunkturhilfen sehen Steuererleichterungen für Geringverdiener und Unternehmen vor. Sie seien nicht als Reaktion auf Druck durch die Demonstranten beschlossen worden, betonte Chan. Er hoffe aber, dass dadurch das Vertrauen in die Wirtschaft der ehemaligen britischen Kronkolonie und heutigen chinesischen Sonderverwaltungszone gestärkt werde.

12:57 Uhr

Auch Ölwerte bekommen Rezessionsangst zu spüren

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 64,77

Ein Blick auf die Industrierohstoffe wie auch das Öl zeigt, dass auch hier eine Rezession in den Notierungen eingepreist wird. So fällt der Preis für ein Barrel der Sorte Brent um 2 Prozent auf 58,25 Dollar. Aluminium und Kupfer notieren jeweils ein halbes Prozent im Minus.

An den Börsen gehören die Sektoren der Öl- wie auch die Minenwerte zu größten Verlierern, sie geben um 1,7 und 2,4 Prozent nach.

12:40 Uhr

Dax setzt seine Talfahrt fort

Der Dax fällt am Vormittag unter sein Vortagestief und notiert zuletzt 1,12 Prozent im Minus bei 11. 363,66 Punkten. Kurz zuvor hatte der Leitindex mit 11.358 Zählern den tiefsten Stand seit Ende März erreicht. Bereits am Vortag war das Börsenbarometer wegen Rezessionsängsten um mehr als 2 Prozent eingeknickt.  Börsianer verwiesen auf wieder schärfere Töne im US-chinesischen Handelsstreit nach einer kurzen Entspannungsphase.

12:13 Uhr

China will höhere US-Zölle nicht einfach hinnehmen

China will auf die von den USA im Handelsstreit angedrohten höheren Zölle mit Gegenmaßnahmen reagieren. Das amerikanische Vorgehen verstoße gegen den Konsens, den die Staatchefs beider Länder erzielt hätten, begründete das Finanzministerium in Peking. Damit sei der richtige Weg zur Beilegung der Handelsstreits verlassen worden.

US-Präsident Donald Trump hatte Anfang August den Zollkonflikt trotz einer neuen Verhandlungsrunde verschärft und angekündigt, auf Importe aus China im Volumen von 300 Milliarden Dollar einen zehnprozentigen Sonderzoll zu erheben. Er stört sich am riesigen Defizit seines Landes im Handel mit der Volksrepublik und wirft der Regierung in Peking vor, sich nicht an Zusagen zu halten. Allerdings soll die Einführung der neuen Zölle auf chinesische Güter wie Laptops und Mobiltelefone zunächst noch einmal verschoben werden.

11:37 Uhr

Furcht vor Rezession: "Der Markt hat in der Regel Recht"

Die Furcht vor einer Rezession verschreckt weiter die Anleger in Europa. Für Unsicherheit sorgte weiterhin die inverse Zinskurve in den USA: Dort liegt die Rendite der zweijährigen Papiere über der der zehnjährigen Anleihen. Das gilt am Markt als Rezessionssignal: In den Renditen spiegelt sich wider, dass die Investoren die kurzfristigen Risiken für die Wirtschaft höher einschätzen als die langfristigen.

Gold in USD
Gold in USD 1.516,74

Einige Analysten warnten davor, nun in Panik zu geraten, weil der Vorlauf dieses Signals mehr als ein Jahr betragen könne, sagte David Iusow, Analyst beim Brokerhaus DailyFX. "Doch der Markt hat in der Regel recht. Die Anzeichen eines globalen Wirtschaftsabschwungs sind nicht nur am US-Anleihemarkt zu erkennen, sondern kommen nun dort an, wo andere Signale bereits sind."

So signalisiere der Goldpreis ebenfalls, dass die Flucht in sichere Häfen längst begonnen habe. Mit 1519,26 Dollar kostete eine Feinunze des Edelmetalls 0,2 Prozent mehr als am Vortag. Seit Jahresanfang ist der Preis aber um fast ein Fünftel gestiegen.

11:23 Uhr

K+S haben aus Fehlern gelernt

Der Salz- und Düngemittelhersteller K+S konkretisieren nach Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn im Quartal seine Jahresprognose. "Unser Ergebniswachstum hat sich im zweiten Quartal sogar noch etwas beschleunigt", sagte K+S-Chef Burkhard Lohr.

K+S
K+S 13,81

Beim operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erwarte er in diesem Jahr einen "deutlichen Anstieg". Dieser solle 2019 bei 730 bis 830 Millionen Euro liegen – nach 606 Millionen Euro im Jahr zuvor. Bisher hatte K+S eine Spanne von 700 bis 850 Millionen Euro angepeilt.

Im zweiten Quartal steigerte K+S den Umsatz um acht Prozent auf 879 Millionen Euro, das Ebitda sprang um 24 Prozent auf 130 Millionen Euro. Der Konzern führte dies auf ein gutes Preisumfeld bei Düngemitteln und höhere Produktionsmengen der Werke Werra und Bethune zurück.

Anders als 2018 sollen Produktionsausfälle durch Hitze und Trockenheit ausbleiben, bekräftigte K+S. Im vergangenen Jahr war es bei dem Konzern im Sommer zu wochenlangen Produktionsschwierigkeiten gekommen.

10:55 Uhr

Cannabis-Hersteller steigert Produktion, Aktie rauscht in Keller

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Canopy Growth ist an der Wall Street in den USA und an der Börse in Toronto notiert und mit einem Börsenwert von umgerechnet 9,9 Milliarden Euro der größte Cannabis-Hersteller weltweit.

picture alliance/dpa

Der weltweit größte Cannabis-Hersteller, Canopy Growth aus Kanada, vervierfacht seine Produktion und den Umsatz im Quartal von April bis Juni im Vorjahresvergleich - macht aber weiter kräftig Verlust. Canopy Growth habe in den drei Monaten 40 Tonnen Cannabis geerntet, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz stieg entsprechend um 300 Prozent auf rund 103 Millionen kanadische Dollar (knapp 70 Millionen Euro).

Canopy Growth
Canopy Growth 23,28

Der Verlust stieg von 91 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf 1,281 Milliarden Dollar (863 Millionen Euro). Canopy Growth erklärte diesen steilen Anstieg unter anderem mit Investitionen in den USA. Nach der Legalisierung von Cannabis in mehreren US-Bundesstaaten eröffnete das kanadische Unternehmen dort Filialen und stellte Mitarbeiter ein.

Canopy Growth ist an der Wall Street in den USA und an der Börse in Toronto notiert und mit einem Börsenwert von umgerechnet 9,9 Milliarden Euro der größte Cannabis-Hersteller weltweit. Der Aktienkurs ist seit der Legalisierung der Droge in Kanada allerdings stetig gefallen. Zur Wochenmitte gab der Kurs um 6,6 Prozent nach, im elektronischen Handel nach Börsenschluss beschleunigte sich der Fall nach Veröffentlichung der Quartalszahlen und die Aktie lag elf Prozent im Minus.

10:28 Uhr

Pfund reagiert nicht auf Corbyn-Initiative

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,25

Am Devisenmarkt reagiert das Pfund nur leicht positiv auf den Versuch von Labour-Chef Jeremy Corbyn, parteiübergreifende Unterstützung für ein Misstrauensvotum gegen Premierminister Boris Johnson zu finden. Corbyn will Neuwahlen und zugleich ein neues Referendum über den Austritt Großbritanniens aus der EU abhalten.

An den Finanzmärkten scheint man dem Vorschlag nur geringe Erfolgsaussichten zuzubilligen. "Warum sollte gerade er es schaffen, das zutiefst gespaltene Parlament hinter sich zu einen und endlich eine Mehrheit für eine gemeinsame Brexit-Gangart zu finden", fragt sich die Commerzbank.

10:13 Uhr

Carlsberg verdankt Bierdurst in Asien neues Allzeithoch

Carlsberg
Carlsberg 131,55

Teure Biermarken kurbeln das Geschäft des dänischen Bierbrauers Carlsberg im ersten Halbjahr an. Der Umsatz kletterte um 6,5 Prozent auf knapp 33 Milliarden Dänische Kronen (4,42 Milliarden Euro). In Asien - dem am schnellsten wachsenden Markt des Konzerns - stieg der Umsatz organisch um 15 Prozent, angetrieben von einem Volumenwachstum von 8,5 Prozent und gestiegenen Verkäufen von Premium-Marken. Die Aktie steigt um vier Prozent und markiert ein neues Allzeithoch.

Die operative Marge kletterte im Konzern auf 16 Prozent, ein Plus von 1,6 Prozentpunkten. Nicht so rund lief es in Russland, wo das Volumen um drei Prozent zurückging. Ein Grund dafür war nach Angaben des Unternehmens der harte Wettbewerb. Dazu kamen Preiserhöhungen zu Jahresbeginn, die einen Rückgang des Marktanteils zur Folge hatten. Carlsberg war bei seiner Strategie umgeschwenkt - weg von Sparmaßnahmen, hin zu mehr Umsatz durch den Verkauf teurer Biermarken.

09:33 Uhr

Personalchefin soll Deutsche Bank verlassen

Die Deutsche Bank sucht einem Insider zufolge einen neuen Personalchef. Die bisher für den Bereich zuständige Managerin Pippa Lambert werde die Bank demnächst verlassen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

  • Die Britin war seit 2013 Personalchefin bei Deutschlands größtem Geldhaus und hat von London und Frankfurt aus gearbeitet.
  • Ihr Abgang habe nichts zu tun mit dem Konzernumbau der Bank, im Zuge dessen weltweit 18.000 Stellen wegfallen sollen. Ein Nachfolger stehe noch nicht fest.
  • Wie die "Wirtschafts Woche" berichtete, werde nun überlegt, den Posten des Personalchefs wegen der stärkeren Konzentration auf den Heimatmarkt künftig in Deutschland anzusiedeln. Die Deutsche Bank lehnte einen Kommentar ab.
09:10 Uhr

Dax startet mit einem Miniplus

Nach den gestrigen starken Verlusten ist der deutsche Aktienmarkt etwas fester in den Handel gestartet. Der Dax gewann 0,1 Prozent auf 11.506 Punkte. Der MDax stieg um 0,2 Prozent auf 24.711 Zähler. Der TecDax stieg um 0,1 Prozent auf 2698 Stellen.

Im MDax legten K+S nach Zahlen um 3,7 Prozent zu. Stärkster Dax-Wert waren Adidas mit plus 1,3 Prozent.

08:56 Uhr

Devisenexpertin spricht von "nackter Angst" an Märkten

Kommt es zu einer globalen Rezession? Nach Angaben von Commerzbank-Devisenexpertin Antje Praefcke "greift die nackte Angst greift sich". Renditen und Aktien befänden sich im Sturzflug, ebenso die riskanteren Währungen wie Austral-Dollar, Neuseeland-Dollar, Schweden- und Norwegen-Krone und Währungen der Schwellenländer. Profiteure seien die üblichen Verdächtigen Yen und der Schweizer Franken.

Überraschend sei, dass auch der US-Dollar von der Stimmung proftiere. Er sei schließlich die Währung des Landes, das letzten Endes Auslöser für die kursierende Angst sei, weil es einen Handelsstreit angezettelt habe, der andere Länder fürchten lasse, dass sie (wirtschaftlich) unter die Räder kommen könnten. Deshalb sei es fraglich, wieso gerade die Währung, die im Zentrum des Konflikts stehe, als sicherer Hafen dienen sollte, so die Expertin.

08:46 Uhr

Schlechte Stimmung in Asien - Minus in Japan und China

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(Foto: REUTERS)

Überall zeigen die Pfeile nach unten: Der Kursverfall an den US-Börsen hat den Anlegern in Asien die Kauflaune verhagelt. Der Tokioter Nikkei-Index schloss heute 1,2 Prozent tiefer bei 20.406 Zählern. In China gaben die Kurse etwa 0,4 Prozent nach.

Genährt wurde die Rezessionsangst von schwachen Konjunkturdaten unter anderem aus China und Deutschland und der Entwicklung am US-Anleihemarkt. In China pumpt die Notenbank umgerechnet etwa 55 Milliarden Euro in das dortigen Bankensystem.

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08:40 Uhr

Dax nun höher erwartet - Konjunktursorgen bleiben aber

Nach dem jüngsten Kursrutsch wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge nun doch höher starten. Gestern hatten Rezessionsängste der Anleger den Leitindex 2,2 Prozent ins Minus auf 11.493 Punkte gedrückt. Derzeit notiert er vorbörslich 0,3 Prozent höher bei 11.528 Stellen.

Diese Furcht hält die Börsen allerdings weltweit weiter im Griff. Daher werden Investoren die anstehenden Konjunkturdaten besonders genau unter die Lupe nehmen.

08:30 Uhr

SGL-Carbon-Aktienkurs rauscht runter

SGL Carbon
SGL Carbon 4,58

Eine Gewinnwarnung hat die Aktie von SGL Carbon bereits vorbörslich stark unter Druck gesetzt. Mit dem Papier ging es im Spezialistenhandel um 17 Prozent nach unten, das ist der tiefste Stand seit mehr als 16 Jahren.

Der SDax-Konzern sieht das Konzern-Ebit vor Sondereinflüssen nun um etwa 10 Millionen unter dem Vorjahreswert von 65 Millionen Euro. Bisher hatte das Unternehmen hier mit einer Stagnation gerechnet. Unter dem Strich dürfte sich ein Konzernverlust in Höhe eines hohen einstelligen Millionen-Euro-Betrags ergeben statt des bisher angepeilten ausgeglichenen Ergebnisses.

08:18 Uhr

Vodafone aktiviert 5G-Masten in Berlin

Mit neuen Standorten in Berlin baut Vodafone die Infrastruktur für den neuen Mobilfunkstandard 5G weiter aus. Die erste Station ist heute in dem Wissenschafts- und Technologie-Park Adlershof an den Start gegangen. Schon bald würden zwei weitere 5G-Stationen folgen, kündigte der Konzern an.

Sowohl Vodafone als auch die Deutsche Telekom bieten bereits erste Smartphone-Tarife an, die die Nutzung von 5G einschließen. Die Telekom hat ihr Netz allerdings noch nicht für Endkunden aktiviert. Bundesweit funken aktuell nur 35 5G-Stationen im Netz von Vodafone.

08:03 Uhr

Mit den Ölpreisen geht's weiter runter

Brent Rohöl
Brent Rohöl 64,45

Die Ölpreise sind weiter unter Druck geblieben und haben damit an die Verluste vom Vortag angeknüpft. Im Vergleich zur Wochenmitte hielten sich die Preisrückgänge aber in Grenzen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 59,12 US-Dollar. Das waren 36 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 24 Cent auf 54,99 Dollar. Gestern Nachmittag hatte ein überraschender Anstieg der Ölreserven in den USA die Preise stark belastet. Brent und WTI rutschten binnen kurzer Zeit jeweils mehr als zwei Dollar ab.

Am Markt werden die sinkenden Ölpreise aber auch mit der Sorge vor einem weiteren konjunkturellen Abschwung in wichtigen Industriestaaten erklärt, der für einen Rückgang der weltweiten Nachfrage nach Rohöl sorgen könnte.

07:51 Uhr

Euro beendet vorerst Talfahrt

Positives gibt es vom Euro zu berichten: Die Gemeinschaftswährung hat sich nach Kursverlusten der vergangenen Handelstage vorerst stabilisiert. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1151 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend. Die EZB hatte den Referenzkurs gestern Nachmittag auf 1,1188 Dollar festgesetzt.

Zur Wochenmitte hatte eine allgemeine Flucht der Anleger in traditionell sichere Anlagehäfen für Auftrieb beim Dollar gesorgt und den Euro im Gegenzug belastet. Im frühen Handel entspannte sich die Lage wieder etwas. Neben dem Dollar wurden die ebenfalls als sicher geltenden Anlagen japanischer Yen und Schweizer Franken vorerst nicht mehr verstärkt gekauft.

07:38 Uhr

Trump drischt erneut auf Fed ein - "Powell ist ahnungslos"

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(Foto: picture alliance/dpa)

Donald Trump hat einmal mehr die Verantwortlichen der US-Notenbank Fed scharf kritisiert. Sie senke die Zinsen nicht stark genug, sagte der US-Präsident und verwies auf die sich verschärfenden Sorgen an den Finanzmärkten über eine Verlangsamung des globalen Wachstums. Die Fed und nicht sein Handelskonflikt mit China sei für die jüngsten Anzeichen einer wirtschaftlichen Schwäche verantwortlich.

"Wir gewinnen, großartig, gegen China... Unser Problem ist die Fed", twitterte Trump. Er warf dem Fed-Vorsitzenden Jerome Powell vor "ahnungslos" zu sein. Seine Kommentare kamen inmitten eines starken Ausverkaufs von Aktien, wobei der Dow-Jones-Index an der New Yorker Börse um rund 800 Punkte oder rund 3 Prozent abrutschte.

07:27 Uhr

Dax stabilisiert sich wohl auf niedrigerem Niveau

Dax
Dax 12.468,01

Mit einer wenig veränderten Eröffnung an den europäischen Aktienmärkten rechnen Händler für den heutigen Handelstag. Der Dax dürfte knapp unter der 11.500er-Marke in den Tag starten, wie der Handel mit dem Future zeigt. Vorbörslich notierte der Frankfurter Leitindex 0,1 Prozent tiefer bei 11.482 Punkten. Gestern hatte der Dax kräftig nachgegeben.

Aus technischer Sicht hat sich die Lage mit dem neuen zyklischen Tief weiter eingetrübt. Erste Entspannungssignale träten bei einem Anstieg über das bisherige Sommertief bei knapp 11.570 Punkten ein und dann über der 200-Tagelinie bei 11.649 Punkten, so Marktanalysten. Auf der Unterseite wird die nächste Unterstützung bei 11.300 gesehen.

Impulse dürften heute vor allem von neuen US-Konjunkturdaten ausgehen, so vom Konjunkturindex der US-Notenbankfiliale in Philadelphia, dem so genannten Philly-Fed, aber auch von den Einzelhandelsumsätzen und der Industrieproduktion.

07:05 Uhr

Wegen mieser Zahlen: SGL Carbon feuert Vorstandschef

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Jürgen Köhler

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Wiesbadener Kohlenstoff-Spezialist SGL Carbon hat sich überraschend von seinem Vorstandschef Jürgen Köhler getrennt. Der 58-jährige Manager zieht damit die Konsequenzen daraus, dass sich die erst vor gut einer Woche bestätigten Ergebnisprognosen für das laufende Jahr nicht mehr halten lassen. Köhler, dessen Vertrag erst im April um drei Jahre verlängert worden war, verlässt SGL Ende des Monats. Er führt das im SDax notierte Unternehmen seit Januar 2014.

In der Verbundwerkstoff-Sparte CFM seien die Geschäftszahlen im Juli unerwartet schlecht ausgefallen, teilte das Unternehmen gestern Abend mit. Dies lasse sich im Grafit-Geschäft nur teilweise wettmachen. SGL werde deshalb in diesem Jahr mit fast 10 Millionen Euro in die roten Zahlen rutschen statt wie geplant eine schwarze Null zu schaffen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen werde mit rund 55 Millionen Euro um zehn Millionen niedriger als 2018 und als für 2019 geplant ausfallen, erklärte SGL. Grund dafür seien Planungsfehler bei einem Großauftrag aus der Windkraft und zu optimistisch veranschlagte Sparmaßnahmen.

06:42 Uhr

Massive Geldspritze für Chinas Bankensystem

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(Foto: imago/Christian Ohde)

In China reagiert man auf die Konjunkturabschwächung: Die dortige Notenbank hat heute insgesamt 430 Milliarden Yuan (rund 55 Milliarden Euro) an Liquidität in das Bankensystem der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt gepumpt. Die People's Bank of China (PBoC) will damit sicherstellen, dass die Banken angesichts der Konjunkturabschwächung ausreichend Mittel zur Verfügung haben.

Insgesamt 400 Milliarden Yuan stellte die Notenbank über ihre mittelfristige Kreditfazilität bereit, die mit 3,3 Prozent verzinst ist und eine Laufzeit von jeweils einem Jahr hat. Die Verzinsung der Fazilität ist im Vergleich zu den bisherigen Operationen der PBoC gleich geblieben. Das Geldinstitut pumpte zudem 30 Milliarden Yuan über siebentägige Reverse-Repurchase-Geschäfte oder Reverse Repos in den Markt, die mit 2,55 Prozent verzinst sind.

06:33 Uhr

Rezessionsangst erfasst auch Asien-Märkte

Nikkei
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Die Angst vor einer weltweiten Rezession hat auch die Börsen in Asien erfasst und auf breiter Front für fallende Kurse gesorgt. Nachdem zuvor bereits der Dow-Jones-Index an der New York Stock Exchange um 800 Punkte gefallen war, ging es auch für den japanischen Nikkei und andere wichtige Börsenindizes in der Region in den Keller. Genährt wurde die Rezessionsangst von schwachen Konjunkturdaten unter anderem aus China und Deutschland und der Entwicklung am US-Anleihemarkt. Der Nikkei verlor 1,5 Prozent auf 20.340 Punkte.

Verstärkt wurden die Magenschmerzen der Investoren auch noch dadurch, dass im frühen asiatischen Handel die Rendite des 30 Jahre laufende US-Bonds unter zwei Prozent fiel und damit zum allerersten Mal unter den offiziellen Leitzins der US-Notenbank Fed.