Donnerstag, 23. Januar 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

China-Virus drückt Dax kräftig runter

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(Foto: imago/Sven Simon)

Die Ausbreitung des neuen Coronavirus in China hat heute kräftig auf die Stimmung an den europäischen Börsen gedrückt. In Frankfurt verlor der Dax 0,9 Prozent und schloss bei 13.388 Punkten. Der MDax sackte um 1,0 Prozent auf 28.481 Zähler ab. Der TecDax ging um 0,3 Prozent auf 3170 Stellen runter. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,8 Prozent auf 3740 Punkte nach unten.

China hat weitere Städte unter Quarantäne gestellt, um einer Ausbreitung des Virus vorzubeugen. Nun wachsen die Sorgen, dass sich das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt weiter verlangsamen wird. Der EZB-Zinsentscheid und die darauf folgende Erklärung von Notenbank-Chefin Christine Lagarde spielten auf dem Frankfurter Parkett nur eine untergeordnete Rolle.

Dax-Gewinner waren heute Wirecard mit plus 4,2 Prozent. Am Dax-Ende notierten Continental mit minus 3,4 Prozent.

17:15 Uhr

Schaeffler untersagt Dienstreisen nach China

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(Foto: dpa)

Das in China grassierende Coronavirus ruft nun auch Schaeffler auf den Plan. Der Autozulieferer hat seinen 89.000 Mitarbeitern Dienstreisen von und nach China verboten. Ein Konzernsprecher sagte in Herzogenaurach, das Dienstreiseverbot gelte bis 15. Februar.

Schaeffler betreibt in China acht Werke und in der besonders stark betroffenen Millionenstadt Wuhan einen Logistikstandort. Im wegen des Virus abgeriegelten Wuhan sind auch Siemens, die bayerischen Autozulieferer Webasto und Brose sowie Thyssenkrupp vertreten.

17:03 Uhr

Moeller-Maersk erwartet schwaches Jahr im Welthandel

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der dänische Großreeder Moeller-Maersk hat das Vorjahreswachstum im Welthandel auf etwa 2 Prozent bei einer Stagnation im vierten Quartal beziffert. Vorstandschef Seren Skou bezeichnet die Verbraucherstimmung als gut, aber die Wirtschaft habe das Risiko gescheut, was mit den zunehmenden Handelskonflikten erklärbar sei.

Betroffen von dieser Zurückhaltung seien insbesondere Investitionsgüter gewesen, wie Skou in einem Gespräch mit Dow Jones am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos sagt. Die jüngste Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China bezeichnet er zwar als ermutigend, aber sie sei vermutlich unzureichend, um den Welthandel deutlich anzukurbeln. Skou prognostiziert für 2020 ein Wachstum zwischen 1 und 3 Prozent, wobei es sich um ein wirklich geringes Plus handelt, wie er sagt.

16:46 Uhr

Bericht: Daimler kürzt Absatzziel für Elektro-SUV EQC drastisch

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Mercedes-Benz EQC

(Foto: picture alliance/dpa)

Folgendes kann man wohl schon als Hiobsbotschaft bezeichnen: Nachschubprobleme zwingen Daimler einem Magazinbericht zufolge zur Halbierung seines Absatzziels für den Elektro-SUV Mercedes-Benz EQC im laufenden Jahr. Weil die Stuttgarter nicht genug Batterien produzieren könnten und der Hersteller LG Chem nicht genug Zellen liefere, habe Daimler-Chef Ola Källenius das Ziel von ursprünglich 50.000 bis 60.000 auf gut 30.000 Fahrzeuge gekürzt, berichtete das "Manager Magazin" unter Berufung auf Insider.

Im vergangenen Jahr habe der Dax-Konzern 25.000 Autos vom Typ EQC verkaufen wollen, aber nur 7000 gebaut. Daimler erklärte lediglich, Mercedes-Benz könne die Nachfrage nach dem EQC derzeit nicht bedienen.

16:32 Uhr

Im Sog der Wall Street: Dax vergrößert Verlust

Im Sog der Eröffnungsverluste an der New Yorker Wall Street sind die europäischen Börsen tiefer ins Minus gerutscht. Der Dax büßte zeitweise rund 1 Prozent ein und notierte am späten Nachmittag 0,7 Prozent tiefer bei 13.417 Punkten. Dabei gelang es dem Leitindex, die Unterstützung bei 13.362 Punkten zu verteidigen. Mit 13.382 Punkten hat er das Tief von Mitte Januar nicht angegriffen. Der EuroStoxx50 verlor ebenfalls 0,7 Prozent auf 3744 Stellen.

Unter den Einzelwerten ließ sich Infineon vom positiven Sektor-Trend mitziehen. Im Windschatten erfreulicher Geschäftszahlen von STMicro setzte sich der Chipkonzern mit einem Plus von 1,3 Prozent auf Platz zwei im Dax. Nur für die Aktien von Wirecard lief es besser: Der Bezahldienstleister setzte sich mit einem Anstieg von 3,9 Prozent an die Dax-Spitze. Am unteren Dax-Bereich lagen die Papiere des Autozulieferers Continental. Sie mussten nach einer Abstufung durch die Citigroup Abschläge von 1,8 Prozent hinnehmen.

Dax
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16:20 Uhr

Minuszeichen an der Wall Street

Angesichts von neuen Rekordständen an der Wall Street wird die Luft für weitere Aufschläge dünner. Gebremst werden die US-Börsen von der Befürchtung einer Pandemie in Asien. Im frühen Geschäft sank der Dow-Jones-Index um 0,5 Prozent auf 29.032 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite ermäßigten sich um jeweils 0,4 Prozent.

Die Furcht vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus hat in Asien für zum Teil kräftige Verluste gesorgt, denen die Wall Street mit etwas verminderter Dynamik folgt. Kurz vor dem chinesischen Neujahrsfest und damit erhöhter Reisetätigkeit beherrscht die Angst vor einer möglichen Pandemie die Aktienmärkte. China hat die Millionenstadt Wuhan, wo das Coronavirus erstmals aufgetreten ist, und einige andere Städte praktisch abgeriegelt.

16:15 Uhr

Anleger flüchten aus dem Yuan - Yen als sicherer Hafen gefragt

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(Foto: picture alliance / dpa)

Anleger haben sich angesichts der beunruhigenden Schlagzeilen rund um das neue Coronavirus aus China von der Landeswährung Yuan getrennt. Der US-Dollar stieg im Gegenzug um 0,3 Prozent auf 6,9351 Yuan. Die Risikoaversion der Devisen-Anleger werde angesichts der aktuellen Konjunktursorgen wohl noch anhalten, sagt Ökonom Hao Zhou von der Commerzbank.

Dementsprechend flohen Investoren in den als sicheren Anlagehafen geltenden japanischen Yen. Der Dollar verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 109,50 Yen.

Lesen Sie hier den Artikel "So schadet das Coronavirus der Wirtschaft" von meiner Kollegin Diana Dittmer.

15:54 Uhr

ntv Fonds: Die richtige Auswahl schlägt den Dax

Wer an der Börse anlegen möchte, kann ganz einfach auf den Dax oder den Dow Jones setzen. Manche Aktien haben aufgrund anderer Faktoren aber vielleicht bessere Chancen, egal ob sie in einem Index enthalten sind oder nicht. Die Methode, Aktien auf dieser Basis auszuwählen, nennt sich Faktor-Investing. Worauf es dabei ankommt, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit David Wenicker und Andrew Ang von Blackrock und Christian Jasperneite von der MM Warburg Bank.

15:32 Uhr

EZB prüft ihre Strategie - Änderung am Inflationsziel?

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(Foto: imago/Christian Ohde)

Nach 17 Jahren führt die EZB wieder eine große Strategieüberprüfung durch. Für EZB-Präsidentin Christine Lagarde ist der Ausgang offen. Sie habe zwar eine Meinung dazu, werde aber keinesfalls eine Richtung vorgeben oder Ergebnisse "vorwegnehmen", sagte Lagarde nach der Zinssitzung in Frankfurt. Die Überprüfung werde rund ein Jahr dauern, so dass eine Entscheidung im November oder Dezember anstehen könne. Bei der Überprüfung gehe es unter anderem darum, die Maßnahmen, Werkzeuge und die Sprache der Notenbank auf den Prüfstand zu stellen.

Die EZB hatte letztmals im Jahr 2003 ihre Strategie überarbeitet. Damals legte sie ihr bis heute gültiges Inflationsziel fest, die wichtigste Richtschnur für die Sicherung der Preisstabilität. Es sieht mittelfristig eine Teuerungsrate von unter, aber nahe 2 Prozent vor. Allerdings verfehlt die EZB dieses Ziel bereits seit Frühjahr 2013. Im Dezember lag die Inflation bei 1,3 Prozent.

15:10 Uhr

American Airlines verbucht Rekordquartal

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(Foto: picture alliance/dpa)

Southwest Airlines leidet, American Airlines wartet dagegen mit einem Rekordquartal auf: Die US-Fluggesellschaft hat dank der Reisefreude ihrer Kunden und gesunkener Treibstoffpreise die Kosten für die Ausfälle der Unglücksmaschinen Boeing 737 Max mehr als ausgeglichen. So schnellte der Nettogewinn im Jahresabschlussquartal um 27 Prozent auf 414 Millionen Dollar oder 95 Cent je Aktie. Der Umsatz stieg um 3,4 Prozent auf 11,3 Milliarden Dollar. Damit habe der Konzern ein Rekordquartal verzeichnet, betonte Konzernchef Doug Parker. Dabei wurden 10.000 Flüge im Quartal abgesagt, nachdem die 737 Max nach zwei Abstürzen aus dem Verkehr gezogen worden war.

Für den Jahresauftakt kündigte Parker eine annähernd stabile Gewinnmarge vor Steuern von 5 Prozent an.

14:39 Uhr

Aussage des Kontrollchefs beflügelt Wirecard-Aktie

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Am Nachmittag ist der Kurs von Wirecard kräftig angezogen, die Aktie des Zahlungsdienstleisters katapultierte sich mit plus 3,6 Prozent an die Dax-Spitze. Das Papier ist auch im TecDax notiert.

Ein Händler verwies auf den neuen Aufsichtsratsvorsitzenden Thomas Eichelmann. Der sagt, dass das Unternehmen gerade neue Compliance-Strukturen schaffe und sich dabei extern beraten lasse. So habe der Aufsichtsrat einen Ausschuss für Risk and Compliance eingerichtet. Nun warte das Gremium auf die Ergebnisse der KPMG-Prüfung, die Ende März fertig sein sollte.

14:17 Uhr

Boeing 737 Max lässt Southwest Airlines leiden

Der lange Ausfall der der Boeing 737 Max hat der Southwest Airlines gehörig die Bilanz verhagelt. Die vorübergehende Stilllegung der Maschinen sorgte bei der US-Airlines im vierten Quartal für einen Gewinneinbruch um 21 Prozent auf 514 Millionen Dollar und je Aktie auf 0,98 Dollar. Damit verfehlte Southwest Airlines die Analystenschätzungen, die bei 1,09 Dollar lagen.

Konzernchef Gary Kelly kündigte für dieses Jahr weitere Belastungen an, weil die 737 Max wohl noch weit ins Jahr am Boden bleiben muss.

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(Foto: REUTERS)

14:05 Uhr

Siemens-Chef Kaeser erklärt Konflikt mit Aktivistin Neubauer

Fridays for Future in Deutschland nehmen Siemens wegen einer Kohlemine in Australien ins Visier. Unternehmenschef Joe Kaeser erzählt im ntv-Interview, wie die Auseinandersetzung mit Aktivistin Luisa Neubauer ablief - und wie Missverständnisse zustande kamen.

13:56 Uhr

Glaube an Regierung in Rom - italienische Wertpapiere gefragt

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Luigi Di Maio bleibt in der Regierung.

(Foto: picture alliance/dpa)

Italien hat wieder einmal eine Regierungskrise, doch die Anleger schätzen die Chancen auf einen Fortbestand der Koalition in Rom wieder günstiger ein und ordern italienische Wertpapiere. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen sank auf 1,274 Prozent von 1,352 Prozent, der italienische Leitindex FTSE MIB legte gegen den europäischen Trend um 0,7 Prozent zu.

Der Chef der in Rom mitregierenden 5-Sterne-Bewegung, Luigi Di Maio, war gestern zurückgetreten, nachdem sich eine Reihe von Abgeordneten von der populistischen Partei abgewendet hatten. Er bleibt aber Außenminister. Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri sagte, die Koalition sei entschlossen, die Stabilität der Regierung zu sichern.

Allerdings weist Giuseppe Sersale, Fondsmanager bei der Mailänder Vermögensverwaltung Anthilia, auf eine Gefahr hin. "Das größte Risiko ist, dass ... eine Reihe von 5-Sterne-Abgeordneten zur Lega wechseln und damit die Mehrheit in Gefahr gerät."

13:46 Uhr

EZB belässt Leitzins bei 0,00 Prozent

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EZB-Gebäude in Frankfurt/Main.

(Foto: dpa)

Keine Überraschung in Frankfurt: Die Europäische Zentralbank (EZB) beließ den Leitzins für die Eurozone bei 0,00 Prozent. Das beschloss der EZB-Rat in Frankfurt. Banken müssen für geparkte Gelder weiterhin 0,5 Prozent Zinsen an die EZB zahlen. Der Rat bestätigte bei seiner ersten Zinssitzung in diesem Jahr zudem die monatlichen Anleihenkäufe der Notenbank in Höhe von 20 Milliarden Euro.

Am Nachmittag erläutert EZB-Chefin Christine Lagarde die weitere Geldpolitik der Notenbank. Von besonderem Interesse sind mögliche Veränderungen bei der Beurteilung der Preisstabilität und des Inflationsziels im Währungsraum.

13:14 Uhr

Wall Street sieht Virus-Problematik entspannter

Die US-Börsen dürften heute zum Handelsstart die Schwäche der asiatischen Börsen nicht nachvollziehen. Die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus hat dort für zum Teil kräftige Verluste gesorgt. An der Wall Street sieht man die Sache etwas entspannter.

Der Aktienterminmarkt deutet auf eine unveränderte Handelseröffnung am Kassamarkt hin. In den USA verweist man auf die lange Feiertagspause an vielen Börsen in Asien, wo das chinesische beziehungsweise koreanische Neujahrsfest begangen wird. Daher können Anleger an den dortigen Börsen erst nach einer Woche wieder handeln, was angesichts der Sorgen über eine mögliche Pandemie sehr lange sei. Daher hätten sich Investoren aus den lokalen Märkten dort verabschiedet.

12:58 Uhr

Jack Wolfskin expandiert in die USA und Japan

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(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Jahr nach der Übernahme durch den US-Konzern Callaway treibt der Bekleidungshersteller Jack Wolfskin seine Auslandsexpansion voran. Der Outdoor-Ausrüster werde nun "endlich ernsthaft und nachhaltig" in Nordamerika und in Japan investieren, sagte Vorstandschefin Melody Harris-Jensbach der "Wirtschaftswoche".

Im US-Bundesstaat Utah eröffnete das Unternehmen aus dem Taunus demnach seine Nordamerikazentrale. In Japan lasse Jack Wolfskin einen bis Ende Februar laufenden Vertrag mit einem lokalen Vertriebspartner auslaufen und übernehme künftig selbst.

12:39 Uhr

Dax dümpelt weiter vor sich hin

In Frankfurt sind die Anleger weiter in der Defensive geblieben. Der Dax notierte eine Stunde vor dem EZB-Zinsentscheid 0,3 Prozent tiefer bei 13.475 Punkten - damit verringerte der Leitindex seinen Verlust etwas. Der MDax fiel um ebenfalls 0,3 Prozent auf 28.680 Zähler. Dagegen legte der TecDax um 0,1 Prozent auf 3183 Stellen zu. Der EuroStoxx50 lag 0,1 Prozent im Minus bei 3766 Punkten.

Unangefochten an der Dax-Spitze lag die Aktie der Deutschen Bank mit plus 2,6 Prozent. Schwach präsentierten sich unter anderem einige Autowerte: Continental verloren 1,3 Prozent, BMW und Daimler gaben um 0,9 beziehungsweise 0,7 Prozent nach. Am Dax-Ende notierten Deutsche Post mit minus 1,5 Prozent.

12:23 Uhr

Briten wollen Hunderte Jobs in Deutschland schaffen

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(Foto: imago/Marius Schwarz)

Vor dem nahenden Brexit haben britische Unternehmen 2019 so viele neue Jobs in Deutschland bei der bundeseigenen Agentur für Standortmarketing angemeldet wie noch nie. Bei 23 Neuansiedlungen sollen 680 Arbeitsplätze geschaffen werden - mehr als in den beiden Vorjahren zusammen, sagte der Geschäftsführer von Germany Trade and Invest (GTAI), Robert Hermann.

Zu einem Teil gehe das gesteigerte Interesse der britischen Unternehmen am Standort Deutschland auf den Ende dieses Monats anstehenden Abschied von der Europäischen Union zurück. Für viele Firmen gehe es aber nicht darum, "Lager hier aufzubauen, um drohende Zölle zu umgehen", sagte Hermann. "Vielmehr wollen sie expandieren und kommen deshalb hierher."

12:06 Uhr

Pläne der Tochter Cimic belasten Hochtief-Aktie massiv

Der Rückzug der australischen Tochter Cimic aus dem Mittleren Osten lastet auf dem Baukonzern Hochtief. Cimic kündigte an, sich von der Minderheitsbeteiligung an der Baugesellschaft BIC Contracting (BICC) in Dubai trennen zu wollen. Das führt zu finanziellen Belastungen bei Cimic, die auch auf Hochtief durchschlagen und den Essenern unter dem Strich einen Verlust für 2019 einbrocken dürften. Hochtief betonte indes, der operative Konzerngewinn für 2019 werde mit rund 660 Millionen Euro im Einklang mit den Zielen für das vergangene Jahr liegen.

An der Börse brachen die Hochtief-Aktien angesichts der Belastung durch die Tochter am Donnerstag zeitweise um rund 10 Prozent ein, das ist der stärkste Kursrückgang seit Juli 2019. Cimic-Papiere sackten sogar um fast 20 Prozent ab. Auch die Anteilsscheine der Hochtief-Mutter ACS ließen Federn.

11:42 Uhr

Renault braucht wohl neue Kapitalspritze - Kurs fällt kräftig

Unter Druck ist die Aktie von Renault geraten: Die Anleger folgten heute einer Verkaufsempfehlung für das Papier. Der Kurs der französischen Autobauers gab in Paris bis zu 5 Prozent auf 37 Euro nach. Die Aktie war damit so wenig wert wie seit 7 Jahren nicht mehr.

Analysten der Citigroup stuften sie auf "Sell" von "Neutral" herunter. Auf Sicht der kommenden 12 Monate könnte Renault möglicherweise eine Kapitalspritze benötigen, hieß es in der Begründung der Experten. Renault sei von Schwankungen bei Autoverkäufen aufgrund seines Geschäftsmodelles stärker betroffen als Mitbewerber.

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11:25 Uhr

Deutschlands Solarmarkt wächst wieder ordentlich

Bessere Stimmung herrscht derzeit in der deutschen Solarbranche. Nach Schätzungen des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW) ist der Photovoltaik-Markt im vergangenen Jahr um rund 30 Prozent gewachsen. Der Inlandsabsatz für Solarstromspeicher habe zweistellig zugelegt. Auch für die kommenden Jahre zeigt sich der Verband zuversichtlich.

Sollten die Beschlüsse im Klimapaket schnell umgesetzt werden, stünden die Zeichen weiter auf Wachstum. Zum Jahreswechsel hatte die Bundesregierung die Förderung für den Heizungstausch erhöht und die Einführung einer CO2-Bepreisung im Wärmesektor angekündigt. Der BSW rechnet daher auch im Bereich der Solarwärme erstmals seit vielen Jahren mit einem deutlichen Anziehen der Nachfrage.

11:01 Uhr

Boeing-Boss stoppt Planung für neues Flugzeug

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(Foto: REUTERS)

Angesichts der Probleme mit den 737-Max-Maschinen hat der neue Boeing-Chef Dave Calhoun die milliardenschweren Pläne für ein neues mittelgroßes Flugzeug zunächst auf Eis gelegt. Er beorderte die Entwickler zurück ans Reißbrett. Die Wettbewerbsbedingungen hätten sich verändert, gab ein Konzernsprecher als Grund für die Maßnahme an. Calhoun wolle eine neue Einschätzung darüber, welche Art von Flugzeug in Zukunft nachgefragt werde. Nach den beiden Abstürzen von zwei Maschinen des Modells 737 Max mit Hunderten Toten war die Entscheidung über die Entwicklung eines neuen mittelgroßen Flugzeugs ("NMA") mit 220 bis 270 Sitzen bereits verschoben worden.

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Calhoun kündigte zudem an, dass die Produktion des derzeit aus dem Verkehr gezogenen Modells 737 Max vor der Jahresmitte wieder aufgenommen werde. Die Herstellung solle langsam und kontinuierlich bereits Monate vor der Freigabe hochgefahren werden. Es gebe keine Überlegungen, die 737 Max aufzugeben.

10:39 Uhr

Notenbankchef: Negativzinsen in der Schweiz notwendig

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(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Klares eidgenössisches Signal: Die Schweizerische Nationalbank (SNB) rückt von den Negativzinsen nicht ab. Diese seien in seinem Land eine Notwendigkeit, sagte SNB-Chef Thomas Jordan am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Die Zinsdifferenz zum Euroraum sei wichtig und die Zentralbank könnte die Zinsen bei Bedarf weiter senken, erklärte er.

Die Schweizer Währungshüter stemmen sich seit fünf Jahren mit Negativzinsen und Eingriffen am Devisenmarkt gegen eine wirtschaftsschädliche Aufwertung des Frankens.

10:19 Uhr

Pensionslasten drücken Ford-Gewinn

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Ford 8,10

Eine niedrigere Bewertung von Pensionsrückstellungen brockt Ford einen massiven Gewinnrückgang ein. Im Schlussquartal schlage vor Steuern ein Bewertungsverlust für die Pensionspläne der Mitarbeiter von etwa 2,2 Milliarden Dollar zu Buche, teilte der zweitgrößte US-Autobauer mit. Darin enthalten sei ein Bewertungsverlust von 2 Milliarden Dollar außerhalb der Vereinigten Staaten und von 600 Millionen Dollar weltweit. Dies werde durch einen Bewertungsgewinn von 400 Millionen Dollar in den USA nur zum Teil wettgemacht.

Nach Steuern werde die Neubewertung der Pensionspläne den Gewinn voraussichtlich um 1,7 Milliarden Dollar verringern. Da es sich dabei um einen Sonderposten handelt, wird das bereinigte operative Ergebnis nicht belastet.

09:56 Uhr

Virussorgen belasten auch Dax - dickes Minus in China

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(Foto: REUTERS)

Der Dax hat sich in der ersten Handelsstunde weiter von seinem gestern erreichten Rekordhoch von 13.640 Punkten entfernt. Nachdem der deutsche Leitindex bereits am Mittwoch etwas tiefer aus dem Handel gegangen war, gab er nun um 0,7 Prozent auf 13.424 Zähler nach. Der EuroStoxx50 notierte 0,5 Prozent tiefer bei 3751 Stellen.

Für Nervosität unter den Anlegern sorgte die Meldung, dass die chinesische Regierung die besonders schwer von dem neuartigen Coronavirus betroffene Millionenmetropole Wuhan praktisch abgeriegelt hat. Das Geschehen weckte Erinnerungen an die Sars-Pandemie 2002 und 2003, die damals vor allem die Luftfahrt und den Tourismus belastete.

Zuvor war es insbesondere an den chinesischen Börsen deutlich abwärts gegangen. Der Shanghai Composite verlor 2,8 Prozent auf 2977 Punkte, der Hang-Seng-Index büßte 1,7 Prozent ein. In Tokio ging es für den Nikkei um 1,0 Prozent auf 23.795 Punkte nach unten. Hier belasteten zusätzlich schwache Konjunkturdaten das Sentiment.

09:45 Uhr

Neuer Höchststand bei Retouren im Onlinehandel

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der boomende Onlinehandel hat im vergangenen Jahr nach Angaben eines Experten zu einem neuen Rekord bei den Retouren geführt.

  • "Allein im vergangenen Jahr wurden etwa 500 Millionen Produkte zurückgeschickt. Das ist ein neuer Höchststand", sagte Björn Asdecker, Leiter der Forschungsgruppe Retourenmanagement an der Universität Bamberg, der "Wirtschaftswoche".
  • Die Quote der zurückgeschickten Artikel liege über alle Warengruppen hinweg konstant bei etwa 13 Prozent.

Zwar würden Onlinehändler viele Anstrengungen unternehmen, um Kunden mehr Informationen über Artikel oder Größen zu geben. Allerdings schreckten sie vor Maßnahmen zurück, die dazu führen könnten, dass die Kunden weniger kaufen, sagte Asdecker dem Blatt. Eine wirksame Maßnahme zur Senkung der Retourenzahlen könnten nach Erhebungen der Forschungsgruppe die Ausweitung von Retourengebühren sein.

09:19 Uhr

Kurzarbeit in weiterem Continental-Werk

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(Foto: picture alliance/dpa)

Continental reagiert auch im hessischen Werk Korbach auf die Flaute in der Autoindustrie. Laut "Wirtschaftswoche" sind derzeit mehr als 300 Mitarbeiter an dem Standort in Kurzarbeit. Der Zulieferer bestätigte die Maßnahme, wollte die genaue Mitarbeiterzahl aber nicht kommentieren.

In Korbach sei die Schlauchproduktion von Kurzarbeit betroffen, sagte eine Sprecherin. Man nutze das Instrument, um auf die jeweilige "wirtschaftliche Situation zu reagieren". Im Dezember seien zudem rund 400 Beschäftigte an den Standorten der Industriesparte Contitech in Eislingen (Baden-Württemberg) sowie in den niedersächsischen Werken Vinnhorst, Dannenberg und Northeim in Kurzarbeit gewesen.

Die Conti-Aktie notierte im frühen Handel am Dax-Ende: minus 1,6 Prozent auf 108,70 Euro.

09:12 Uhr

Dax taucht am EZB-Zinstag erst einmal ab

Am Tag des EZB-Zinsentscheids ist es mit dem deutschen Aktienmarkt erst einmal nach unten gegangen. Der Dax startete 0,4 Prozent tiefer bei 13.459 Punkten. Der MDax verlor 0,5 Prozent auf 28.617 Zähler. Der TecDax gab um ebenfalls 0,5 Prozent auf 3163 Stellen ab. Die Indizes leiden auch unter den miesen Vorgaben aus Asien. Dort schmierten die Kurse wegen der Angst vor dem Coronavirus zum Teil kräftig ab.

Da Zinsänderungen durch die EZB als ausgeschlossen gelten, richtet sich die Aufmerksamkeit der Börsianer auf den geplanten Strategie-Check der Notenbank. Von besonderem Interesse seien mögliche Veränderungen bei der Beurteilung der Preisstabilität und des Inflationsziels, sagte ein Analyst.

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08:50 Uhr

Bericht über Technik-Börsengang treibt Lufthansa-Kurs hoch

Ein Bericht über einen möglichen Börsengang der Wartungssparte haben die Aktien der Lufthansa kräftig nach oben getrieben. Sie legten im vorbörslichen Handel um fast 3 Prozent zu und waren damit Spitzenreiter im Dax.

Eine Abspaltung der Sparte Lufthansa Technik solle den Börsenwert des Konzerns erhöhen, meldete Bloomberg unter Berufung auf Insider. Die Diskussionen seien in einem frühen Stadium.

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08:43 Uhr

Deutschland kurbelt Europas Nutzfahrzeugmarkt an

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt ist im vergangenen Jahr nach Branchenangaben das siebte Jahr in Folge gewachsen. Mit gut 2,5 Millionen Fahrzeugen seien 2,5 Prozent mehr neu zugelassen worden als im Vorjahr, teilte der Branchenverband Acea in Brüssel mit. Im Dezember hatten die Verkäufe nach drei Monaten Rückgang wieder um 5,7 Prozent auf gut 210 000 Stück zugelegt. 2019 verzeichnete jeder der großen Absatzmärkte in Europa eine Ausweitung.

Dabei eroberte Deutschland mit einem Plus von 6,1 Prozent die Spitzenposition. In Frankreich stiegen die Verkäufe um 4,3 Prozent. Großbritannien verzeichnete trotz der Brexit-Krise ein Plus von 3,0 Prozent. In Südeuropa fiel der Anstieg bescheidener aus: Während in Italien der Absatz immerhin noch um 1,9 Prozent zulegte, war der Zuwachs in Spanien mit einem Plus von 0,3 Prozent sehr gering.

08:25 Uhr

Virus-Angst setzt Asien-Märkten kräftig zu

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(Foto: dpa)

Die Furcht vor der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus aus China hat die asiatischen Anleger heute verschreckt. In China brachen die Aktien zeitweise um 3,9 Prozent ein - das ist der größte Kursverlust seit Mai 2019, als US-Präsident Donald Trump mit zusätzlichen Zöllen gedroht hatte. In Hongkong ging es um gut zwei Prozent abwärts, der japanische Nikkei schloss ein Prozent schwächer bei 23.795 Punkten.

Die Epidemie dürfte auch den Flugverkehr beeinträchtigen. Ab Freitag wird in China das Neujahrsfest gefeiert, bei dem viele Menschen traditionell ihre Familien besuchen und dazu auf Reisen gehen - unklar ist, ob sie nun ihre Pläne ändern. Die Aktien von Fluggesellschaften wie Air China, Qantas oder Japan Airlines gaben nach.

08:14 Uhr

Ölpreise geben deutlich nach

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 57,04

Die Ölpreise sind deutlich gesunken und haben damit an die Verluste der vergangenen Handelstage angeknüpft. An den Finanzmärkten verstärkte sich die Sorge der Investoren vor den Folgen einer neuen Lungenkrankheit. An den Börsen in Asien kam es am Morgen zu Kursverlusten und auch die Ölpreise wurden mit nach unten gezogen.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 62,18 US-Dollar. Das waren 1,03 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI fiel um 1,09 Dollar auf 55,65 Dollar. Im Verlauf der Woche hatten Meldungen über die neue Lungenkrankheit die Ölpreise wiederholt belastet. Der Preis für Nordsee-Öl und der für US-Öl sind seit Montag um jeweils mehr als fünf Prozent gefallen.

Am Ölmarkt gebe es die Sorge, dass eine mögliche starke Verbreitung des Coronavirus die Reisetätigkeit und auch den Handel belasten könnte, erklärte Experte Vandana Hari vom Beratungsunternehmen Vanda Insights in Singapur die fallenden Ölpreise.

07:54 Uhr

Coronavirus verunsichert asiatische Anleger

Die Besorgnis über die Ausbreitung des neuen grippeähnlichen Virus in China hat die asiatischen Börsen fallen lassen. "Mit dem Coronavirus ist eine gewisse Vorsicht entstanden. Es gibt keinen Grund, jetzt mit einer globalen Pandemie zu rechnen, aber es gibt einige Neubewertungen auf den Finanzmärkten", sagte Michael McCarthy, Chefstratege bei CMC Markets in Sydney. Trotz der Abriegelung der Stadt Wuhan wird befürchtet, dass sich das Virus rasch ausbreiten könnte, da Millionen Chinesen während der am Freitag beginnenden einwöchigen Mondneujahrsferien ins In- und Ausland reisen.

Air China
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Insbesondere die Reisebranche ist von dem Auftreten des Erregers betroffen: Chinas Flaggschiff-Fluggesellschaft Air China rutschte um 2,78 Prozent auf den tiefsten Stand seit mehr als acht Wochen ab. Aktien der australischen Qantas Airways fielen um 1,55 Prozent, während Japan Airlines um 1,4 Prozent fielen und auch die rivalisierende Fluggesellschaft ANA Holdings 1,17 Prozent nachgab.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,9 Prozent tiefer bei 23.818 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,8 Prozent und lag bei 1731 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1,5 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1,8 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,7 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 109,57 Yen und legte 0,2 Prozent auf 6,9204 Yuan zu.